Frage von waggo,

der letztverstorbene Elternteil hat sein ganzes Vermögen -Grund und Geld- auf meine beiden Schwester

der letzt verstorbene Elternteil hat nun sein ganzes Vermögen-Grund und Geld. auf meine beiden Schwestern per Testament überlassen und mich quasi enterbt. Ich habe aber auf meinen gesetzlichen Erbanteil nie verzichtet. Wie hoch ist der Pflichtteil , der mir zusteht? Kann ein so ein Testament auch angegriffen werden?

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Antwort
von imager761,

Grds. kann jedermann über sein (auch ererbtes) Vermögen frei verfügen, also gesetzlich erbberechtigte Kinder auch enterben. Damit wären sie auf den Pflichtteil in gesetzt, den sie gegen die verfügten Erben beanspruchen könnten.

Statt 1/3 Erbquote stünden dir demnach 1/6 des Reinnachlasses in Geld zu. Dein Pflichtteilsrecht gegen die Erstverstorbene wäre nach 3 Jahren verjährt.

Die Ebterbung wäre auch bei anderslautendem gemeinschaflichen Tetsaments der Eheleute mögliuch, wenn hier befreite Vorerbschaft des Längstlebenden vereinbart gewesen wäre.

Eine Testamentsanfechtung ist immer möglich, aber bei einem notariellen Testament aussichtlos und bei entsprechenden Zeitzeugenaussagen auc bei privatschrfitlichen Verügungen wenig erfolgversprechend. Enttäuschung reicht nicht, um den erklärten Willen des Erblassers, dich von der Erbfolge auszuschliessen, ersthaft in Zweifel zu ziehen.

G imager761

Antwort
von Franzl0503,

waggo: Die drei gesetzlichen Erben (du und deine beiden Schwestern) haben i.d.R.Anspruch auf je ein Drittel des Nachlasses. Du wurdest übergangen, infolge dessen steht dir ein Pflichtteil in Höhe von 1/6 zu und zwar in bar.

Ein Pflichtteilsentzug ist nur möglich, wenn du dem Erblasser gegenüber schwere Schuld auf dich geladen hast - vergl. § 2333 BGB - .

Deinen Anspruch mußt du innerhalb von drei Jahren, beginnend am Ende des Jahres, in dem sich der Erbfall ereignet hat, geltend machen.

Welche Gründe führst du an, die eine erfolgversprechende Anfechtung des Testaments rechtfertigen könnten?

Antwort
von Privatier59,

Da muß ich aber hinsichtlich des Sachverhalts etwas anmerken: Der letztverstorbene Elternteil habe in dem genannten Sinne verfügt. Wenn die Eltern ein sogenanntes Berliner Testament mit wechselseitigen Verfügungen aufgesetzt hatten, dann sind diese wechselseitigen Verfügungen nach dem Tode des erstversterbenden Elternteils nicht mehr abänderbar.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2271.html

Da würde sich dann zunächst mal die Frage stellen, ob eine solche Verfügung überhaupt wirksam war. Wir können das mangels Kenntnis der Sachlage nicht beurteilen.

Kommentar von imager761 ,

dann sind diese wechselseitigen Verfügungen nach dem Tode des erstversterbenden Elternteils nicht mehr abänderbar.

Flasch: I. d. R. wird eine sog. befreite Vorerbschaft verfügt, die gerade diese neuerliche Erbeinsetzung des Längstlebenden ausdrücklich ermöglichen soll.

Niemand weiss, ob sich die Kinder im Falle der Pflegebedürftigkeit, oder bei neuen Lebenspartnern gegenüber verhalten werden oder in Erwartung einer fetten Erbschaft Druck ausüben oder das Familiensilber verpfänden . Daher wird jeder Notar, der sein Handwerk versteht, diese Klausel vereinbart wissen wollen.

G imager761

Kommentar von Privatier59 ,

Du kannst es nicht lassen, Deinen unausgegorenen Blödsinn von Dir zu geben, nicht wahr.

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