Frage von jgbraden,

DEKA FONDS ISIN: DE000DK0ECS2 Soll Ich verkaufen? Oder abwarten was geschiet?

Habe zeit einiger Jahren diesen DEKA-UMWELTINVEST CF Fond, Habe KEINE ahnung wie ich den Jahresbericht lesen soll aber es steht bei Spalte "GEWINN UND VERLUST" ein MINUS von -49,05% und -4.878,52 (weiss nicht was das ist) Was soll ich damit machen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds,

Du musst nicht wirklich wissen, wie man einen Jahresbericht liest. Du musst nur wissen, daß eine negative Zahl wie -49,05% schlecht ist. Einfache Arithmetik sagt, daß Du dabei also knapp 5.000 EUR verloren hast. Schaut man sich den Chart des Fonds bei Deka oder auf finanzen.net mal an, dann ist das nicht weiter verwunderlich, da sich dieser Deka-Fonds vom Absturz 2008/2009 nicht erholt hat. Das ist mal wieder so einer der Modefonds, die von Deka mehr schlecht als recht aufgelegt und absolut unterirdisch verwaltet werden.

Das bestätigt mich jedesmal in meiner generellen Meinung zu Deka-Fonds, die (entsprechend der Werbung) nämlich ein rotes Tuch für jeden Anleger sein sollten. Finger WEG!

Mit anderen Worten: verkaufen und in etwas Besseres investieren, das erstens nicht auf die Empfehlung eines imkompetenten und provisionsgetriebenen Sparkassen-"Beraters" zurückgeht und zweitens nicht von Deka ist. Genauer: würde man den Rest Deines Portfolios anschauen, würden sich noch ein paar mehr Leichen finden, die entsorgt werden sollten. Zeit für eine richtige Anlagestrategie. Mache einen Bogen um die Sparkassen und Deka.

Kommentar von jgbraden ,

Als erste, ich hab vergessen zu sagen, Nämlich das ich die "sachen" nicht selbst gekauft habe, sondern geerbt habe. Unlängst war am FS ein bericht über ein Anwalt im Norddeutschen Raum der sich spezialisiert hatte solche falschberatungen über Geldanlngen an den Pranger (vorm Gericht) zu stellen. So zu sagen, er weist die Banken nach das Sie falsch beraten haben und holt die Kunden angeblich das Geld zurück. Hat jemanden davon was gehört? Die ältere Frau die der Bank diesen mist angetreht hatte war zum zeitpunkt vom kauf schon 85Jahr alt. Die hat aüsserdem noch vier andere DEKA Fonds laufen. Da ich berechtigt bin alle Bank entscheidungen zu tätigen, werde ich von allen Fonds aussteigen. Die Frage ist nur, sofort, oder warten bis Feb. um die ausschüttungen mit zu nehmen.

Kommentar von detlef32 ,

Die Ausschüttungen bringen Dich nicht weiter. Die sind jetzt schon anteilig im Rücknahmepreis enthalten und werden nach Ausschüttung vom Rücknahmepreis abgezogen. Wenn also der Preis z.B. einen Tag vor Ausschüttung 50 Euiro ist und 2 Euro ausgeschüttet werden dann ist der Preis ein Tag nach Ausschüttung 48 Euro.

Ansonsten stimme ich gandalf voll zu: Deka Fonds sind überwiegen Mist und es werden ständig neue Modefonds aufgelegt um wieder ein paar Millionen von den Kunden abzuräumen. Und meist geht das deutlich in die Hose.

Kommentar von gandalf94305 ,

Das spielt keine Rolle. Fonds ist Fonds. Für Dich spielt nicht die Historie der Fonds eine Rolle, sondern nur die Entwicklung ab Übergang durch Erbschaft und die zukünftige Entwicklung. Wenn Du also einen Fonds erbst, der 50% im Minus liegt und dann steigt er um 15% innerhalb eines Jahres, wäre er für den Erblasser immer noch ein Verlustgeschäft, für Dich als Erbe jedoch mit einem Plus von 15% ein gutes Geschäft.

Ein Fonds aus Altbestand (gekauft vor 2009) ist von der Abgeltungssteuer ausgenommen, d.h. wenn Du ihn verkaufst, kannst Du Gewinne steuerfrei einstreichen. Misst Du aber dem Fonds insgesamt nur eine unterirdische Entwicklung bei, so ist auch das ggf. nachteiliger als ein sofortiger Verkauf und eine Neuinvestition in einen Fonds, dessen Gewinne/Erträge zwar der Abgeltungssteuer unterliegen, der aber wenigstens Gewinne macht und Erträge ausschüttet.

Bei diesem Modefonds bleibt meine Empfehlung daher der Verkauf, denn ich würde ihm angesichts des absolut unterirdischen Managements auch keine großen Potentiale beimessen.

Die Frage einer Falschberatung ist sehr schwer nachzuweisen. EIne Falschberatung liegt ja nicht vor, wenn der Fonds eine schlechte Performance hinlegt, denn das ist das Risiko bei jeder Anlage. Eine Falschberatung liegt nur vor, wenn Risiken verschwiegen oder falsch dargestellt werden bzw. wenn die Beratung nur ein Vorwand ist, um unter Provisionsmaximierung komplexe Müllprodukte zu verkaufen.

Antwort
von obelix,

wenn ich aus deinen Worten deinen Wisssensstand i.S. Börse ableiten darf, dann empfehle ich dir generell, die Finger von solchen Anlagen zu lassen oder in kompetente Hände zu geben. Hier jedoch würde ich den Verantwortlichen an den Verlusten beteiligen, sonst wird er dich über's Ohr hauen.

Antwort
von althaus,

Frag doch den Berater, der Dir den Mist verkauft hat.

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