Frage von erichmeier, 967

Darf Wand, die Nachbar zu mir hin errichtet hat, überstrichen oder bearbeitet werden?

Mein Nachbar hat ohne mich zu fragen eine Terrassentrennwand mit 2 m Höhe errichtet. Auf seiner Seite hat er sie natürlich verputzt und gestrichen. Auf meiner Seite sieht sie sehr hässlich aus (überquellender Mörtel in den Fugen, etc.). Muss er die Wand auf meiner Seite ordentlich herrichten (verputzen/streichen)? Darf ich die Wand auf meiner Seite nach meinen Vorstellungen herrichten oder ist hier stets die Zustimmung des Nachbarn erforderlich, d.h. muss ich - wenn er mir die Zustimmung verweigert - stets auf die hässliche unfertige Wand blicken? Welche Möglichkeiten habe ich noch?

Antwort
von LittleArrow, 925

Ich vermute, dass Ihr beide Grundstückseigentümer seid. Hier findest Du vielleicht das in Frage kommende Nachbarschaftsrecht:

http://www.baumarkt.de/nxs/1180///baumarkt/alt/Nachbarschaftsrecht-in-den-Bundes...

Z. B. in NRW müßte man nun festlegen, ob es sich um eine Grenz- oder Nachbarwand oder um den Teil einer Einfriedung handelt. Vielleicht wäre dieses Bauteil zustimmungspflichtig oder sogar mit einer beiderseitigen Kostenbeteiligung zu errichten gewesen. Es könnte auch ein Abriss angedroht werden. Aber dazu muss man auch die lokale Bauordnung und Gerichtsprechung kennen.

Antwort
von Primus, 842

Es geht offenbar um eine Mauer zwischen zwei benachbarten Terrassen, mithin also um eine sog. Einfriedigung.

Ohne Absprache zwischen den Nachbarn geht so etwas meiner Meinung nach gar nicht.

Beschaffenheit, Höhe, Standort, Notwendigkeit der vorherigen Absprache mit dem Nachbarn und Kostentragung ( hälftig ) sind in diesem Falle in dem Nachbarrechtsgesetz Deines Bundeslandes geregelt. Unter Umständen ist aber in Deiner Gemeinde bereits in einer Ortsatzung oder aber im Bebauungsplan geregelt, wie einzufrieden ist. Derartige Vorschriften wären vorrangig. Also vorherige Nachfrage beim Bauamt erforderlich.

Antwort
von billy, 715

Geht es um Miete oder Eigentum ? Bei Mietern hat der Vermieter für gleiche Bedingungen auf beiden Seiten zu sorgen, darüber hinaus wird man im Vorfeld mindestens über die bauliche Veränderung informiert. Bei Eigentum gibt´s bundesweit unterschiedliche Nachbarschaftsgesetze, Bauvorschriften und Verordnungen, aber auch hier wird es bestimmte Informationsverpflichtungen hinsichtlich Kosten und Zustimmung geben.

Antwort
von Juergen010, 619

Lade den "Wandbauer" doch einfach mal zu einer Tasse Bier auf Deine Terasse ein. Sicherlich will er sein "Werk" auch mal von der anderen Seite aus sehen ...;-)

Kommentar von Typderfinanzen ,

Welches Monster trinkt Bier aus Tassen ? Wenn dann schon aus dem Tetrapak

Kommentar von Juergen010 ,

Die Tasse ist nur zur Tarnung ...;-)

Kommentar von blnsteglitz ,

@Typderfinanazen

apropos Tasse... ich erlaube mir die Nachfrage.......

Kommentar von Typderfinanzen ,

NIX

Kommentar von blnsteglitz ,

:-(((((((((

Antwort
von althaus, 643

Als ich mein Haus gekauft habe standen an meiner Gartengrenze 3 Rückansichten unverputze Garagenwände. Das war natürlich ein unding. Daher habe ich den Nachbar gebeten die Rückwände zumindest zu verputzen. Das tat er dann auch. Dann habe ich sie selbst weiss gestrichen. Dagegen hatte er auch nichts. Sprich doch mal mit dem Nachbar. Mit einer Rohbauwand musst Du Dich nicht begnügen. Das läst sich in einem ruhigen Gespräch klären.

Antwort
von Privatier59, 589
Welche Möglichkeiten habe ich noch?

Wir wissen nicht, in welchem Bundesland Du wohnst. Es kann sein, dass sich aus dem jeweiligen Nachbarrechtsgesetz ergibt, wie eine solche Trennwand auszusehen hat. Es wird sich bei einer Grundstückstrennwand -um eine solche handelt es sich nach der Beschreibung ja offenbar- insbesondere die Frage nach der Ortsüblichkeit stellen. Hierzu mal eine Gerichtsentscheidung:

http://www.schweizer.eu/bibliothek/urteile/?id=485&suchworte=

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