Frage von BlueKitty, 62

Darf mein Arbeitgeber von mir verlangen, daß ich Urlaub nehme, um an einer Fortbildung teilzunehmen?

Darf der AG vom AN verlangen, dass dieser Urlaub für eine bezahlt Fortbildung nimmt? Meine Chefin schickt mich auf eine dreitägige Fortbildung, Fr-So, Freitags müsste ich normal arbeiten ohne frei zu haben, Sa und So hätte ich normal frei. Jetzt meinte sie "Ich bezahle die Fortbildung und sie nehmen sich dafür Urlaub" Ist das wirklich rechtens? Und darf ich mir für Sa und So Überstunden aufschreiben?

LG

Antwort
von CharlyMaus, 60

Das kommt auf eure individuelle Abmachung an. Es scheint, als hättet ihr nichts vwirklich festgelegt.

Sind Fortbildungen unmittelbar für die konkrete Arbeit notwendig, beispielsweise bei Einführung neuer Maschinen oder Software im Unternehmen, wird der Arbeitgeber von seinem Weisungsrecht Gebrauch machen und seine Mitarbeiter zu einer entsprechenden Bildungsmaßnahme schicken. Das erfolgt direkt im Rahmen des Arbeitsverhältnisses und hat mit Urlaub oder Freistellung grundsätzlich nichts zu tun. Die Kosten trägt der Arbeitgeber.

Andererseits gibt es Angestellte, die gerne noch mehr freie Zeit für ihre Bildung nutzen wollen, als ihnen in Erholungsurlaub und Bildungsfreistellung möglich ist. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, mit dem Arbeitgeber unabhängig von den gesetzlichen Regelungen eine Freistellung zu vereinbaren. Dabei wird sich das Unternehmen aber regelmäßig nur auf eine unbezahlte Freistellung einlassen.

Antwort
von wfwbinder, 43

Schickt sie Dich auf die Fortbildung? Oder ist es auch Dein Interesse?

Überstunden gibt es m. E. auf keinen Fall, wenn dann Freizeitausgleich.

Den Freitag als Urlaub zu nehmen, wie auch die Frage von Freizeitausgleich für Samstag und Sonntag, richtet sich einfach danach, ob Du geschickt wirst, oder ob es im beiderseitigen Interesse ist.

Wirst Du per dienstlicher Anweisung geschickt, muss der Arbeitgeber alles tragen.

Wenn es ein Vorschlag des Arbeitgebers ist, dann wäre es anders. Dann kannst Du auf das Seminar verzichten.

Antwort
von Kevin1905, 40

Wenn die Fortbildung vom Betrieb angeordnert wird ist sie auch als Arbeitszeit zu werten.

Antwort
von hildefeuer, 31

Sag Deiner Chefin, das Sie die Fortbildung angeordnet hat und dies somit dienstlich veranlasst ist, quasi eine Dienstreise. Biete Ihr an das als bezahltem Bildungsurlaub laufen zu lassen. Auf den Bildungsurlaub hast Du gesetzlichen Anspruch. Wenn Sie das so schluckt brauchst Du nicht nachlegen. Falls nicht, zähle Verpflegungskostenpauschale und km Geld auf.


Kommentar von Zitterbacke ,

Auf den Bildungsurlaub hast Du gesetzlichen Anspruch.

In manchen Bundesländern schon ! Wo ist denn die Firma ???

Ob das Bildungsurlaub ist ???


In Bayern, Sachsen und Thüringen gibt es keine Bildungsurlaubsgesetze. !!! ;-(((

Antwort
von billy, 31

Das käme darauf an was Ihr für die Fortbildung für eine Vereinbarung getroffen habt. Der Freitag wäre der einzige Arbeitstag also auch nur max. einen Tag Urlaub zu nehmen. Das Wochenende ist normalerweise arbeitsfrei also entweder wird die Zeit vergütet oder in Freizeit abgegolten. Welche Kosten fallen noch an, Seminargebühren, Unterbringung und Verpflegung etc. 

Antwort
von Tritur, 30

Über die Rechtslage haben Dir hier schon andere geantwortet. 

Wichtiger sollte Dir aber sein, dass Fortbildungsmaßnahmen vor allem in Deinem Interesse liegen. Entweder bist Du in Deiner Arbeit noch nicht gut genug oder man möchte Dich auf Aufgaben vorbereiten, welche höhere Anforderungen stellen und dann auch höher bezahlt werden.

Die Weigerung, an einer vom Arbeitgeber bezahlten Fortbildung teilzunehmen, wäre so ziemlich das dümmste was man machen könnte.   

Antwort
von Zitterbacke, 26

Wenn du dahin mußt , zahlt Chefin !!

Wenn es dein Wille ist , dann du . Oder mußt halt verzichten !

Es gibt auch Kompromisse , die werden ausgehandelt .

Auch mit den Überstunden.

 Gruß Z... . 

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