Frage von Brumel70,

Darf mein Arbeitgeber mein Bruttogehalt kürzen weil sich meine Steuerklasse von1 auf 3 geändert hat

Hallo!! Ich habe da mal ein dringendes Anliegen. Ich habe Geheiratet und somit hat sich meine Lohnsteuer klasse von1auf 3 geändert. Mit der Steuerklasse 1 hatte ich immer ein Bruttogehalt von 2,267 Euro =1500 netto. Mit der neuen klasse Ein Bruttogehalt von 1,919 Euro=1500 Netto. Mein Arbeitgeber sagt das es zu Gunsten der Fima wer das er mir das Gehalt gekürzt hat. Aber wo bleiben denn dann meine Vorteile ?? Dar er das einfach so machen? Wie kann ich da gegen angehen?

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Antwort
von Snooopy155,

Gehaltskürzungen darf er nur mit Zustimmung eines Betriebsrates - falls vorhanden - oder durch Aussprechen einer Änderungskündigung durchführen. Wobei eine Steuerklassenänderung wohl von keinem Arbeitsgericht für eine gehaltskürzung anerkannt wird.

Gegenfrage - hätte er Dir auch Dein Gehalt gekürzt, wenn Du Dir Freibeträge hättest eintragen lassen? Bekommst Du dann automatisch wieder eine Gehaltserhöhung, wenn Du die Steuerkalsse IV bekommst?

Wenn er sich bei einem sachlichen Gespäch uneinsichtig zeigt von diesem Ansinnen abzulassen, dann bleibt Dir nur übrig, den Klageweg zu beschreiten.

Antwort
von gandalf94305,

Ist das ein öffentlicher Arbeitgeber oder einer, der dem öffentlichen Dienst gleichgestellt ist (z.B. Fraunhofer)?

Betrachte Deine Gehaltsabrechnung mal genau. Woraus setzt sich das Bruttogehalt zusammen? Gibt es hier womöglich den Wegfall eines Zuschlags, um die Doppelzahlung an Dich und Deine Frau zu vermeiden?

Ansonsten: das ist natürlich Nonsense. Die Steuerklasse darf keinen Einfluss auf das Bruttogehalt haben.

Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo, hier kannst du einmal selbst kontrollieren : http://www.brutto-netto-rechner.info/gehalt/gehaltsrechner-arbeitgeber.php K.

Antwort
von SBerater,

hast du denn einen Vertrag, der dir ein Nettogehalt garantiert? Vermutlich nicht. Was dein Arbeitgeber macht, ist Quatsch. Den würde ich klar darauf hinweisen, dass er das SOFORT zu ändern hat. Du kannst natürlich auch die Steuerklasse ändern auf die V, dann müsste er nach seiner Logik das Bruttogehalt auch anpassen, dass wieder 1.500 netto rauskommen - dieses mal in deinem Sinne.

Antwort
von qtbasket,

Ein Arbeitgeber darf ein Bruttogehalt nicht kürzen, schon gar nicht, weil der Arbeitnehmer seine Steuerklasse verändert hat.

Entscheidend sind dein Arbeitsvertrag !!! und ein eventuell geltender Tarifvertrag.

Wie kann ich da gegen angehen?

Zunächst solltest du dich arbeitsrechtlich ausführlich beraten lassen, das macht entweder ein fachlich versierter Anwalt, gegen Gebühr natürlich, oder die Gewerkschaft . Diese erwartet natürlich, dass du Mitglied wirst. Aber das ist in deinem Fall sehr zu empfehlen, weil du vermutlich beim Arbeitsgericht eine Klage einreichen musst. Arbeitgeber mit dieser Dreistigkeit sind nämlich grundsätzlich in lernfähig - da muss man sich als Arbeitnehmer alle erkämpfen.

Tja, und wenn dir das alles zu kompliziert sein sollte und du nicht nachgeben möchtest, dann solltest du dir schnellstens einen neuen Arbeitgeber suchen (du könntest sogar deinem Abeitgeber eine fristlose Kündigung aussprechen...)

Antwort
von Awando,

Dein Arbeitgeber steht entweder kurz vor der Pleite oder erscheint mir mehr als dreist. Wenn die Angaben so korrekt sind, kann man wohl an seiner Seriösität zweifeln.

Antwort
von robinek,

Dein vereinbartes, zu bezahlendes Gehalt hat den AG , was die Steuerklasse anbelangt nur bei der Abführung Deiner Lohn- oder Einkommensteuer zu interessieren

Antwort
von barmer,

Natürlich nicht. Was hast Du denn für einen Arbeitsvertrag ? Gibt es eine Nettolohnzusage ?

Dann ändere die Steuerklasse auf 5.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von gammoncrack ,

DH! Oder 6!

:-))))

Kommentar von Awando ,

Genau, dann gibt es sogar mehr als vorher.

Antwort
von FREDL2,

Deine Schilderung lässt nur eine einzige Mutmassung zu - nämlich, dass Du eine Nettolohnvereinbarung hast. Das ist ausserhalb des Sportbereichs zwar unüblich, aber machbar.

Ist das nicht der Fall, wäre das AG-Verhalten vermutlich rechtswidrig.

Antwort
von gammoncrack,

Wenn das stimmt:

Dein Arbeitgeber ist ein Scherzkeks!

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