Frage von monikarla, 203

Darf man als Hartz4-Emfpänger eine gewisse Wohnungsgröße nicht überschreiten?

Gibt es eine Quadratmeterobergrenze, die man als Harzt4-Empfänger ncicht überschreiten darf? Denn eine große Wohnung muss nicht unbedingt teurer sein, als eine kleine.

Antwort
von Gaenseliesel, 203

Hallo, das kommt immer auf deinen Bearbeiter an. Der eine kann denken und der andere hält sich stur an die Dienstvorschrift.

Wenn die Wohnung größer ist aber billiger als eine Dir zustehende Wohnung, so ist laut Gesetz die kostengünstigere Wohnung zu nehmen.

Also , wenn die größere Wohnung samt Nebenkosten günstiger ist als die kleinere, sollte auch die größere Wohnung genehmigt werden können.

Es gab schon Fälle , in welchen ALG 2 Empfänger in eine kleinere aber teurere Wohnung ziehen mussten, weil der Fallmanager bei der Kosten - Nutzen - Berechnung, die amtlichen Scheuklappen nicht abgelegt hatte.

K.

Antwort
von VirtualSelf, 174

Darf man als Hartz4-Emfpänger eine gewisse Wohnungsgröße nicht überschreiten?

Nein, es existieren zwar bestimmte Angemessenheitskriterien

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentli...

diese legen jedoch nur fest, ab welcher Größe auf eine Angemessenheitsprüfung verzichtet werden kann.

Über ZUlässigkeit einer Verwertungsforderung sagen die nicht das Geringste aus; eine solche Forderung darf nur nach Abwägung sämtlicher individueller Umstände getroffen werden.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Inanspruchnahme von Arbeitslosengeld II nach der Intention des Gesetzgebers in aller Regel vorübergehender Natur ist, lassen die Ausführungen des BSG Abweichungen zu. Dementsprechend ist es nicht vertretbar, in der überwiegenden Anzahl der Fälle die Verwertung einer selbstgenutzten Immobilie zu verlangen. Nur wenn die selbstgenutzte Im-mobilie deutlich zu groß (unangemessen) ist, kommt daher eine Berücksichtigung als Vermögen in Betracht.

Quelle: ebenda

Antwort
von Rentenfrau, 168

Hallo monikarla, für einen Single gilt die Grenze von 45 - 50 qm, solltest Du körperlich behindert (z. B. Rollstuhlfarerin) sein, dann dürfte die Wohnung größer sein. Wenn Du eine größere Wohnung hättest, die vom Mietpreis her angemessen wäre, dann wäre das zwar von der Kaltmiete her ok, ABER Du bekommst die Heizkosten und Nebenkosten nur, wie sie in einer Wohnung von 45/50 qm anfallen würden.

Antwort
von Primus, 137

Hier kannst Du einiges über die Wohnungsgröße bei ALG II erfahren:

http://www.gegen-hartz.de/hartz-iv-wohnung/index.html

Antwort
von Privatier59, 120

Quadratmeterobergrenze, die man als Harzt4-Empfänger ncicht überschreiten darf?

Bei mehr als 2 qm muß man beim Hemdenkauf in die Zeltabteilung!

Und was die Wohnung betrifft: Die Bestimmungen sind regional unterschiedlich. Meist gilt als angemessene Größe für die von einer Person bewohnte Wohnung eine Obergrenze von 45qm, bei 2 Personen eine von 60qm. Es sind Abweichungen im Einzelfall zwar möglich. Nach meiner Erfahrung muß man dafür aber schon enorm "bohren". Es wird anscheinend ungern von dieser Grenze abgewichen.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Bei mehr als 2 qm muß man beim Hemdenkauf in die Zeltabteilung! ....lol !!! K.

Antwort
von HartzEngel, 128

Die Kosten für ANGEMESSENE Wohnungskosten werden vom Jobcenter übernommen, Angemessenheit bei Größe und Mietpreis. Größe bei Singles 45 - 50 qm, bei dann pro Person 15 qm mehr. Bei Behinderten (z. B. Rollstuhlfahrer) können die qm mehr sein.

Antwort
von cyracus, 129

Um Anhaltspunkte zu bekommen, google mit

harald thome richtlinien

Wenn der von Dir gesuchte Ort nicht aufgelistet ist, dann klick einen in der Nähe an (muss im selben Bundesland liegen).

So wie Gaenseliesel schreibt, gibt es vernünftige und unvernünftige beziehungsweise wissende und unwissende Sachbearbeiter bei den Jobcentern. - Von einem vollkommen bekloppten wird hier berichtet:

Hartz IV: Jobcenter verweigert Umzug

Hartz IV-Bezieherin darf nicht in angemessene Wohnung umziehen

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-jobcenter-verweigert-...

Da kann man echt nur mit dem Kopf schütteln.

Die Betroffene wird sich also auf einen langen Klageweg begeben müssen (falls sie mit einer Eil-Entscheidung des Gerichts nicht durchkommt), wird gewinnen, die Anwalts- und Gerichtskosten muss das Jobcenter zahlen, was ja letztlich unser aller Steuergelder sind, die so verschwendet werden.

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