Frage von Nicole573, 32

Darf ich dazu VERDIENEN oder nicht?

Ich Lebe in Zweiter Ehe. Meine Tochter 22j aus Erster Ehe Lebt von Arge. Nun meine Frage : Ich lebe vom einkommen meines Mannes 40.000 Brutto im Jahr. Da wir zwei gemeinsame Kinder haben 2 u. 6j .Nun möchte ich auf 160 Euro Basis Putzen gehen. Darf die Arge mir dieses Geld weg nehmen? Da meine Tochter ja von dort Geld bezieht

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Antwort
von Gaenseliesel, 15

Hallo Nicole,

grundsätzlich........du darfst sogar mehr als 160,- Euro hinzuverdienen !

Es ist nur so, dass die ersten 100,- Euro ( Freibetrag) nicht auf die Grundsicherung angerechnet wird, die du dann zusätzlich zum Hartz4 behalten darfst.

Verdienst du aber mehr, so staffeln sich die Freibeträge je nach Einkommenshöhe: z.B. bei einem Einkommen zwischen 100,01 € und 1.000,- € werden 20 % davon auf dein Hartz4 Bezug angerechnet bzw. verrechnet.

Kommentar von NasiGoreng ,

Wenn ich Nicole richtig verstanden habe, bekommt nicht sie Hartz4, sondern ihre Tochter aus erster Ehe. Darf die Arge, das Geld, welches sich Nicole hinzuverdient von der Staatsknete für die Tochter ganz oder teilweise abziehen???

Kommentar von Gaenseliesel ,

au wei, hier wird's knifflig, da bin ich dann wohl mal raus !  :-((  

Brille putzen ! ! !  DANKE NasiGoreng !

versuchen wir es dennoch: bekannt ist, der Gesetzgeber geht davon aus, dass in der Bedarfsgemeinschaft untereinander Unterhalt geleistet wird. Somit wird nicht nur das Einkommen des Antragstellers berücksichtigt, sondern das gesamte Einkommen in der Bedarfsgemeinschaft, dies wiederum zu erheblichen Leistungskürzungen führt. Zur dieser Bedarfsgemeinschaft gehört auch ein im Haushalt lebendes unverheiratetes Kind unter 25 Jahre (auch die des Partners)

Aber !!!!!  es ist gesetzlich so, wenn nun ein Kind unter 25 Jahren seinen Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen oder Vermögen abdecken kann, gehört es nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft. 

Desweiteren darf in diesem Fall das die Freibeträge übersteigende Vermögen des Kindes, nicht bei den Eltern angerechnet und vom Gesamtbedarf abgezogen werden. 

Meine Vermutung diesbezüglich: im umgekehrten Fall( die Eltern können ihren Bedarf selbst decken ) sollte diese Regelung ebenso gelten, so dass die oben fragende Mutter bei ihrem 160,- Euro Job, keine Abzüge zu befürchten haben sollte. 

Eine Auslegung zum Nachteil der berufstätigen Eltern, halte ich somit für unlogisch ! Obwohl, Hartz4 und Logik ......?  


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