Frage von artefakte, 93

darf die heizkostennachzahlung vom sozialamt verweigert werden?

ich wohne seit 27 jahren auf 52qm, 430,- warmmiete. seit dem tod meines lebensgefährten vor 4 jahren alleine, jetzt fordert mich das sozialamt auf, mir eine angemessenere wohnung zu suchen. ich beziehe eine rente wegen erwerbsunfähigkeit etwa 650,- und der rest ist grundsicherung. bin 60% G behindert. ich kann und will nicht ausziehen. außerdem gibt es kaum was günstigeres in der umgebung. in einer 1-zimmerwohnung halte ich das nicht aus ich habe keine angehörigen und die wohnung mit meinen paar habseligkeiten, ist alles was ich habe. was kann ich gegen den bescheid vom amt machen. hoffe auf antwort. m.f.g.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo artefakte,

Schau mal bitte hier:
Grundsicherung Witwenrente

Antwort
von Juergen010, 93

Wenn Du uns sagst, in welchem Ort Du wohnst, kann ich Dir evtl. ein paar hilfreiche Tipps geben. Die Wohnraumbemessungsgrenze, bzw. deren Auslegung ist nämlich defakto von Ort zu Ort anders.

Gibt es für deinen Wohnort einen Mietpreisspiegel? Wenn ja, ermittele ob Deine Wohnung ggf. sogar unter der dortigen Grenze rangiert - dann wird die Verhandlung mit dem Sachbearbeiter einfacher ..;-)

Um dir ein bischen die aufkommende Panik zu nehmen sei noch folgendes angemerkt. Fordert dich die Behörde zum Umzug auf, ist sie auch in der Pflicht etwaige Umzugs- Renovierungs-, Maklerkosten zu übernehmen. Selbst zu leistende Kautionen sind (zumindest darlehnsweise) vom Sozialträger zu tragen.

Rechnet man das gegen die vermeintliche "Ersparnis" bei 5qm zuviel Wohnraum, wird da schnell ein deutliches Minusgeschäft für die Behörde draus.

Kommentar von Juergen010 ,

Nachtrag in Bezug auf die Heizkostennachzahlung:

Sollte der gestellte Antrag auf Übernahme der Heizkostenachzahlung vom Amt abgelehnt werden, ist mit Widerspruch und Klage der Nachzahlungsanspruch in den meisten Fällen durchsetzbar.

Wurden in der Vergangenheit die bisherigen Heizkosten voll übernommen, ist eine Übernahme der Heizkostennachzahlung rechtlich abgesichert, denn andernfalls käme die Ablehnung der Nachzahlungsübernahme einer rückwirkenden Kürzung gleich. Dies ist definitiv nicht zulässig.

Kommentar von artefakte ,

sorry, daß ich mich erst jetzt für die nette antwort bedanke. habe im stgb gesucht und mir brummt der schädel wegen der ausdruckweise. wie du auch erwähntest, wird das in den bundesländern und landkreisen unterschiedlich bearbeitet. ich wohne in schleswig holstein, 24211 preetz, kreis plön.(das ist bei kiel. ursprünglich komme ich aus hessen, raum fulda - aber das tut jetzt nichts zur sache.) vielleicht findest du konkrete zahlen in meinem bemessungsbereich. ich nicht. momentaner stand ist, daß zumindest die warmmieterhöhung im neuen bescheid berücksichtigt wurde. aber er verweist erneut auf das schreiben vom 17.12 2013, indem mir die frist gesetzt wurde... der sozialverband meint, daß ich noch ein attest einreichen soll und ich habe auch eine rechtsschutzversicherung.ob ich die einschalten soll? wäre doch eigentlich das letzte was man tut oder? falls du infos über den kreis plön hast-hier noch ein paar zahlen: 1 person 52qm. warmmiete 432,90, rente 624,60, grundsicherung 319,22 davon muß ich auch noch stadtwerke strom 79,- bezahlen. und versicherungen etc wenn dein angebot noch steht, mir zu helfen würde ich mich über eine antwort freuen fühle mich fast handlungsunfähig und stelle fest, wie gut das doch tut ,hier und da auf hilfsbereite menschen zu treffen...

Kommentar von Juergen010 ,

Sorry, für die späte Antwort.

Tatsächlich habe ich eine Anweisung für Kiel aus 2012 gefunden: http://www.harald-thome.de/media/files/kdu,-ae,-but-rilis/KdU-Kiel---14.12.2012.pdf

Schau dir mal genau Unterpunkt 5 ff. an ...;-)

Antwort
von Primus, 70

Du hast mit dem Merzeichen G leider keine Chance auf eine größere Wohnung als 47 qm. Für 15 qm mehr müsstest Du entweder dauernd mit Krücken oder mit dem Rollstuhl unterwegs sein.

Liegt denn Deine Warmmiete weit über der vorgegebenen Miete in deinem Wohnbezirk? ich habe schon öfter davon gehört, dass 5 qm mehr nicht ausschlaggebend sind, solange die Miete im Soll ist.

Vielleicht solltest Du mal ein Gespräch mit dem Vorgesetzten des Sachbearbeiters führen und Deine Situation schildern.

Viel Hoffnung habe ich zwar nicht, aber wer weiß...... es soll auch noch menschliche Mitarbeiter geben ;-))

Ich wünsche auf jeden Fall viel Glück!

Kommentar von artefakte ,

herzlichen dank für deine schnelle antwort. dies ist mein erstes mal in einem forum. merkwürdig, daß du mir bei den provilbeschreibungen schon positiv aufgefallen warst.. anmerkung zu meiner frage: mein sachbearbeiter ist glaube ich auch der chef vom dienst und nachbarinnen in gleicher wohnsituation. haben nicht so ein schreiben wie ich bekommen. nun muß ich dem auch noch wegen der heizkosten eine mieterhöhung von 30,- vorlegen. mal abwarten, was dann passiert... trotzdem nochmals danke und gute nacht

Kommentar von Primus ,

Solange Du in einer "zu großen" Wohnung wohnst, musst Du die anfallenden Mieterhöhungen selber tragen, da vom Amt nur die besagten 47 qm berechnet werden.

Lass Dich nicht unterbuttern und wenn der Sachbearbeiter auch der Abteilungsleiter ist, so gibt es dann immer noch den Amtsleiter, bei dem Du schriftlich oder mündlich vorsprechen kannst.

Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind und sie zu keinem positiven Ergebnis geführt haben, wirst Du in den sauren Apfel beissen - und Dich nach einer anderen Wohnung umsehen müssen.

Gib alles ;-))

Kommentar von artefakte ,

danke, daß du dich nochmal gemeldet hast. ich versuche mich im stgb schlau zu machen und suche bemessungsgrundlagen. eben gerade fand ich bei der arge, was ja glaube ich mit grundsicherung vergleichbar ist, eine mietobergrenze für eine person: bis 50qm ,bruttokalt 329,50 hie und da steht auch etwas von 10% sicherheitszuschlag. weißt du vielleicht wie man das geltend machen kann? übrigends habe ich noch immer bei der stadt, keinen widerspruch bezüglich des schreibens vom dezember, indem mir die frist von 6 monaten gesetzt wurde, eingereicht.. ich weiß nicht wie ich das formulieren soll. ist das schon zu spät, oder ist da noch was machbar. denn eigentlich habe ich erst jetzt alle betriebskosten und strom-, wasser-, abwasserabrechnungen, mieterhöhung und neuberechnung der grundsicherung mit erinnerung an die fristsetung vorliegen. wäre wirklich nett von dir, wenn du dich noch einmal bei mir einschaltest... liebe grüße

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