Frage von Kandor,

Darf Anwalt die Terminswahrnehmung ungefragt einem Kollegen in der Sozietät überlassen?

Mein Rechtsanwalt arbeitet in einer Sozietät mit anderen Anwälten. Das weiß ich und ich habe auch die Vollmacht, soviel ich noch weiß, mit dem Kanzleistempel der Anwälte unterschrieben. Aber der Rechtsanwalt hat bisher immer meine Schriftsätze geschrieben und ich nur mit ihm telefoniert und nur mit ihm die Sache in der Kanzlei besprochen. Nur zu ihm hatte ich Vertrauen. Die Verhandlung aber nahm zu meiner Überraschung ein anderer Anwalt wahr, der mir nur sagte, dass mein Anwalt nicht kommen könne, weil er zur gleichen Zeit einen Termin in anderer Sache wahrnahm. Ich war sehr enttäuscht und mit dem Vertreter auch nicht zufrieden. Zudem hat das Gericht die Auffassung der Gegenseite vertreten und die Vertretung geschwiegen oder kaum dagegen gehalten. Darf überhaupt mein Anwalt meine Sache einem anderen Anwalt überlassen? Ich könnte ja in diesem Fall auch die Gebühr für die Wahrnehmung des Termins nicht zahlen.

Antwort von demosthenes,
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Mit hoher Wahrscheinlichkeit hattest Du bei Auftragserteilung einen Passus unterschrieben, dass "Dein" Anwalt auch durch jemand anderen vertreten werden kann - das ist heute Standard.

Da wirst Du keine Chance haben, die Zahlung erfolgreich zu verweigern.

Antwort von wfwbinder,
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Die Vollmachten sind im Allgemeinen so gehalten, dass auch ein anderer anwalt aus der Sozietät de Vertretung übernehmen darf, bzw. beinhaltet die Vollmacht auch die Genehmigung diese vollmacht weterzugeben.

Ich sehe da schelchte Chancen. Was sagt den der Anwalt zum Termin? Gab es schon ein Urteil?

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