Frage von kobeila,

Bürgschaft mit Grundschuldeintragung rechtens?

Folgendes Problem besteht: Ich habe vor 10 Jahren für meine Tochter + Schwiegersohn für einen Hauskauf gebürgt. Die Bürgschaft wurde aufs Grundbuch meines mit meinen Kindern zusammen gehörenden Hauses eingetragen. Und zwar waren dies alte Grundbucheinträge von 1978 bis 1984, die nicht mehr belastet waren und diese wurden für eine Bürgschaft über 40 000 DM von der Bank heran genommen. Meine Kinder als Mitbesitzer wurden damals nicht gefragt und die Grundschuld wurde komplett eingetragen und nicht nur auf meinen Anteil des Besitzes. Die Ehe meiner Tochter wurde letztes Jahr geschieden und meine Tochter kann ihren Anteil der Bankschulden nicht bezahlen, (Privatinsolvenz) deshalb hat die Bank meine Bürgschaft heran gezogen. Die Bank möchte, daß ich zusammen mit meinem Ex-Schwiegersohn die restlichen Schulden von 17 000 Euro zurück zahle, ansonsten würde die Bank Zwangsmaßnahmen einleiten. Meine Frage: war die Eintragung der Grundschuld damals auf das komplette Haus rechtens, obwohl die Miteigentümer (zwei volljährige Kinder + ein minderjähriges) weder gefragt noch ihr Einverständnis eingeholt wurde. Welches Rechtsgebiet für Anwälte ist dieser Sachverhalt? Habe ich mit einem entsprechenden Rechtsanwalt Chancen mich gegen die Bank aufgrund fehlenden Einverständnis der Mitbesitzer bei der Grundschuldeintragung, zu wehren?

Antwort
von Franzl0503,

kobella:

Ich darf zusammenfassen:

Tochter und Schwiegersohn nahmen zur Finanzierung des Kaufpreises für ein Hausgrundstück ein Bankdarlehen auf. Der Bank genügte die dingliche und persönliche Sicherheit nicht, weshalb sie die Verbürgung durch dich zur Auflage machte.

Zur Unterlegung der Bürgschaft wurden an die Bank die nicht mehr valutierten (Eigentümer-)Grundschulden abgetreten, die auf deinem und deinen Kindern, eines davon war noch minderjährig, Grundstück lasteten. Richtig?

Für die Abtretung einer Grundschuld bedarf es für den Minderjährigen nicht der Zustimmung des Vormundschaftsgerichts, wenn ein Vormund für den Minderjährigen handelt.

Fazit: Du hast auch für das minderjährige Kind rechtsverbindlich abgetreten; wehren bringt nichts.

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