Frage von studi22,

BU-Versicherung bereits als Student?

ich studiere noch. Und wenn alles gut geht, dann sind es noch ca. 3 Jahre bis ich fertig bin.

Sollte man bereits als Student über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken, wenn man freiberuflichen Tätigkeiten nachgeht? Oder ist das zu früh oder gar sinnlos?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von alfalfa,

Das eine BU Sinn gibt ist glaube ich unstrittig. Kurz zu den Argumenten wie sich eine BU vom " Preis" her kalkuliert:

Folgende Parameter spielen eine Rolle:

  • Eintrittsalter
  • Gesundheitstustand
  • Risikoklasse Deines Berufs
  • Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Versicherers
  • Ausgrenzung der Risiken im Vertrag

Als Student, Jung und gesund (hoffe ich) sprechen die ersten drei Faktoren für Dich. Je früher, desto preiswerter. Da ich als Versicherungsberater nicht vermittle und ich es gut finde, dass Du Dich damit frühzeitig beschäftigst mal ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert:

  • Ungefähr 50 % der Kosten sparst Du, wenn Dein Endalter 60 statt 67 ist
  • Die eingesparten 59% legst Du für die Altersvorsorge auf die Seite
  • ja, eine Dynamik solltest Du abschließen, aber nur wenn du jährlich auch nein sagen kannst, du in der BU trotz x Widerrufen der Dynamik bleibst und auch die Dynamik bei Leistungsfall erhalten bleibt.
  • Bitte nicht BU mit Altersvorsorgevertrag koppeln

So, ab jetzt kostet es ;-)

Breaking News - Nur BU mit sauberen Beratungsprotokoll und Kopie der Patientenakte überreichen - Makler nehmen, denn der haftet ggfs auch, wenn VU nicht zahlt - Der Preis einer BU ist der Bruttobetrag! - Online Abschlüsse sind genauso teuer wie beim Makler - der durchschnittliche Deutsche ist bei den Rhemen intellektuell unauffällig

Fazit: Makler oder Versicherungsberater suchen und "machen". Good Luck!

Kommentar von Candlejack ,

denn der haftet ggfs auch, wenn VU nicht zahlt

andere Berater haften auch für ihre Beratung und bei Äußerungen wie "haftet auch, wenn VU nicht zahlt" wäre ich grundsätzlich seeeeehr vorsichtig.

Der Preis einer BU ist der Bruttobetrag!

Und was ist mit der sofortigen Prämienreduzierung durch Überschüsse ? Die Top 5 der BU haben diese Überschüsse in Jahrzehnten nicht angepaßt, den Nettobeitrag also bisher nie Richtung Brutto gehoben

Online Abschlüsse sind genauso teuer wie beim Makler

Nicht pauschal, das stimmt nicht. Allerdings sind die Onlinetarife oft günstiger kalkuliert...

Kommentar von alfalfa ,

...ich denke die Rechtsstellung bzw. Besonderheiten der verschiedenen Vermittlergruppen dürften, ebenso wie die relevanten Urteile bekannt sein.

Ja, der Preis einer BU ist der Bruttobetrag, der Nettobertrag bzw. Zahlbetrag ergibt sich durch eine Direktgutschrift. Je größer die Differenz, desto optimistischer die Annahmen zu der Entwicklung der Überschüsse. Das wird in den nächsten Jahren sehr interessant, wenn die Niedrigzinsphase weiter andauert. Das in der Vergangenheit nicht so verfahren wurde ist kein Garant für die Zukunft!

Online Abschlüsse bzw solche Produkte sind leistungstechnisch anders konstruiert. BU auf Basis einer LV unterliegen genormten Vorschriften zur Kalkulation Z.B. Sterbetafeln. Identische Produkte (sofern nicht Nettotarife) sind identisch im "Preisniveau" - alles andere wäre eine sehr interessante Auslegung des VAG.

Doch lese selbst: http://www.gesetze-im-internet.de/vag/__11.html

Kommentar von alfalfa ,

...und dann gibt es noch den Paragrafen, so dass eine BU sogar noch über den Bruttopreis steigen kann.

http://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__163.html

Ich bin sehr gespannt, wann die ersten VU bei der Niedrigzinsphase - grade VU mit einer großen Differenz zwischen Brutto- und Nettobetrag - diese Lücke durch Erhöhung der Beiträge anpassen werden.

Deshalb bitte auch darauf achten, dass das VU auf den § 163 VVG verzichtet um im absoluten Worst Case böse Überraschungen zu vermeiden.

Kommentar von alfalfa ,

Nur aus Spass an der Freud: Die Top 1 - Debeka - passt grade für 400000 Verträge ab. So schnell kann es gehen.

Kommentar von Candlejack ,
  1. verstehe ich grad nicht, wer hier für wen passt - ich raffs nicht.
  2. Top 1 die Debeka ? Soll heißen die Beste ? da wüßte ich 10 anderen Anbieter, die ich eher kaufen würde als die Debeka.
Kommentar von alfalfa ,

Ich hab mich auf fehlende Regelungen zu § 163 bezogen und über 400000 Kunden bei dem (mengenmäßigen) Marktführer Debeka erleben das grade. Das war gemeint. Eine BU würde ich ebenfalls nich bei der Debeka einkaufen.

Antwort
von Niklaus,

Ja es ist sinnvoll. die Beiträge sind günstiger je jünger man ist. auch deine Gesundheit wird mit dem älter werden nicht besser.

Beim Abschluss einer BU gibt es leider viele Fallstricke zu beachten. Wichtige Kriterien für die BU sind die Prozessquote der Anerkennung sowie Ausschluss der abstrakten und ggf. der konkreten Verweisung und noch vieles mehr. Ein Laie findet hier nicht durch und geht hier die Gefahr ein große Fehler zu machen oder bei der falsche Versicherung abzuschließen. Deshalb BU- Versicherung nie ohne Versicherungsmakler. Es geht um sehr viel Geld. Was nutzt ein günstiger Beitrag, wenn es an bestimmten Leistungen der Versicherung fehlt. Dann ist Geiz nicht mehr g.e.i.l sondern dumm.

Antwort
von GAFIB,

Eine gute Frage, die viele junge Menschen betrifft. Die Frage ist eindeutig mit "Ja" zu beantworten, es gibt sehr gute Gründe dafür:

  1. Je jünger und gesünder man ist, desto einfacher und günstiger bekommt man eine BUV.

  2. Meist wird der studierte "Zielberuf" bereits bei der Einstufung zugrunde gelegt, d.h. man hat schon eine günstige "Akademiker-Einstufung", obwohl man es noch gar nicht ist. Ein "Bonbon" dabei: Selbst wenn man es gar nicht zum Abschluss schafft, bleibt die einmal gewährte Einstufung erhalten (!).

  3. Ein zweites "Bonbon" ist: Die Tarife steigen mit zunehmendem Lebensalter relativ stark an. Ergebnis: Ob man mit 20 oder mit 27 Jahren einsteigt, der absolute Beitrag über die Laufzeit z.B. bis Alter 65 Jahre bleibt absolut in etwa gleich, d.h. man erhält die ersten (früheren) Jahre quasi kostenlos, weil man den niedrigeren Tarifbetrag lebenslang behält.

  4. Der Beitrag sollte als Student/in um die 1.000 € pro Monat betragen, und eine normale Dynamik einschließen von ca. 3%. Die zusätzliche Nachversicherungsgarantie (Standard) erlaubt eine entsprechende Anpassung bei Gehaltssprüngen etc.

  5. Das oben Gesagte gilt sinngemäß auch für Auszubildende.

http://www.finanzfrage.net/tipp/macht-eine-berufsunfaehigkeitsversicherung-schon...

Kommentar von GAFIB ,
Antwort
von amadeusmozart,

Ob du nun eine tätigkeit während des Studiums hast oder nicht macht es sehr viel Sinn die BU schon während des Studiums abzuschließen, da die Beiträge so oft deutlich geringer sind und du bei vielen Versicherungen sogar noch eine Prämie erhältst. Hol am besten parallel von 3 Versicherern ein Angebot ein und entscheide dich für das beste.

Kommentar von alfalfa ,

Bei welcher Versicherung bekommt man eine Prämie? Sorry...das stimmt nicht,

Kommentar von Candlejack ,

welcher Anbieter bietet eine Prämie ? Und wie soll der Kunde entscheiden, welches Angebot am besten ist ? Wie soll der die Details der Bedingungen kennen und bewerten können ? Dafür gibt es Fachleute !

Antwort
von Candlejack,
  1. Es ist nicht zu früh, denn eine Versicherung, die auf Alter und Gesundheitszustand basiert, kann es nicht zu früh sein ;-)
  2. Es ist nicht sinnlos, denn seit 2001 gibt es keine staatliche BU mehr und inzwischen sehen auch Verbraucherschützer und Finanztest den Sinn ein und empfehlen dringend eine private BU
  3. Als Student hast Du sogar oft noch Studententarife, die (in der Startphase) besonders günstig sind, falls Du oder Deine Eltern Dir das gar nicht leisten können.
Antwort
von barmer,

Ja, aber nicht wegen der freiberuflichen Tätigkeit während es Studiums (oder hast Du Dich mißverständlich ausgedrückt ?).

Sondern, um den heutigen Gesundheitszustand zu konservieren. Hier kommt es aber sehr auf die Details für die spätere Umwandlung an (während des Studiums ist i.d.R.nur eine Erwerbsunfähigkeit versichert).

Viel Glück

Barmer

Kommentar von Candlejack ,

während des Studiums ist i.d.R.nur eine Erwerbsunfähigkeit versichert

Das stimmt bei aktuellen Tarifen schon seit Jahren nicht mehr ! Bleibt bitte am Ball, wenn ihr fachliche Aussagen macht !

Antwort
von Power100,

Ja natürlich - da je jünger, desto günstiger, und gesünder - und wenn man mal eine Vorerkrankung hat, gibt es oft keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr - deshalb rate ich oft schon Schülern, die Berufsunfähgkeitsversicherung zu machen, und z.B bei meinem Sohn war das gut so, denn inzwischen gibt es Unfälle und Vorerkrankungen, so dass er heute keine Absicherung mehr bekommen würde. Also, so früh wie möglich!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community