Frage von kolumna,

Bringt eine Heirat 2013 zwangsläufig Steuerrückzahlung ?

Meine Freundin hat im September geheiratet und jetzt eine Reise gebucht für nächstes Jahr, weil sie der festen Meinung ist, das gibt zwangsläufig Steuern retour. Ist das wirklich generell so zu sagen, beide waren vorher ledig -er verdient netto 3000 Euro Sie 1800 Euro.

Hilfreichste Antwort von gandalf94305,
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Durch die Wahl der passenden Steuerklassen dürfte sich in 2013 etwas ändern, jedoch nicht viel. Mit dem relativ niedrigen Einkommen von 1.800 EUR p.m. fallen ohnehin wenig Steuern an, d.h. die Differenz wäre wahrscheinlich bei ein paar Hundert Euro festzustellen.

Wenn Kapitalanlagen bestehen und ein Freistellungsauftrag immer ausgeschöpft wurde, während der andere überhaupt nicht benötigt wurde, dann kann das noch bis zu 801 EUR mehr an Ertrag liefern.

Es ist jedoch illusorisch zu glauben, daß bei einem Gesamteinkommen von 51.600 EUR Jahresfamilieneinkommen und vielleicht 8.000 EUR gezahlten Steuern eine derart signifikante Ersparnis herauskommen wird, daß man nun nur noch die Hälfte der Steuern zahlt.

Einen einfachen Rechner findest Du beispielsweise hier: https://www.nettolohn.de/rechner/splitting-veranlagung-steuer/ergebnis.html

Antwort von wfwbinder,
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Für Zwangsläufig gibt es einen spezielle Ausdruck: Nymphomanie.

Das hat nichts mit Einkommensteuer zu tun.

Mit aller Vorsicht:

Ehemann, 36.000,- Brutto im Jahr. Stuerabzug LSt-Abzug 5.575,- (bitttte prüfen 465 mtl.) Soli 306 (25,50 mtl.), Ehefrau 21.600,- Jahresbrutto Lst Abzug 2026,- (ca. 167,- LSt) Soli 111,- (ca. 9,- mtl.).

Daraus würde bei Zusammenveranlagung eine Rückzahlung von ca. 184,- Euro resultieren.

Nicht gerade die Grundlage für einen Urlaub auf den Seychellen.

Kommentar von Primus,

Für Zwangsläufig gibt es einen spezielle Ausdruck: Nymphomanie

Pruust....

Kommentar von freelance,

ich hatte auch erst Bruttowerte vermutet, aber es sind 36.000 Euro netto p.a. Und wie soll man da rechnen?

Kommentar von wfwbinder,

man brauhct nur 2-3 eingaben und hat es, bzw. mit einem Nettolohnrechner.

3.000,- netto sind ca. 5.230,- brutto, 1217,58 LSt, 66,96 Soli.

1.800,- netto sind ca. 2800 Brutto, 410,66 LSt und 22,58 Soli.

und schon sind wir bei 830,- Erstattung. reicht schon für einen Wochenendtrippnach Paris oder London, ohne Taschengeld.

Antwort von qtbasket,
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  • zwangsläufig Steuerrückzahlung ?

Nein, so funktioniert das nicht.

Die Steuervorteile für Eheleute, das Ehegattensplitting in den Steuerklassen III/V oder IV/IV kann man bekommen, indem man für 2013 im Jahr 2014 eine Einkommensteuererklärung abgibt. Da ja in diesem Jahr beide nach der Steuerklasse 1 besteuert wurden, kann man also mit einer Steuerrückzahlung rechnen, zumindest unter für Steuerbürger normalen Einkommensverhältnissen.

Bei diesem Unterschied im Einkommen empfiehlt sich für 2014 die Steuerklassenwahl III/V zu wählen.

Es gibt dazu auch Rechner im Netz :

http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/einkommensteuer-rechner.htm

Antwort von Rat2010,
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Ich denke mal,dass die beiden mit netto 4.800 € im Monat nicht auf eine Steuerrückzahlung zu warten brauchen, um sich einen Urlaub leisten zu können.

Ich denke also, dass die Freundin ein Problem damit hat, dass sie den teuren Urlaub einfach so (vom Weihnachchtsgeld, Urlaubsgeld oder Bonus) machen und dir irgendwas erzählt.

Die Steuererstattngwird sich dagegen im unteren vierstelligen Rahmen (um die 2.000 €) bewegen, ohne jetzt nachgeschaut zu haben, was angesichts der mauen Daten auch schwer möglich ist.

Antwort von barmer,
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Ja, das stimmt,

wenn die Einkommensverhältnisse so unterschiedlich sind und beide normal Lohnsteuer abgeführt haben.

Ob das für eine Reise reicht und ob das überhaupt die richtige Strategie ist, Geld auszugeben, das man noch nicht hat, ist eine andere Frage.

Viel Glück trotzdem

Barmer

Kommentar von vulkanismus,

Nein, das stimmt nicht, weil keine Gründe für eine Steuererstattung zu sehen sind (keine Spur von Werbungskosten, Sonderausgaben usw.).

Antwort von Kevin1905,

Netto ist nicht besonders interessant, weißt du.

Wenn die Einkommen der Ehegatten relativ weit auseinander liegen, so entsteht durch die Zusammenveranlagung (Ehegattensplitting) und aufgrund des progressiven Einkommensteuertarifs eine geringe Steuerlast.

Häufig wählen Ehepaare in der Konstellation die Steuerklassen-Kombination III/V in dem (Irr)glauben, allein dadurch weniger Steuern zu zahlen. Die böse Rechnung kommt bei der verpflichtend zu erstellenden Einkommensteuererklärung. Oft war der Lohnsteuerabzug des Ehegatten in der Klasse III zu gering und wird nicht durch den prozentual höheren Abzug des Ehegatten in Klasse V kompensiert. ==> Nachzahlung!!

Haben beide Ehegatten ungefähr gleiches Einkommen, ändert sich nicht viel.

Fragwürdig finde ich die Vorgehensweise Geld auszugeben, welches man noch nicht eingenommen hat.

Antwort von freelance,

bei der Angabe von Nettobezügen ist es noch schwieriger zu rechnen als bei Bruttoangaben.

Man kann vermuten, dass es zu einer Rückerstattung kommen kann, aber wenn man die Zahlen nicht genau kennt, wenn man nicht weiss, ob die beiden sofort nach der Heirat ihre Steuerklassen geändert haben, ist keine Aussage möglich.

Man kann darauf hoffen, dass es eine Rückzahlung gibt, aber a) ob dem wirklich so ist und b) wie hoch sie dann sein würde, kann man bei den Angaben nicht sagen.

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