Frage von borisb,

Braucht man auch in der privaten Krankenversicherung eine Auslandskrankenversicherung?

Braucht man auch als privat Versicherter eine extra Krankenversicherung fürs Ausland oder ist das nur bei der GVK nötig?

Antwort
von RHWWW,

Hallo,

stimmt es, dass die Auslands-KV geleistete Zahlungen von der regulären PKV des Erkrankten zurückholt?

Bei der Vielzahl der privaten Auslandsreisekrankenversicherungen ist vieles möglich.Bei Personen in der GKV kommt es manchmal vor, dass die Auslandsreise-KV später Ansprüche bei der gesetzlichen Krankenkasse anmeldet (mit Abtretungserklärung des Versicherten). Warum sollte die Auslandsreise-KV bei PKV-Versicherten anders verfahren? Maßgebend sind aber immer die Versicherungsbedingungen der Auslandsreise-KV.

Gruß

RHW

Antwort
von GeorgeAvard,

Nein in der Regel kannst du die Rechnungen aus dem (EU) Ausland dann einfach bei deiner privaten Krankenversicherung einreichen ohne weitere Probleme. Im nicht EU Ausland macht es Sinn eine zusätzliche Versicherung abzuschließen wenn du länger als 1 Monat bleibst.

Kommentar von barmer ,

Hallo, mit der EU hat das gar nichts zu tun. Es zählt mind. das geographische Europa.

Antwort
von verfi,

in der regel schließt die private Krankenversicherungen auch das Nicht-EU-Ausland mit ein. Ob und in welchem Rahmen muss den Vertragsbedingungen entnommen werden. Und wie schon von Vorschreibern erwähnt ist die Dauer des Auslandsaufenthalts entscheidend

Antwort
von alfalfa,

Das beliebte Thema "Weltgeltung" bei der PKV. Genau hier unterscheiden sich die verschiedenen Policen. Dabei sind folgende Punkte relevant:

  • Geografischer Geltungsbereich (also welche Länder, EU ist nicht gleich EWR etc)
  • Dauer des Versicherungsschutzes (mind. einen Monat gem MB KK oder mehr)
  • Höhe des Deckungsschutzes (in Höhe der inländischen Leistung, gekoppelt an GOA etc.)
  • Deckelungen (z.B. maximal ausländisches Niveau)

Das ist von PKV zu PKV unterschiedlich. Grade in Hochpreis Ländern (medizinisch betrachtet) wie USA, Japan, Schweiz kann das zu empfindlichen Leistungslücken führen. Ebenso ist bei den wenigsten PKV ein Rücktransport enthalten. Auch ist zu beachten, dass man nicht einfach in das Ausland fliegen kann, um sich behandeln zu lassen.

Das die Auslands KV mit der PKV nach dem Subsidaritätsprinzip abrechnet, ist ein Ammenmärchen. Grade um die "Rückerstattung" zu retten und nicht die PKV (trotzDeckung) zu belasten ist ein starkes Pro Argument für eine Auslands KV.

Für einen Jahresbeitrag von 20€ für die gesamte Familie ist das eine fast Muss Absicherung und nur jedem wärmstens zu empfehlen.

Das Thema Weltgeltung hat es in sich und auch gestandene Vermittler haben bei der Thematik durchaus ihre Schwierigkeiten.

(Das gilt für Privataudenthalte und Urlaube, berufliche Entsendungen etc. werden wiederum anders abgedeckt, insbesonders wenn der Wohnsitz ins Ausland verlegt wird. Da greift auch nicht die PKV. Doch das führt jetzt zu weit...)

Antwort
von Privatier59,

Private Krankenversicherungen bieten keineswegs automatisch weltweiten Schutz. Oftmals ist nur Schutz für Aufenthalte in Europa vorgesehen. Alles darüber hinaus gehende muß separat vereinbart werden. Als Alternative bietet sich die gesonderte Auslandskrankenversicherung an. Man sollte m.a.W. unbedingt in die Versicherungsbedingungen schauen.

Kommentar von mig112 ,

Ähem, laut den KV-Musterbedingungen schon...:

"Der Versicherungsschutz für die private Krankenversicherung erstreckt sich gemäß der Musterbedingungen MB/ KK auf Deutschland, Europa und für einen Monat auch auf das außereuropäische Ausland."

Wäre doch doof, wenn im Urlaub ein Sturz auf der türkischen Alanya-Festung mit anschließendem Krankentransport und ambulantem Eingriff nicht in der PKV abgedeckt sein würde...

Antwort
von Rentenfrau,

Meine private Krankenversicherung zahlt auch in Europa, aber maximal einen Monat, wenn ich mich dort länger oder außerhalb Europa aufhalte, brauche ich einen anderen Schutz. Da das Thema aber sehr wichtig ist (ein Beinbruch mit Komplikationen kann einen "arm" machen) rate ich Dir, frage bei Deiner Krankenversicherung genau danach.

Antwort
von gammoncrack,

Die private Krankenversicherung gilt auch im Ausland, allerdings im Regelfall mit folgender Einschränkung:

Außerhalb Europas nur bis zu einer Dauer von einem Monat.

Bei einem Daueraufenthalt innerhalb Europas sollte man aber mir der Versicherung sprechen.

Kommentar von FREDL2 ,

@gammoncrack: stimmt es, dass die Auslands-KV geleistete Zahlungen von der regulären PKV des Erkrankten zurückholt?

Mir wurde das erzählt von einem, dem das passiert sein soll. Er war sehr erbost wegen seiner damit dahingegangenen Beitragsrückerstattung.

Kommentar von gammoncrack ,

Ehrlich gesagt: Keine Ahnung.

Aber wenn dem so ist, wäre es ja eine Art von Teilungsabkommen zwischen den beiden Versicherern. Es besteht im Prinzip ja eine Doppelversicherung.

Wenn es sich um ein Teilungsabkommen handelt - ich kenne das aus den früheren Zeiten der Autoversicherung, da erfolgte keine SFR-Belastung - dann dürfte das eigentlich keinerlei Auswirkung auf die Beitragsrückerstattung haben.

Aber es handelt sich hierbei nur um eine Vermutung meinerseits.

Kommentar von FREDL2 ,

@gammoncrack: mig sagt nein und ich werde mir den Erzähler der Geschichte noch einmal vorknöpfen.

Ich fürchte, support-Jürgen rüffelt uns gleich, weil wir so eine Art chat veranstalten.

Kommentar von gammoncrack ,

dann richte ich mich mal nach dem Gold, nicht nach dem Silber...

Antwort
von mig112,

Die Antwort auf deine Frage ist ein klares Nein! Man muß sie nicht separat abschließen,

Allerdings SOLLTE man das in Form einer ca. 25 EUR-Jahrespolice für die ganze Familie tun:

  • Erstens ist dann die ganze Bande versichert :-)

  • Zeitens gibt es keine Selbstbeteiligung wie sie in der PKV üblich ist.

  • Drittens ist der Versicherungsschutz für Rücktransport besser definiert und deutlich höher. und

  • Letztens gefährdest du mit einer einzigen Auslandsrechnung nicht deine in der PKV übliche Beitragsrückerstattung!

Kommentar von FREDL2 ,

@mig112: sorry, ich hab Deine Antwort erst nach meinem Kommentar an gammoncrack gelesen.

Kommentar von mig112 ,

Die Auslandsreisekrankenpolice deckt gegen Prämie ein versichertes Risiko. Sie arbeitet NICHT nach dem Prinzip der Subsidärhaftung (erst die anderen, dann wir...).

Zahnzusatz würde z. B. subsidär leisten: Erst die GKV, dann die Ergänzung; wenn GKV Leistung verweigert, dann volle (oder gar keine) Leistung.

Kommentar von FREDL2 ,

@mig112: danke. Dann war die mir erzählte Geschichte sowas wie die Tarantel in der Yuccapalme.

Kommentar von mig112 ,

Ooooch - gabs die garnicht!? Und die Vogelspinne in der Bananenstaude?? Das Spinnennest unter der Kopfhaut...!???

Kommentar von FREDL2 ,

@mig112: vielleicht doch, aber es wurde über die Auslands-KV abgerechnet. Dann erfährt der Makler nix. Wo Licht ist, ist auch Schatten....;-))

Kommentar von barmer ,

Hallo,

das stimmt, solange es sich um eine vllwertige AR-KV eines ordentlichen PKV-Unternehmens handelt.

Bei AR-Versicherungen von Sachversicherungen (ja, die dürfen das auch, insbesondere die großen Reiseversicherer wie Europäische oder Schutzbriefe) sind Subsidiärklauseln üblich ! Und auch bei den Anhängseln zu Kreditkarten wird das oft gemacht, auch von PKV-Unternehmen !

Kommentar von Rentenfrau ,

Hi mig112, also bei mir sind Reisen nach Europa schon versichert....bin da wohl besonders gut versichert.

Kommentar von barmer ,

Europageltung unbegrenzt ist der Minimalstandard ! (nicht im Basistarif)

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