Frage von lohepudel, 47

Brauchen wir in 20 Jahren so eine Art bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland?

Wie ist eure Einschätzung dazu? Wie immer man das genau ausgestalten würde....

Viele fürchten sich ja bereits um ihre Arbeitsplätze, die vielleicht einmal von Maschinen und Robotern übernommen werden könnten. Man könnte sicherlich bereits heute jeden vierten Arbeitsplatz wegrationalisieren, wenn man es genauer betrachtet. Gerade in den Verwaltungen und in der Produktion.

Antwort
von Snooopy155, 30
Nein

Es wäre viel wichtiger, es würde jeder wählen gehen und wir hätten dann kompetente Politiker die der Wirtschaft und der Globalisierung Ihre Grenzen aufzeigen zum Wohle des Bürgers. Es ist nicht ausreichend immer nur die Symtome zu behandeln sondern durch die richtige Weichenstellung die Fehlentwicklung der Globalisierung zu stoppen..

Antwort
von Gaenseliesel, 3
Ja

Wenn dies richtig konzipiert wird – damit ein menschenwürdiges Leben für alle erreicht und die soziale Ungleichheit nicht noch weiter verschärft wird, dann JA ! 

Je länger ich über diese Frage nachdenke meine ich, letztlich bringt ein bedingungsloses Grundeinkommen eher Vorteile als Nachteile. 

Es geht doch nur um ein menschenwürdiges  G r u n d e i n k o m m e n,  gedacht für die Schwächsten der Gesellschaft. Ein höherer Lebensstandard erfordert nach wie vor Eigeninitiative. 

Ja....ich wäre dafür ! 

Antwort
von Rat2010, 23
Nein

Wenn man sich die Entwicklung der letzten 20 Jahre anschaut, ist viel automatisiert worden. In den 20 Jahren davor auch und ich glaube angesichts von in Zukunft steigender Rentner- und kleiner werdender Zahlen von Menschen, die arbeiten können nicht, dass in Zukunft irgendwas Richtung abnehmender Beschäftigung Dynamik gewinnt.

Dazu kommt aus meiner Sicht, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen zu einer Fehlallokierung von Menschen führen würde. Wandern heute junge Menschen auf der Suche nach Arbeit ab, hätten sie es dann nicht oder weniger nötig.

Ein Wegfall oder eine Minderung des Preises für Arbeit kann sich unsere Gesellschaft aus meiner Sicht auf Dauer nicht leisten.

Antwort
von nafta, 28
Nein

Dieselben Bedenken hatte man zu Beginn der industriellen Revolution. Weggefallen sind vor allem "Scheissjobs" - oder würdest Du in einer Weberei arbeiten wollen? Die Jobs werden sich eben neu verteilen. Dennoch gebe ich recht: Immer weniger Menschen werden immer mehr Leistung bringen können. Das ist heute in der Agrarwirtschaft zu sehen und führt zu Perversionen wie dem Milchpreis. Mit anderen Worten werden über Subventionen ineffiziente Betriebe/Märkte am Leben gehalten. Das Problem ist eher die Besteuerung von Einkünften, Vermögen und Kapitalerträgen. Ein Grundeinkommen kann aus Anreizsicht keine Lösung sein, ist dennoch aber eine Gestaltungsmöglichkeit diesem Konstrukt.

Kommentar von LittleArrow ,

oder würdest Du in einer Weberei arbeiten wollen?

Ich würde dort gerne Schicht- oder Werksleiter sein:-)

Antwort
von Finanzschlumpf, 36
Nein

Der "Bedarf" an bedingslosem Grundeinkommen ergibt sich ja nicht aus sozialer Befürfdigkeit. Das kann Hartz4 doch genauso gut leisten, eben nicht so effizient.

Es stellt quasi die Frage, ob es sinnvoll ist, wenn eh schon viele durch Maschnen und Roboter ersetzt wurden, auch noch die Verwalter bei den Job-Centern zusätzlich auf die Strasse zu setzen ... :-)

Die Grundfrage, nämlich wie man die aberwitzige Zahl von arbeitslosen ernähren soll oder ob wir nicht ökonomische Euthanasie einführen sollten, ist vom Grundeinkommen nicht tangiert.

 

Antwort
von billy, 27
Nein

Nein das wäre nach meiner Überzeugung das verkehrteste was man tun könnte. 

Die Menschen brauchen eine Beschäftigung, eine Aufgabe und das lebenslange Lernen, sonst würden sie geistig verkümmern, Kreativität würde abtrainiert, kurz gesagt der Mensch würde sich zurück entwickeln. 

Auch wenn sich der Arbeitsmarkt durch Maschinen und Roboter wandelt, wird es in Zukunft genügend Beschäftigung geben. 

80 - 90 % aller Menschen werden in 20 Jahren in Berufen arbeiten die es heute noch garnicht gibt. 

Antwort
von LittleArrow, 27
Nein

Ohne Bedingungen (z. B. Alter, Wohnortabhängigkeit) wird das nicht funktionieren, also ist der Begriff schon Nonsense.

Die Schwarzarbeit würde aufblühen.

Antwort
von betroffen, 17
Nein

Ich bin ja so froh, dass die "Lebensleistungsrente" vom Tisch ist.

(Vor allem, da sie das Gegenteil von Lebensleistung versorgt hätte)

Antwort
von DoPrinz, 6
Ja

weil es Sinn macht und Menschen Freiräume schafft sich selbst am Schopf aus dem Dreck zu ziehen. 

Es würden mehr Existenzen gegründet und kleine Unternehmer könnten risikofreudiger und innovativer sein.

Antwort
von NasiGoreng, 10

Nein!

Ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) wie es sich der Herr Götz Werner, Oberdrogist bei DM, und andere Einfaltspinsel sich so vorstellen, wird es nie geben. 1.500 EUR monatlich, für jeden, ohne Arbeitszwang, ohne Bedürfnisprüfung und von der Geburt bis zum Sterbebett, muss ja von irgendwem bezahlt werden.

Es ist Unfinanzierbar:

Gesamt- Bruttoaufwand p.a.: 1.500 x12 x 82 Mio =          1.476 Mrd.EUR

./. 70% des Haushalt des Ministeriums für Arbeit u. Soziales -   91 

./. ges. Renten soweit nicht über 1.500 €                                - 225    

./. Kindergeld                                                                            -  35   

bleibt noch zufinanzieren                                                       1.125 Mrd. EUR

Das aktuelle AufkommenMehrwertsteuer beträgt bei 19%:      212 Mrd. EUR

Um bei gleichbleibenden UST-pflichtigen Umsätzen          1.145 Mrd. EUR zu erzielen, müsste der MWSt-Satz von 19% auf über 100% erhöht werden.

Gleichbleibende oder gar steigende UST-pflichtige Umsätze sind aber bei sich verdoppelnden Preisen und einer tendenziell schrumpfenden Wirtschaftstätigkeit keinesfalls zu erwarten.  

 Andere Probleme des BGE:

  1. Sinken der Arbeitsmotivation, Ausbreitung einer Innovationsfeindlichen Rentnermentalität
  2. Arbeitskräftemangel für unangenehme und schlecht bezahlte Arbeitsplätze.
  3. Leistungsfeindliches Umverteilungssystem führt zur Auswanderung der Leistungsträger und der Wohlhabenden.
  4. Unbeherrschbare Einwanderung bedürftiger Ausländer in das deutsche Sozialsystem
  5. Wohnsitznahme in Grenznähe zum billigen Einkauf im Ausland
  6. Das BGE  ermöglicht den Arbeitgebern, die Löhne zu senken. (Deshalb will Werner das)
  7. Wegfall des Kündigungsschutzes, da gefeuerte Arbeitnehmer in ein weniger tiefes Loch fallen.
  8. Die Zahl der Faulenzer wächst enorm. Der Wohlstand einer Gesellschaft kommt aber von Arbeit. Das Volkseinkommen sinkt.
  9. Es wird eine riesige und freiheitsfeindliche Bürokratie erforderlich, um die Grenzen zu überwachen und um Missbrauch zu verhindern, wie z.B. Verpfändung des BGE zur Aufnahme eines Kredits oder Veruntreuung der Kinder-BGE durch verantwortungslose Eltern.
  10. Die Personalkosten des überflüssigen Ministerien für Arbeit u. Soziales können nur teilweise eingespart werden, da Beamte unkündbar sind.

 

Antwort
von Juergen010, 25
Ja

Bevor man antwortet, sollte man sich diesen, m.E. sehr objektiven Artikel bei Wikipedia durchlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen

Kommentar von Gaenseliesel ,

Ich hätte nicht gedacht, dass unser Forumsmitglied ( althaus) so vielseitig aktiv ist  !  :-))

" ..... dasSolidarische Bürgergeld (Althaus-Modell),[5].........." 


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