Frage von kaeffchen, 12

Bleiben die Beiträge gleich, wenn man jung ist und gleich BU abschießt?

Bleiben die Beiträge für eine Berufsunfähingkeitsversicherung gleich, wenn man sie als junger Mensch abschließt?

Antwort
von Primus, 11

Wenn ich richtig informiert bin, wird sich Bei der BU Versicherung der Beitrag nur erhöhen, wenn auch die Leistungen angepasst werden.

Es soll aber vorkommen, dass gerade junge Leute mit niedrigen Beiträgen gelockt werden um dann die Beiträge plötzlich in die Höhe schnellen zu lassen.

Also beim Abschluss gut aufpassen und diesen lieber mit einem seriösen Versicherungsmakler besprechen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Kommentar von LittleArrow ,
junge Leute mit niedrigen Beiträgen gelockt werden um dann die Beiträge plötzlich in die Höhe schnellen zu lassen.

Dies ist bei einer "Beitragstreppenstufe" der Fall: während der Ausbildungszeit (es gibt auch wenig Verdienst) ist der Beitrag günstig und springt dann nach 5 Jahren (der Verdienst ist dann hoffentlich erheblich höher) hoch.

Die Verdienstbegründung ist eine Sache, eine andere, ob mit den niedrigen Beiträgen für Azubis diese nicht zu einem Abschluss "geködert" werden. Letzteres könnte man so negativ sehen. Aber dem Azubi wird ein rechnerischer Vergleich zwischen Treppentarif und Normaltarif kaum möglich sein.

Antwort
von Kevin1905, 11
Bleiben die Beiträge für eine Berufsunfähingkeitsversicherung gleich, wenn man sie als junger Mensch abschließt?

Es kann niemand garantieren, wie sich die Überschüsse der Versicherer in den nächsten Jahren entwickeln.

Auch machst du keine Angaben zu der Überschussverwendung (Verrechnung mit dem Beitrag, verzinsliche Ansammlung, etc.).

Es gibt bei Risikopolicen immer einen Tarifbeitrag und einen zu zahlenden Beitrag.

Eine altersbedingte Steigerung findet nicht statt. Die Dynamik ist eine andere Thematik.

Kommentar von GAFIB ,

Eine altersbedingte Steigerung findet nicht statt. Die Dynamik ist eine andere Thematik.

Ja, das ist es m.E. auch, was den Fragesteller primär interessiert. Der ursprünglich abgesicherte Betrag wird nicht altersbedingt erhöht. Die Erhöhungsbeiträge (Dynamik) steigen aber im Beitrag an mit zunehmendem Alter.

Die Überschuss-Problematik bedeutet übrigens, dass man auf einen möglichst geringen Unterschiedsbetrag zwischen Netto-/Zahlbetrag und Bruttobeitrag achten sollte, denn bis zum Bruttobetrag dürfen die Versicherer leicht erhöhen.

Die Vermittlungsprovisionen werden übrigens nach dem Bruttobetrag berechnet, das sollte man noch wissen zur Einschätzung der Lage.

Antwort
von Sobeyda, 11

Im Prinzip ja.

Beiträge für die BU werden so kalkuliert, dass sie nicht wegen des Älterwerdens steigen. Bei der BU ist es jedoch üblich, als Überschussverwendung die Beitragsverrechnung zu wählen. Das bedeutet, dass die Überschüsse sofort zur Beitragssenkung verwendet werden. Zahlen tut man nur den Nettobeitrag also den eigentlichen Beitrag abzüglich der Überschüsse.

Überschüsse können sich jedoch ändern und damit auch der Beitrag, den Du zahlst. Dabei spielt das derzeitige Zinsumfeld in der BU keine Rolle, sondern es handelt sich um Risikoüberschüsse. Die Versicherung nimmt an, dass ihre Versicherten sehr häufig invalide werden und weil sie aber weiss, dass das gar nicht stimmt, gibt sie einen Teil des Beitrags wieder an die Versicherten zurück.

Nun kann es aber schon passieren, dass die Leute tatsächlich vermehrt invalide werden, dann kann sie nicht mehr soviele Risikoüberschüsse zurück geben, folglich steigt der Beitrag, den Du zahlst.

Naja, und dann gibt es noch Tarife, wo am Anfang des Vertrags nur einen Bruchteil des eigentlich erforderlichen Beitrags zahlt und wo die Beiträge planmäßig steigen. Diese Tarife sind speziell für junge Leute und führen regelmäßig zu Frust bei den Versicherten wenn der Beitrag sich nach ein paar Jahren verdoppelt.

Und wenn Du eine Dynamikvereinbarung hast, steigt der Beitrag natürlich auch, aber der Erhöhung kannst Du ja widersprechen. Obwohl ich bei der BU die Dynamik durchaus für sinnvoll halte.

Antwort
von Niklaus, 7

Prinzipiell ja. aber bei den meisten Versicherungen gibt es einen Netto - und einen Bruttobeitrag. Jede Versicherung erwirtschaftet in der Regel einen Gewinn. Auch eine Risikoversicherung. Die Gewinne gehören aber zum großen Teil den Versicherten. Also muss die Versicherung diese Gewinne seinen Versicherungsnehmern wieder auszahlen. Das macht sie in dem sie die Gewinne gleich mit dem Beitrag verrechnet. Der Bruttobeitrag ist als der Beitrag ohne Gewinn und der Nettobeitrag der Beitrag mit bereits verechnetem Gewinn. Natürlich kann ein Versicherungsunternehmen den Gewinn nicht garantieren. Wenn der Gewinn schlechter wir, darf sie deshalb den Beitrag bis maximal auf den Bruttobeitrag erhöhen. Es gibt mittlerweile eine sehr gute BU-Versicherung, die nur einen garantierten Beitrag bis Laufzeitende hat.

Beitragsänderungen können auch entstehen durch ein regelmäßige Dynamik. Das ist eine Erhöhung der Leistung als Inflationsausgleich.

Antwort
von jack90, 7

kommt drauf an, ob du eine mit Dynamik oder eine ohne Dynamik nimmst. Dynamik bedeutet, dass der Beitrag jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz steigt (kannst du i.d.R. selbst auswählen), z.B. 5%

Diese 5% werden in den meisten Fällen um die Überschussanteile der Versicherung reduziert (Gewinn der Versicherung) > bedeutet, dass du 5% nicht am Beitrag merkst, diese aber eingezahlt werden. Du merkst dann z.B. nur 2,5%

Beispiel: 30€ monatlicher Beitrag 5% Dynamik > wäre nach dem ersten Jahr eine Steigerung von 1,5€, also eigentlich 31,50€. Durch die Überschüsse zahlst du dann aber z.B. nur 30,75€/ Monat.

Dynamik ist in meinen Augen sinnvoll durch die Inflation. Du legst ja z.B. fest, dass wenn du berufsunfähig wirst, du 1000€/Monat bekommst, aber in 20/30 Jahren sind diese 1000€ deutlich weniger wert und du bist dann doch nicht richtig abgesichert. Durch die Dynamik erhöhen sich diese 1000€/Monat.

Du kannst aber auch eine BU ohne Dynamik abschließen. Da Versicherungen am Anfang einer Versicherung hohe Gebühren verlangen ist es ratsam die Dynamik einzubauen. Beispiel: Nach 10 Jahren einzahlen merkst du, dass dir die 1000€/Monat zu wenig sind und musst eine zweite BU abschließen oder die derzeitige gegen eien Gebühr erhöhen und zahlst erneut die Abschlusskosten!!

Kommentar von jack90 ,

was bei der BU noch wichtig ist: achte darauf, dass die Versicherung auf eine Verweisbarkeit verzichtet!!! Das ist eins der wichtigsten Kriterien beim Abschluss!!!

Wenn eine Verweisbarkeit gegeben ist sieht es so aus: Du bist z.B. Maurer und hast dann Probleme mit dem schweren heben etc., dann darf die Versicherung sagen, dass du doch lieber als Empfang in einem Hotel oder sowas arbeiten musst, weil du da ja nichts schwer heben musst. Dann zahlen sie dir nämlich nichts, sondern erst, wenn das z.B. auch nicht mehr geht!!

Kommentar von Niklaus ,
Verweisbarkeit verzichtet!!! Das ist eins der wichtigsten Kriterien beim Abschluss

Die heutigen Tarife haben dieses Klausel nicht mehr.

Kommentar von Sobeyda ,

Bei den Dynamik-Erhöhungen werden auch mit jeder Erhöhung Abschlusskosten auf den neu hinzu kommenden Beitrag fällig. Der Vorteil ist hier, dass keine erneute Gesundheitsprüfung durchgeführt wird, was nach 10 Jahren der Fall wäre und zu einer Ablehnung führen könnte.

Antwort
von barmer, 4

ja, solange man die Leistungen nicht erhöht (was aber sinnvoll sein kann).

Es gibt aber auch Einsteigerprodukte, z.B. für Studenten, bei denen eine spätere Beitragserhöhung z.B. für den Eintritt in den Beruf von vornherein feststeht.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von mig112, 4

Solange die versicherte Leistung gleich bleibt, kann man davon ausgehen, dass sich auch die Beiträge nicht ändern.

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