Frage von herrnielson, 2.167

Bisher Firmenwagen und langjähriger Autofahrer - nun Privatauto - Auswirkung auf SFR

Hallo, wenn man bisher einen Firmenwagen gefahren hat - kann man sich den damit einen besseren Schadensfreiheitsrabatt sichern. Wirkt sich das auf die Einstufung aus. Es kann ja nicht sein, dass man als Führerscheinanfänger eingestuft wird, oder?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gammoncrack, 2.167

Ich hatte hierzu einmal einen Tipp eingestellt:

http://www.finanzfrage.net/tipp/schadenfreiheitsrabatt-nach-rueckgabe-des-firmen...

Dieser Tipp hilft Dir natürlich nicht weiter, wenn Du jetzt (erstmalig) einen Privatwagen zulässt.

Es gibt die Möglichkeit, dass der AG den SFR des Firmenwagens im Rahmen einer Abtretung mitgibt - eher die Ausnahme, da er für einen Nachfolger mit Firmenwagen dann nicht mehr auf diesen SFR zurückgreifen kann.

Ob der Versicherer, bei dem das Firmenfahrzeug versichert war, über eine Kulanzentscheidung eine Sonder-SF-Klasse zugesteht, muss man klären. Das machen manche. Kritisch wird es, wenn der AG die Fahrzeuge in einem Rahmenvertrag versichert hat, bei dem keine Einzeldokumentierung erfolgt. Dann kann kein Bezug zu Schäden und Fahrzeug hergestellt werden, bzw. nur mir erheblichem manuellem Aufwand des Versicherers.

Eine Bescheinigung des AG "Unser Mitarbeiter ist 20 Jahre schadenfrei mit seinem Firmenwagen gefahren" wird kaum akzeptiert, da man nicht feststellen kann, ob es sich um eine Gefälligkeitsbescheinigung handelt.

Ich bin allerdings sicher, wenn Du über Deinen Vermittler/Makler mit Deinem Versicherer (sonstige Privatverträge) sprichst, wird man Dir eine Lösung anbieten, die aber sicherlich nicht "18 schadenfreie Jahre" ist, auch wenn Du sie tatsächlich erfahren hast.

Antwort
von gandalf94305, 1.734

Dieses Problem hatte ich auch, denn ein eigenes Auto (mit eigener Versicherung) hatte ich nur in USA, dann Dienstwagen.

Die Lösung bestand darin, bei der Versicherungsgesellschaft, die auch die Dienstwagen versichert, eine Versicherung abzuschließen, da sie die Vorzeiten anerkannte. Es gab daher keine Einstufung als Fahranfänger.

Gelingt dies nicht, dann wirst Du wirklich als jemand ohne Vorversicherungen mit entsprechender Historie als Anfänger eingestuft.

Antwort
von SBerater, 1.477

Es kann ja nicht sein, dass man als Führerscheinanfänger eingestuft wird, oder?

doch, das kann und wird so sein. Es ist weniger die Frage, ob oder wieviel Jahre man Fahrpraxis hat, sondern, ob man einen bestehenden Vertrag hat oder nicht. Wenn du einen Dienstwagen hast und die Versicherung läuft auf den Arbeitgeber, dieser gibt den Vertrag nicht frei, dann bekommst du einen Neuvertrag. Und dann wirst du entsprechend eingestuft. Das ist dann wie bei einem Fahranfänger bzw. sehr nahe an den Konditionen.

Es mag sein, dass eine Versicherung hier kulanter ist. Das ist zu verhandeln. Aber oft beisst man auf Granit.

Das Problem hat man auch, wenn man einen 2. Vertrag abschliesst. Dann wird man hier auch meist eingestuft wie ein Fahranfänger, wenn man keine Kulanzregelung findet. Auch hier kommt es zu einem Neuvertrag. Damit hat man das gleiche Problem.


Mögliche Lösung: verhandle mit dem Arbeitgeber und der Versicherung, dass du den Vertrag des Dienstwagens übernehmen kannst, wenn du die Firma verlassen solltest.

Antwort
von Scrooge, 1.343

Ein ähnliches Problem hatte ich - erst auf Quote 35 % heruntergearbeitet, dann 11 Jahre einen Firmenwagen gefahren. Laut der Autoversicherung hätte ich maximal 7 Jahre "draußen" sein dürfen, dann hätte ich wieder bei den 35 % einsteigen können. Nur mit vielen guten Worten, Hinweis auf die ganzen anderen Versicherungen, die ich dort hatte, sowie rein auf Goodwill konnte ich dann bei 60 % wieder einsteigen. Ansonsten: ja, man wird hoch eingestuft.

Kommentar von gammoncrack ,

Ansonsten: ja, man wird hoch eingestuft.

Alles richtig, was Du schreibst, aber hochgestuft wird man nicht. Weil eben zum Hochstufen nichts mehr da ist.

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