Frage von melekmelek, 18

Bin nicht vorsteuerabzugsberechtigt

Ich besitze ein Gemälde eines Künstlers, das ich an eine Galerie verkaufen möchte. Diese zeigt großes Interesse, ich soll jedoch 19% Mwst. zahlen. Da ich jedoch keine Unternehmerin bin,sondern eine sog. Privatperson, meine ich, keine Steuer zahlen zu müssen. Das Bild befindet sich seit mehr als 15 Jahren in meinem Besitz und ich handle nicht mit Kunst.

Über jede kompetente Antwort freue ich mich sehr.

Danke, melekmelek

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Antwort
von Kevin1905, 17

Die Umsatzsteuer zahlt immer der Endverbraucher.

Vorsteuerabzugsberechtigt sind nur Relegunternehmer.

Wenn du natürlich so schlau bist die USt. auf der Rechnung auszuweisen, musst du sie auch abführen.

Kommentar von melekmelek ,

Ganz richtig!

Antwort
von wfwbinder, 15

1. Du bist keine Unternehmerin und wirst daher keine Umsatzsteuer für den Kaufpreis ausweisen und abführen.

2. Ob und in welcher Form bei diesem Verkauf Umsatzsteuer anfällt, kommt auf die Vertragsgestaltung an.

3. Fall 1: Du verkaufst an den Galeristen (ohne Umsatzsteuer), der verkauft dann an einen Kunden, natürlich mit Umsatzsteuer.

4. Fall 2: Das Bild hängt in der Galerie und wird in Deinem Namen und auf Deine Rechnung verkauft. Kein Umsatzsteuer auf den Kaufpreis. Aber die Galerie berechnet Dir eine Provision für den Verkauf mit Umsatzsteuer.

Kommentar von wfwbinder ,

Wenn die Berechnung Deines Galeristen so ist, wie Du es im Kommentar zu Privatier geschrieben hast, dann möchte er Dich übers Ohr hauen, oder er ist dumm, bzw. hat einen schlechten StB.

Er brächte nur zu rechnen:

Verkaufspreis z. B. 10.000,- - Provision 3.570,- (inkl. Steuer) = Auskehrung an Dich 6.430,-. fertig.

Er macht den Fehler im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu verkaufen und muss daher auf den gesamten Kaufpreis Steuer zahlen. Er kauft von Dir, anstatt in Deinem Namen zu verkaufen und nur seine Provision zu versteuern.

Kommentar von melekmelek ,

Vielen Dank, so habe ich es auch verstanden.

Nachdem ich es ihm genau wie Du vorgerechnet hatte, wollte er auf meine Konditionen! nicht eingehen und ist von seinem "Angebot" zurückgetreten.                                                                                            

Er ist mit Sicherheit nicht dumm,  dachte aber wohl, eine Dumme gefunden zu haben. Er hat seine Rechnung aufgestellt, da habe ich sofort  gedacht, dass er mich übers Ohr hauen möchte.

Antwort
von Privatier59, 11

Da hast Du vermutlich was mißverstanden: Nicht der Verkäufer, sondern der Käufer zahlt die MWSt und das auch nur, wenn der Verkäufer zum Ausweis der MWSt verpflichtet ist.

Kommentar von melekmelek ,

Danke für die schnelle Antwort !

Der Galerist hat mir den Brutto- Preis genannt, hat die 19% Mwst. abgezogen, hat davon dann seine 30% Vermittlungsprovision abgezogen und der Rest sollte dann an mich gehen. Ich frage mich, wo wäre die  Mwst. denn gelandet?

 Habe ich das wirklich falsch verstanden?

Kommentar von Mikkey ,

Wenn der Käufer eine Provision dafür verlangt, dass er das Gemälde kauft, ist da mehr im Busch als die MWSt. Suche Dir einen anderen Käufer.

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