Frage von FrauSchaaf,

Bin ich überversichert?

Hallo,

aufgrund der Vielzahl meiner Versicherungen bin ich aktuell stark verunsichert, ob ich zu viele Verträge habe.

Zu meiner Person: ich bin 30 Jahre, weiblich, keine Kinder (aktuell), in Festanstellung und lebe in einer Partnerschaft /gemeinsamer Haushalt).

Zu meinen Verträgen:

  1. Berufsunfähigkeit
  2. Haftpflicht (gemeinsamer Vertrag mit Partner)
  3. Hausrat
  4. fondsgebundene Lebensversicherung (seit 2003 bestehend)
  5. private Rentenversicherung (seit 2004 bestehend)
  6. Unfallversicherung
  7. Todesschutz aus früherer BU (ich wechselte den Träger, mir wurde aber die Übernahme empfohlen, unter 4 € monatlich)

Gesamt bringe ich ca 185 € auf, wobei mehr als 40 Prozent die BU ausmacht

Antwort
von betroffen,

Das ist schon alles okay so.

185,- € im Monat ist zwar viel, aber die KLV und die PRV sind ja im dem Sinne keine Risikoversicherungen, sondern in erster Linie Sparverträge für die Zukunft - also Altersvorsorge. Somit könnte man 185,- € dann wenig nennen.

Da die Dinger schon 9 bzw. 10 Jahre laufen haben sie aber auch schon einen Wert erreicht. Das beruhigt! Gut finde ich auch, dass du keine Riesterrente abgeschlossen hast!

Alles Gute! b

Antwort
von consteind,

Hallo, 185€ ist schon straff. Wer 2000€ verdient, für den ist das z.B. wenig?! Die BU mit 80 € ist natürlich von der Absicherungshöhe und deinem Beruf abhändig. ODER ist es eine mit "Beitragsrückgewähr" bzw. Anlage der Überschüsse? Dann würde ich das bei guter Gesundheit überdenken wollen. Deine Haftpflicht, Hausrat und Unfall ist vom Preis her ok, nur die Leistuingen dazu kann ich nicht einschätzen. Immer mal aller 5 Jahre überprüfen, ob es für die gleiche Absicherung was besseres gibt. Risikolebensversicherung 100.000€ kosten für dich NR ca. 80€ und Raucher 180 € im Jahr und die 4 €???

Deine Rentenversicherung bringt ca. 4% Überschusszins. Mit Betrachtung der Inflation(2-2,5% p.a.) und der Kosten(Garantien, Verwaltung bleiben 1-1,5% Nettorendite. Hier verdient nur noch die Versicherung! Steuerfrei?! Ich versteuere lieber 100.000€ als 50.000 € nicht zu versteuern.

Die Fondslebensversicherung hat einen Todesfallschutz, der dir Geld kostet. Überprüfe den Vertrag in dem du deine jährlichen Kontoauszüge vergleichst. Dabei den Beitrag und die Wertentwicklung der Fonds einrechnen. Dann siehst du ungefähr ob der Vertrag noch Kosten hat. Die Fondsanlage ist auf jedem Fall besser als die Rentenversicherung. Mit einer guten Beobachtung und Betreuung der Fonds sollte hier 6-8% p.a., Wertentwicklung der Fonds auf über10 Jahr realistisch sein. Du bist auf keinem Fall überversichert, aber hinterfragen und unterschiedliche Betrachtungen anhören ist immer zu empfehlen. Versicherungsmakler sollten dafür eine gute Adresse sein. Viel Glück! consteind

Antwort
von Kevin1905,

Kenne die Zahlen nicht, die du für welche Leistung bezahlst, daher kann ich dir keine genaue Antwort geben,

aber

Die Versicherungen die du aufzählst sind allesamt sinnvoll. BUV ist eben nicht günstig, sichert ja auch die komplette Existenz ab.

Die 4 und 5 würde ich stehen lassen, da hier noch das alte Recht gilt. Bessere Konditionen gibt es heute nicht mehr.

Antwort
von Niklaus,

Mit so einer Frage geht man zu einem Versicherungsmakler. Der macht einen kostenlosen Versicherungscheck und dann weißt was du brauchst oder nicht. Gerade bei den beiden Altersvorsorgeprodukten, wird heute nach anderen Maßstäben entschieden ob diese in dass eigene Altersvorsorgekonzept passen oder nicht.

Antwort
von Candlejack,

Eine Analyse besteht immer aus SOLL, IST und der Anpassung. Ich sehe hier Dein IST, soll mir aber anscheinend das SOLL aus den wenigen Angaben zusammenreimen. Das funktioniert nicht wirklich. Versuchen kann man es ja mal:

  • BU: wichtig
  • Haftpflicht: wichtig und vorhanden
  • Hausrat: oft sinnvoll, hängt von Euch ab
  • fondgebundene Leben: eine der besten Arten, muss man aber das Konzept anschauen, was es bringt und was die Fondsanlage in 10 Jahren gebracht hat.
  • private Rente: wieso noch eine weitere ?
  • Unfall: der i-Punkt auf der BU, aber nicht existentiell
  • Todesfall: sinnvoll, wenn Deinem Partner durch Deinen Verlust finanzielle Nachteile entstehen (Halbtags, Kosten, Kredite...)

  • mögliche Förderungen beantragt ?

  • welche Anlagen für Reserven und Vermögensaufbau ?
  • geht das Leben mit 70% Gehalt weiter oder ist ein Krankentagegeld sinnvoll
  • ist de Ertrag aus beiden Altersvorsorgen hoch genug, um die Einkommenskürzungen ab der Rente inkl. möglicher Gehaltssteigerungen und Inflation auszugleichen ?
  • wurde bereits über Pflegekosten gesprochen bzw. reicht die persönliche Vorsorge später aus oder muss dort gehandelt werden ?

...

kommt eben was zusammen bei einer richtigen Analyse und Beratung :-)

Antwort
von ThiloS,

Du solltest zuerst einmal die tatsächlichen Existenzrisiken absichern. Das sind die, bei denen Dich ein Schaden aufgrund der Kosten direkt in der Existenz bedrohen würde. Derer sind es drei:

  • Haftpflichtversicherung
  • Unfallversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung

Bei Schäden in diesen Segmenten wäre unter Umständen direkt Deine Existenz bedroht, da Du weder Umfang noch Ausmaß eines Schadens hier abschätzen kannst.

Die Hausratversicherung wäre zu überdenken, hier kannst Du einen Schaden sehr wohl kostenmäßig abschätzen, schlimmstenfalls bist Du im Schadenfall dann auf Schenkungen von Verwandten und Straßensammlungen etc. angewiesen.

Die beiden Lebens- und Rentenversicherungen sind noch steuerfrei, die Rentenversicherung hat dazu auch noch einen im Vergleich hohen Rechnungszins. Es könnte aber interessant sein (ist ein Rechenexempel), wenn Du einen der beiden Verträge in eine "betriebliche Altersversorgung" umwandelst, sofern der Arbeitgeber mitspielt.

Der Todesfallschutz der 4,- € Police dürfte sich im vierstelligen Bereich abspielen und damit tatsächlich sinnlos sein. Wenn Du eine Familie abzusichern hast, so solltest DU hier nach anderen Absicherungsalternativen suchen.

Kommentar von FrauSchaaf ,

Herzlichen Dank für deine Antwort!

die BU, Haftpflicht und auch UnfallV bleiben auch definitiv bestehen. (wenn auch Laie - bin ich mir absolut bewusst, dass v.a. BU & Haftpflicht sehr wichtig sind) Fraglich sind für mich genau die beiden von dir genannten: fondsgeb. LV & priv. RV. also müssen tatsächlich beide sein? Hintergrund ist, dass ich die RV damals noch abschloss, eben weil die Steuerfreiheit da noch bestand. Die LV schloss ich ursprünglich ab bzw. vodergründig um "etwas aus dem Topf" nehmen zu können bei Fälligkeit eines studienfinanzierenden Kredites, welches sich aber nun mehr erledigt hat.

Die Hausrat möchte ich eigentlich bestehen lassen, da wir im vergangenen Jahr umgezogen sind und sämtliche Möbel, technischen Geräte etc. neu gekauft haben..

der Todesfallschutz umfasst 10.000 € und ist gedacht als Polster für meine Familie.

Kommentar von ThiloS ,

"Sein müssen" tun weder die Renten- noch die fondsgebundene Lebensversicherung. Ob Du beide oder nur eine von beiden still legst oder kündigst, hängt von Deiner Risikoneigung, Deinem Portemonnaie, etwas Mathematik und davon ab, was Du sonst noch zur Altersversorgung getan hast.

Eine "Risikolebensversicherung" mit 10.000,- € reicht als "Polster" (nach Abzug der Beerdigungskosten in Höhe von 3.000,- €) bei einer Entnahme von 1.000,- € monatlich noch 7 Monate aus. Ob das sinnvoll ist, musst Du selbst entscheiden. Als Faustregel für einen Todesfallbedarf solltest Du den monatlich finanziellen Verlust bei Ableben mit einer Laufzeit bis zum ca. 20sten Lebensjahr des jüngsten Kindes kombinieren. Denn Dein Partner braucht eventuell eine Kinderbetreuung, wenn er selbst berufstätig ist.

Oder Du hast einen "Plan B" ("die Kinder gehen zur Oma, alles schick")...

Kommentar von gammoncrack ,

... schlimmstenfalls bist Du im Schadenfall dann auf Schenkungen von Verwandten und Straßensammlungen etc. angewiesen.

:-))

Antwort
von barmer,

Hallo,

ist m.E. nicht zuviel. 185 EUR im Monat ist in bezug aufs Alter eher wenig. Lass Dir auch die alten Lebensversicherungen nicht abschwatzen.

Rechtsschutz und Zahnzusatz sind Geschmacksache.

Antwort
von althaus,

Ich finde eine Unfallversciherung nicht unbedingt für notwendig. Wobei das in der monatlichen Belastung nicht viel auswirken wird. Denke max. 10,- Euro/Monat, daher kann man das auch lassen. Den Rest würde ich beibehalten. Braucht man bei einer Partnerschaft denn zwei Hausratversicherungen?

Kommentar von FrauSchaaf ,

Hallo,

Danke für die schnelle Antwort!

der monatl. Beitrag für die UnfallV ist ca. 14 €.

bezüglich der HausratsV: da haben wir nur eine (ich als Versicherungsnehmerin), da ich alleinig im Mietvertag stehe Einrichtungsbesitzerin bin.

Antwort
von gammoncrack,

Solche Fragen sind immer schwierig zu beantworten, weil das eigene Sicherheits- und Versorgungsbedürfnis, bzw. der Versorgungsbedarf eine große Rolle spielt.

Sage ich nun zu Dir "Schmeiß mal die Hausratversicherung raus" und morgen brennt alles ab, sagst Du (sofern Du nicht auch in der Wohnung warst) zu Recht: "Schlechter Tipp gewesen".

Es ist einfacher und sicherer zu sagen: "Nimm das noch mit rein", statt, "Nimm das mal ruhig raus".

Antwort
von robinek,

Hinzu kommt /kommen noch die Kfz.- Versicherung/en! Würde das Thema mit Fachleuten (Versicherungsmaklern o.ä.) besprechen. Hatte durch Gespräche damit Erfolg, dass ich ersten sehr gut beraten wurde und dass bei der einen oder anderen Versicherung Kosteneinsparungen durch Bündelung einiger Versicheungen möglich waren. Alternativ auf die Gespräche habe ich mir dann auch selbst noch Angebote eingeholt!

Kommentar von FrauSchaaf ,

Lieben Dank für deine Antwort!

ich habe seit 11 Jahren einen meiner Meinung nach guten Versicherungsmakler. Bin aber der Meinung, dass man dies durchaus auch einmal objektiv absichern sollte. Zudem der Makler provisionsorientiert arbeitet (was ja auch normal ist - ist ja sein täglich Brot). Aber wie gesagt, es kann nie schaden, auch mal die Dinge zu hinterfragen. und meine Unsicherheit rührt daher, dass ich mir nicht sicher bin, ob eine priv. RV und eine LV notwendig sind - also beides zusammen.

Kommentar von Candlejack ,

Zudem der Makler provisionsorientiert arbeitet

Wie JEDER andere Beruf und Arbeitstätige auch. Nur bei Angestellten rechnet man den Ertrag und die interne Provision aufs Gehalt um und stellt fest, ob sich Mitarbeiter lohnen oder nicht. Wenn nicht - Kündigung. Wer keine Leistung bringt, fliegt heute generell, ob nun Makler oder Fleischer.

Antwort
von Privatier59,

Krankenversichert bist Du also nicht?

Außer der Nummer 4 ist da nichts überflüssig. Die Nummer 5 würde ich heute zwar nicht mehr abschließen, aber den steuerlich begünstigten Alt-Vertrag beibehalten.

Wenn ich da von Monatsbeiträgen von insgesamt (!!!!) 185,-- Euro lese, frage ich mich eher, ob da nicht eine unzureichende Absicherung gegeben ist. Genaues dazu kann man aber nur nach Analyse aller Verträge sagen.

Kommentar von FrauSchaaf ,

vielen Dank für deine Antwort!

natürlich habe ich eine Krankenversicherung. Diese habe ich jedoch nicht mit aufgeführt, da diese selbstverständlich ist und für mich nicht in Frage steht. Meine Beiträge schlüsseln sich wie folgt auf:

monatlich: BU: ca. 80 €; fongsgeb. LV: 45 €; priv. RV: 30 €; UnfallV: 14 €; Todesschutz aus alter BU: ca. 4 €

jährlich (diese hatte ich anteilig bei der monatlichen Belastung eingerechnet): Haftpflicht (inkl. Partner - gekoppelter Vertrag) 80 €; Hausrat: 60 €/ Jahr

Bezüglich der Absicherungen, welche "hinter" den Verträgen stecken, bin ich nicht verunsichert. Vielmehr, ob ich nicht zu viel habe. z.B. priv. RV & fondsgebundene LV.

Kommentar von Candlejack ,
  • BU 80 EUR kommt auf Länge und Beruf an
  • 75 EUR für Rente bestätigt meine obige Frage, ob das ausreicht und ob der Berater auch wirklich schwarz auf weiß Lücke und notwendige Einzahlung berechnet hat.
  • Haftpflicht 80 EUR würde ich nicht bezahlen, aber wegen 13 EUR p.a. mach ich mir da jetzt nicht ins Hemd
  • Hausrat 60 EUR kommt auf Summe und Umfang an, kann durchaus passen, klingt aber nicht nach Einschluß Glas, der bei Ceran sinnvoll ist (wie ich selbst leidlich erfahren musste)

Zu viel hast Du nicht, schon gar nicht bei der Vorsorge, denn die Frage 45 EUR oder 30 EUR stellt sich nicht :-( das wäre zu wenig.

Antwort
von mig112,

Kfz, Rechtschutz und Zahnzussatz sowie Auslandsreisekranken passen noch rein; generell sieht es nicht schlecht aus! Zuviel ist es sicher nicht.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community