Frage von Jockele, 503

Bin Gekündigt worden in der Krankheitszeit keiner möchte zahlen.

Ich wurde in der Probezeit gekündigt trotz bestehender Krankschreibung nun ist es so aber das Arbeitsamt möchte mich auch nicht da ich ja krank bin. Die Krankenkasse möchte auch kein Krankengeld zahlen nun wie soll es weiter gehen...

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von Tina34, 503

Das Problem ist keine lückenlose Krankschreibung und damit kannst du zwar versuchen zu klagen gegen die Krankenkasse, aber das funktioniert in 99% der Fälle nicht. Du wärst verpflichtet gewesen dir an dem Freitag eine Krankmeldung von wem auch immer zu besorgen. Bleibt evtl. nur Harz4

Antwort
von Rentenfrau, 457

Hallo Jockele, die Arbeitsagentur wird nicht zahlen, da Du krank bist und daher dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst, kannst Dich dort sofort nach der Genesung melden (wenn Du noch Alg-I-Anspruch hast), Wenn Du aus einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis erkrankst, müßte eigentlich die Krankenkasse Krankengeld zahlen, erkundige Dich genau (schriftlich, dann kannst Du dagegen vorgehen), warum sie nicht zahlen wollen. Damit Du versichert bist und finanzielle Leistungen erst mal hast, solltest Du Dich dringend beim örtlichen Jobcenter melden und Alg II beantragen.

Antwort
von RHWWW, 386

Hallo,

wann hat die Beschäftigung begonnen?

wann hat die Arbeitsunfähigkeit begonnen?

Wurden die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen immer zeitnah dem Arbeitgeber und der Krankenkasse eingereicht?

Hat der Arbeitgeber vor der Kündigung das Integrationsamt eingeschaltet?

Wann ist das Kündigungsschreiben angekommen?

Zu wann wurde die Kündigung ausgesprochen?

Gruß

RHW

Kommentar von Jockele ,

Ich habe bei der Firma am 21.10 begonnen und tgl. bis 12 Std. gearbeitet, wurde am 04.12. krank und ja die Krankmeldungen gingen im gleich am selben Tag an den Arbeeitgeber sowie an die BKK. Die Kündigung wurde am 11.12 Geschrieben und ging am 13.12 bei mir ein. ich war dann bis 02.01.2015 weiter Krankgeschrieben nur Du mein Arzt ging am 31.12.2014 in Rente und ich wusste das nicht. So kommte ich am 02.01.15 nicht zum Arzt sondern erst am Montag 05.01 bekam aber ein Attest das es nicht anders ging und ich keine möglichkeit hatte eine neuen Arzt zu besuchen. Krankenkasse macht nun Du, es ist auch noch die Frage darf derchef mich vor beendigung der 6 Wo. Lohnfrtzahlung über haupt kündigen und sich der Zahlung vor ab zu entziehen.

Kommentar von RHWWW ,

Im Arbeitsrecht bin ich nicht so bewandert. Am besten beim Betriebsrat, der Gewerkschaft oder einem Fachanwalt für Arbeitsrecht erkundigen.

Bei der Krankenkasse - falls noch nicht geschehen - darauf drängen, dass das Krankengeld bis zum 2.1. gezahlt wird (am 2.1. hätte man übrigens auch einen anderen Arzt aufsuchen können). Wegen der Lücke bei den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen am besten diese Stelle kontaktieren: patientenberatung.de (dort beraten Experten kostenlos).

Ein Arbeitslosengeldantrag bei der Agentur für Arbeit ist erst möglich, wenn wieder Arbeitsfähigkeit eingetreten ist.

Zur Sicherheit vorsorglich Arbeitslosengeld II beim Jobcenter und Wohngeld beim Wohungsamt der Stadt beantragen. Das Jobcenter würde bei einer Bewilligung auch die Krankenversicherungsbeiträge zahlen.

Antwort
von heinerbumm, 417

Wenn deine AU (Krankschreibung) noch während des Beschäftigungsverhltnisses erfolgt ist und seit dem lückelnlos fortbesteht hast Du Anspruch auf Krankengeld. Allerdings heißt lückenlos, dass du spätestens am letzten Tag der AU zum Arzt gehst. Also nicht AU bis Freitag und am Montag erst zum Arzt. Der Anspruch auf Krankengeld entsteht nämlich am Tag nach dem Du beim Arzt warst und nicht ab dem Tag ab dem der Arzt AU bescheinigt (für die Lohnfortzahlung ist das möglich, fürs Krankengeld geht das nicht. Es wäre somit hilfreich zu wissen, warum die Krankenkasse kein Krankengeld zahlen will. Aber in 90% in meiner täglichen Praxis liegt das an der fehlenden Lückenlosigkeit.

Kommentar von Jockele ,

genau das ist das Problem mein Arzt hat mich bis 20.01.15 krankgeschrieben, ist aber zum 31.12.2014 in Rente. So und beim neuen Arzt bekamm ich aber erst zum 05.01.14 einen Termin, trotz Atest das ich am 03/04 kein Termin bekamm und ich immer noch krank bin möchte die Kasse nicht zahlen erst nach 6 Wochen.

Kommentar von Jockele ,

meine 02.01.2015 Krankgeschrieben...

Kommentar von Primus ,

Das stellt die Sache in einem ganz anderen Licht dar. Es wäre gut gewesen, schon in der Frage darauf hinzuweisen, dass Du schon krankgeschrieben warst und dieses unterbrochen wurde. Damit ist die Krankenkasse auch nicht mehr verpflichtet zu zahlen und der Arbeitgeber ist schon länger raus aus der Nummer!

Antwort
von Primus, 339

Wurdest Du n in den ersten 4 Wochen der Probezeit krank, braucht der Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung leisten und Du musst Dich an die Krankenkasse wenden.

Der Anspruch auf Krankengeld besteht von Anfang an (§ 44 SGB V)

Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer, der noch innerhalb der ersten 4 Wochen des Arbeitsverhältnisses erkrankt, einen Anspruch auf Krankengeld gegenüber der Krankenkasse hat.

Ob diese zahlen möchte oder nicht, soll Dir egal sein - sie muss - ob sie will oder nicht!

Warst Du länger als 4 Wochen beschäftigt, ist der Arbeitgeber zur Lohnfortzahlung verpflichtet.

Kommentar von Jockele ,

Ich war 6 Wochen im Betrieb bis ich dadurch krank wurde dann zum Ende des Jahres gekündigt da wären es dann 10 Wochen. Habe seit April einen Schwerbehindertenausweis mit 50%.

Kommentar von Primus ,

Dann ist eindeutig der Arbeitgeber in der Pflicht, Dir für 6 Wochen den Lohn weiter zu zahlen. Hast Du keinen Ansprechpartner wie Betriebsrat oder Gewerkschaft, wende Dich an die Beratungsstelle des Arbeitsgerichtes in Deiner Nähe. Dort wird Dir kostenlos geholfen.

Der be­son­de­re Kün­di­gungs­schutz von Schwer­be­hin­der­ten greift erst ein, wenn das Ar­beits­ver­hält­nis mehr als sechs Mo­na­te be­stan­den hat.

Kommentar von Tina34 ,

das ist ja alles richtig was du schreibst, aber innerhalb der Probezeit kann er ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Es wäre mal interessant zu wissen warum den die Krankenkasse das Krankengeld ablehnt?

Kommentar von Primus ,

Ich habe doch auch nicht behauptet, dass die Kündigung nicht hätte stattfinden dürfen. In der Frage ging es nur darum, wer zur Zahlung verpflichtet ist und das ist eindeutig der Arbeitgeber, da das Beschäftigungsverhältnis länger als 4 Wochen bestand.

Kommentar von Jockele ,

ja ich mehr als 4 Wochen dort beschäftigt er kündigte mich in der 2 Krankheits Woche so das er nur 4 Wochen Lohnfortzahlung machen musste.

Antwort
von Jockele, 313

Nein es war ein ganz Tagstelle mit 10 Std. pro Tag.

Antwort
von Kevin1905, 307

Erzähl doch mal etwas zu dem Job an sich. War das ein Minijob?

Kommentar von Tina34 ,

10 Std. am Tag haut nicht hin mit einem Minijob

Kommentar von Jockele ,

Ich habe ja auch nur einen Halben Tag Job wie immer in meinem Berufsleben 10-14 Std. arbeiten und 3 Std. Familie 7 Std zum Schlafen, mich Richten , Arbeitsweg.

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