Frage von Nairda, 16

Bin Freiberufler: Hab einen Bescheid vom Studio, dass Beschäftigung langfristig andauert.Reicht das?

Hallo zusammen,

Arbeite nun seit Mai freiberuflich für ein Studio hier in Berlin. Sitze vor Ort und habe nebenbei andere Aufträge die reinkommen. Nun will ich mir eine Wohnung suchen und habe all meine Unterlagen zusammen (Schufa, Mietschuldenfreiheit, Perso, Gehaltsnachweis). Da ich weiß, dass es schwieriger ist als Freiberufler eine Wohnung zu finden habe ich zusätzlich zu meinen Rechnungen und meinen Kontoauszügen einen Bescheid vom Studio der die zukünftige langfristige Zusammenarbeit bestätigt.

Hat jemand ähnlicher Erfahrungen gemacht oder kann mir sagen, ob das dem Vermieter ausreicht?

Antwort
von gammoncrack, 16

Mir würde das allemal reichen. Aber ob das diesem Vermieter ausreicht, kann wohl nur er selbst beantworten.

Kommentar von Nairda ,

Hallo Gammoncrack,

Sprichst du aus der Position eines Vermieters? (Wenn ja, sieht's nicht ganz so finster aus hier auf einen zu treffen der sich meine Unterlagen genauer anschaut).

Danke für die Antwort!

Kommentar von gammoncrack ,

Ja, aus der Sicht eines Vermieters. Wer das freiwillig derart vollständig beibringt, ist bei mir schon im Vorteil!

Gern geschehen.

Antwort
von Privatier59, 14

Ich bin Vermieter und kann Dir sagen, Vermieter sind allesamt faul, insbesondere lesefaul! Wenn die bei anderen Interessenten nur die Schufa-Auskunft lesen müssen, wieso sollten die sich dann bei Dir durch einen Aktenberg wühlen wollen?

Ach ja, ängstlich sind Vermieter auch noch. Am liebsten nehmen die als Mieter Beamte (ausgenommen Lehrer!). Woher sollen die bei Dir denn wissen, ob die Bestätigungen wirklich solide und glaubhaft sind?

Kommentar von blackleather ,
Am liebsten nehmen die als Mieter Beamte

Ja, aber keine Justizbeamten. Ich hab gelesen, dass Juristen bei der Wohnungssuche ähnlich schlechte Chancen haben wie Arbeitslose, Studenten, Kinderreiche oder arbeitlose kinderreiche Studenten.

Grund: Sie kennen sich zu gut in ihren Rechten aus.

Kommentar von Privatier59 ,

Nur freiberuflich tätige Juristen sind Problemkandidaten, pekunär gesehen. Im übrigen sind Juristen goldige Menschen. Den Ärger machen die Lehrer!

Kommentar von Nairda ,

Hallo Privatier,

Danke für deine Antwort.

Bedeutet das es gäbe keine Möglichkeit dich davon zu überzeugen, dass ich ein stätiges und sicheres Einkommen habe? Gab es bisher keinen Fall wo du dachtest: "Etwas ungewönhlicher aber hat mich überzeugt"?

Falls du einen Tipp hast den du mir mitgeben könntest welcher wäre das?

Danke nochmals!

Kommentar von Privatier59 ,

Ich persönlich schaue bei Vermietungen nur in zweiter Linie in die Unterlagen, in erster Linie auf den Menschen der vor mir steht.

Aber kenne viele Vermieter die es umgekehrt machen und die aus Vermietungen eine Art Assessment-Marathon machen. Insofern kann ich Dir schwer einen allgemeinen Rat geben. Kommt eben darauf an, wem Du gegenüber stehst.

Als Tipp kann ich Dir allgemein eigentlich nur geben, Deine Unterlagen bereit zu halten und dem Gegenüber sorgfältig zuzuhören. Ich persönlich mag Mietinteressenten die was von sich und ihrem Beruf erzählen. Wichtig sind natürlich die obligaten Fragen nach Haustieren, nach beabsichtigter Mietdauer ec. pp. sorgfältig beantworten zu können.

Und im übrigen machen sich viele Vermieter ja auch ganz unnötig Sorgen. Wir leben in einem Sozialstaat. Wer da die Wohnungsmiete nicht zahlen kann, bekommt Unterstützung (sofern die Wohnung nicht außergewöhnlich groß und teuer ist).

Antwort
von EnnoBecker, 13

Hier hier!

Ich hab ähnliche Erfahrungen gehabt. Allerdings mit anderem Ergebnis.

Deinen Vermieter kenne ich nicht, da kann ich jetzt nix zu sagen.

Kommentar von Nairda ,

Was war dein Ergebnis?

Kommentar von EnnoBecker ,

Nunja, ich hab meine Visitenkarte hingegeben und hatte die Wohnung.

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