Frage von clarissa22,

Bildet man eine Erbengemeinschaft, solange die Erbauseinandersetzung läuft?

Wie ist das mit einer Erbengemeinschaft - bekommt man da eine Bescheinigung vom Nachlassgericht und läuft diese "Gemeinschaft" dann, bis die Erbauseinandersetzung erfolgt ist?

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Antwort
von imager761,

Eine Erbengemeinschaft entsteht automatisch, wenn mehreren Personen Erbe zufällt. Sie bildet eine sog. Gesamthandsgemeinschaft, die gemeinschaftlich in Rechte und Pflichten (Nachlass) eines Verstorbenen (Erblasser) eintritt: § 2032 BGB.

Über deinen Anteil darin bestimmt die gesetzliche oder testamentarische Erbfolge.

So man denn überhaupt einen kostenpflichtigen Erbschein beantragen möchte, der mit notariellem Testament absolut überflüssig wäre, hätte man die bekannte Quote nur schrifltich :-(

Ziel ist die Auseinandersetzung, also Verteilung des Reinnachlasses zu der jeweiligen Quote der Erben, der nach Abzug aller Verbindlichkeiten (Schulden) einschl. der Bestattungskosten verbleibt.

Streitig und auf Kosten des Nachlasses kann man dies auch gerichtlich herbeiführen.

G imager761

Antwort
von Franzl0503,

clarissa:

Das amtliche Zeugnis über die Erben als Einzelerben oder in Erbengemeinschaft (Gesamthandgemeinschaft) , die Größe der Erbteile und ggf. Beschränkungen, über Nacherben und Testamentsvollstrecker usw. heißt

Erbschein

und wird vom Nachlassgericht auf Antrag eines Erben ausgestellt.

Nach den Vorstellungen des Gesetzgebers soll die Erbengemeinschaft (§§ 2032 ff BGB) möglichst bald auseinandergesetzt werden, d. h. das Vermögen ist nicht als Einheit zu erhalten, sondern nach gesetzl. oder testamentarischen Regeln aufzuteilen.

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