Frage von Dummichen, 44

Bilanz, Forderungsabschreibung

Guten Tag ;-),

nehmen wir mal an, Herr A macht eine Bilanz.

Dann passiert das:

Herr A schreibt eine Ausgangsrechnung am 01.06.2013 = 20.000,00 Euro (incl. USt).

Kunde des Herrn A zahlt nicht, da er mit der Leistung nicht zufrieden ist.

Es kommt zu einem Prozess.

Am 31.12.2013 sieht es nicht so aus, als ob Herr A jemals noch an sein Geld kommt.

Dann wider Erwarten erhält Herr A sein Geld doch noch und zwar am 01.02.2014.

Der Abschluss von Herrn A wird Anfang März 2014 erstellt.

Wie ist es richtig:

  1. Die Forderung wird zum 31.12.2013 abgeschrieben, da am 31.12.2013 so gut wie sicher war, daß das Geld nicht mehr gezahlt wird.

oder

2.Da zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung bekannt war, daß das Geld gezahlt wird und ja auch bereits gezahlt wurde, muß die Rechnung zum 31.12.2013 als Forderung in der Bilanz ausgewiesen und als Einnahme versteuert werden, unabhängig davon, wie die Verhältnisse am 31.12.2013 waren.

Danke Euch.

Support

Liebe/r Dummichen,

da Hausuafgabenfragen auf unserer Plattform nicht gestattet sind, wird hier geschlossen.

Herzliche Grüsse

Jürgen vom finanzfrage.net-Support

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Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für einkommensteuer, 30

Die Bewertung erfolgt nach dem Stichtagsprinzip: 33 242 + 252 HGB.

Aber:

Tatsachen, die nach dem Bilanzstichtag (hier 01. 02. 2014), aber vor dem Tag der Aufstellung der Bilanz (hier 01. 03. 2014) bekannt werden, zu berücksichtigen . § 252 Abs. 1 Nr. 4 + BFH = Werterhellungstheorie.

Also Bilanzansatz mit der Summe, die eingegangen ist. Ggf. Rückstellung für die wirklich angefallenen Prozesskosten, soweit nicht bis zum 01. 03. 2014 erstattet.

Kommentar von Dummichen ,

Vielen Dank !

Antwort
von nixwissen13, 22

wie wäre es in der Praxis (und ich spreche hier nicht von der Rechtsauslegung, was genau zu tun ist):

  • am 31.12. würde man die Forderung abschreiben. Ob zu 100% ist dabei fraglich
  • am 31.12. würde man eine Rückstellung bilden für die Prozessrisiken
  • Anfang März würde man die Forderung wohl zum 31.12. wieder aufleben lassen, da der Wissensstand ein anderer ist
  • Sind die Bücher zum 01.02. schon geschlossen, bliebe es bei der Wertberichtigung, damit zu einem ao Verlust in 2013 und einem ao Ertrag in 2014

Mal sehen, was die Steuerexperten hier sagen werden.

Kommentar von Tina34 ,

die Experten meinen das ist eine "Hausaufgabe" und diese wird nicht von uns erledigt (auch wenn sie/er meint das wäre keine!)

Kommentar von Dummichen ,

Es handelt sich hier nicht um eine Hausaufgabe sondern um einen persönlichen Fall. Habe ich doch schon gesagt.

Kommentar von Dummichen ,

Zählen denn hier nicht diese wertaufhellenden Tatsachen?

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