Frage von purpur, 1.006

BIC und IBAN gehören zu unterschiedlichen Banken - Einreicherbank zur Prüfung verpflichtet?

Ist die Bank des einreichenden Kunden verpflichtet zu prüfen, ob auf einem SEPA-Überweisungsbeleg im Empfängerbereich der BIC zur IBAN passt (innerdeutsche Überweisung)? Bzw. wenn nicht, handeln die Banken hier unterschiedlich? Hintergrund: Wenn fälschlicherweise der BIC einer Bank eingetragen ist, der nicht der Bank der IBAN entspricht, geht die Zahlung an die falsche Bank. Ist dann eine Fehlbuchung auf ein falsches Zielkonto (z.B. Konto gemäß Kontonummernteil der IBAN ist auch bei der falschen Bank im Bestand) sicher ausgeschlossen?

Antwort
von mecrei, 1.003

im alten Systeme mit BLZ+KTO konnte man nur mit KTO bei der falschen Bank (BLZ) auf eine Konto treffen, das es auch gab und somit wurde so ein Irrläufer gebucht. Bei IBAN - Zahlungen ist das ausgeschlossen. Die IBAN definiert ein Konto weltweit eindeutig. Deshalb ist es möglich ab Februar 2014 bei Zahlungen innerdeutsch den BIC auch wegzulassen. Das nennt man "IBAN only" (besser BIC optional). Das geht europaweit erst ab 2016, weil die Banken sich in Europa auf so ein Verzeichnis analog unserer BLZ-Datei einigen müssen, bei der man aus den Bank-Nagaben aus der IBAN den BIC findet, der analog der PLZ für die Weitergabe der Zahlung bis zum Konto zuständig ist.

Wenn ein Kunde aber einen BIC angibt, dann kann die Bank davon ausgehen, er weiß was er tut. Die Bank würde die Zahlung an diese Bank geben. Wennn das nicht die kontoführende Stelle ist, d.h. das Konto dort nicht existiert, so kommt das Geld zurück.

Beispiel: bei der Postbank steht bei jedem Konto als BIC - PBNKDEFF (die Hauptstelle), zu der Berliner BLZ 10010010 findet man aber auch die Angabe PBNKDEFF100 (sogenannter Branchcode). Ob man den oder jenen nimmt, ist egal - beide male landet die Zahlung im gleichen ZV-System. Bei der Fraspa ist der BIC aber HELADEF1822 - sollte man hier aber den Haupt-BIC HELADEFF verwenden, dann ist das intern eine andere Bank, das IBAN-Konto (mit BLZ der Fraspa) gibt es dort nicht und kommt wieder zurück.

Antwort
von Primus, 754

Durch die Prüfzahl hinter DE - XX kann festgestellt werden, ob die IBAN plausibel ist.

Diese Prüfung kann bereits bei der Initiierung der Zahlung durch den Kunden selbst oder dessen Bank erfolgen.

Sollte die IBAN nicht plausibel sein, wird die Zahlung erst gar nicht mit diesen falschen Daten ausgeführt.

Die Richtigkeit der IBAN, also die Existenz des dadurch bezeichneten Kontos, kann allerdings immer nur die kontoführende Bank feststellen.

Antwort
von SBerater, 634

wenn die IT der Bank nicht grottenschlecht ist, dann wird bereits bei der Bank selbst bei der Eingabe des Auftrags per Algorithmus festgestellt, dass da was nicht passt. Und damit wird der Auftrag gar nicht erst angenommen.

Stell dir vor, du willst im Moment eine falsche BLZ eingeben. Geht nicht. Das dürfte für den beschriebenen Fall ähnlich sein, nur ist hier der Grund ein Plausi-Check.

Letztendlich müsste man die Frage an die Bank selbst und ggf. die IT-Abteilung stellen, was wie geprüft wird.

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