Frage von klPrinz, 15

Bewertung unbebauter Grundstücke mit 20 %-gen Abschlag, ja oder nein ?

Liebe Foraner und Fachleute,

ich habe da wieder einige Fragen mit der Bitte um sachdienliche Antworten:

Frage 1: Wie werden unbebaute Grundstücke vom Finanzamt bewertet in Hinblick auf eventuelle Schenkungssteuerfälligkeit ?

Frage 2: Müssen von dem ermittelten Grundstückswert 20 % abgezogen werden und von dem Ergebnis, also von der Differenz, die fällige Steuer berechnet werden ?.

Vielen Dank im voraus für Eure Antworten.

Antwort
von imager761, 12

Mit der Erbschaftssteuereform wurden neue gesetzliche Vorschriften zur Erbschaft- und Schenkungsteuer zum 31.12.2008 erlassen.

Die wesentlichen Änderungen umfassen die Bewertung von Grundvermögen, da hier die gleichheitsgerechte Annäherung der Bewertungsmethoden an den gemeinen Wert beabsichtigt waren.

Die Bewertung soll dabei unter dem grundsätzlichen Rückgriff auf die anerkannten Verfahren zur Verkehrswertermittlung nach der Wertermittlungsverordnung (WertV vom 6.12.1988, BGBl. 1988 I S. 2209, geändert durch Art. 3 des Bau- und Raumordnungsgesetzes vom 18.8.1997, BGBl. 1997 I S. 2081) erfolgen: Dem Ertragswert- oder Sachwertverfahren.

G imager761

Antwort
von klPrinz, 11

Jetzt weiß ich immer noch nicht was die aktuelle Gesetzeslage ist. Kann mit jemand helfen bitte ?

Kommentar von imager761 ,

Ertrags- oder Sachwertverfahren gem. Art. 3 des Bau- und Raumordnungsgesetzes vom 18.8.1997, BGBl. 1997 I S. 2081.

G imager761

Antwort
von EnnoBecker, 4
Frage 1:

Mir dem Bedarfswert. Das Thema hatten wir erst kürzlich recht ausführlich. SuFu hilft da.

Frage 2

Das habe ich nicht verstanden. Warum sollen denn 20% abgezogen werden? Und von welcher Differenz?

Kommentar von klPrinz ,

Zusatz zu Frage 2: Beispiel:

Grundstück = 500 m2, Bodenrichtwert = 1000 Euro/m2, Grundstück = unbebaut

Wert des Grundstückes = 500 m2 * 1000 Euro/m2 = 500.000 Euro

oder

Wert des Grundstückes = 500.000 Euro - 500.000 Euro * 0,2 = 400.000 Euro ?

Wer kennt das aktuelle BewG für unbebaute Grundstücke ?

Kommentar von wfwbinder ,

@EnnoBecker

klPrinz meint den Abschlag nach § 145 (3) BewG

Den hast Du aber schon als abgezogen angesehen, weil Du nur mit kompletten Werten arbeitest.

Kommentar von EnnoBecker ,

Nö.

Man muss ja gucken, was eigentlich bewertet werden soll. Also für welchen Zweck.

Da komme ich mit 138 ff BewG nicht mehr weit. Und für Schenkungen leider überhaupt nicht mehr, denn da sind wir in den 176ff BewG.

Kommentar von klPrinz ,

Ich meine schon den § 145 (3) BewG. Den § kann man ziehen, wenn man günstig ein Grundstück kauft mit einem unbewohnbaren/unvermietbaren Haus, oder ?. Das Grundstück wird dann mittels des Bodenrichtwertes bewertet.

Meine Frage war nur, ob der § 145(3) noch Gültigkeit hat oder gibt es da bereits eine Neuerung ???.

Kommentar von EnnoBecker ,

So schwer kann Lesen doch eigentlich nicht sein, oder?

Es steht doch deutlich da:

Vierter Abschnitt: Vorschriften für die Bewertung von Grundbesitz für die Grunderwerbsteuer ab 1. Januar 1997

Und jetzt suche und unterstreiche in deinem eigenen(!) Fragetext die Passage, die zur Grunderwerbsteuer führt.

Verstehen kann ich die Verwirrung aber. Immerhin hat der Gesetzgeber bereits zum zweiten Mal versäumt, den § 12 ErbStG redaktionell anzupassen. Es steht also etwas anderes im Gesetzbuch als das, was tatsächlich ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten