Frage von Spideranni,

Betriebsrente oder Riesterrente - was ist das ratsamere Modell?

Welches Modell ist ratsamer für eine günstige Umwandlung des Gehalts in Altersvorsorge? Die betriebliche rente oder eine flexiblere Riester Rente?

Antwort
von Kevin1905,

Kann dir hier niemand seriös beantworten ohne deine Zahlen, deine berufliche und private Situation sowie deine Ziele zu kennen.

Suche einen Versicherungsmakler in deiner Nähe auf. Der hilft dir mit einer Bedarfsanalyse, und bei der Erstellung einer auf deine Bedürfnisse ausgerichteten Strategie.

Antwort
von meyerlino,

Etwas das die Anbieter von betrieblicher Altersvorsorge und en Riester Renten immer sehr gerne vergessen zu erwähnen ist, dass später bei diesen Schichten Steuern und Sozialabgaben den Ertrag erheblich schmälern. Wie Niklaus schon richtig erwähnte sind die Aufwendungen in den beiden von dir beschriebenen Fällen wesentlich höher. Du könntest zwar je nach Einnahmesituation heute etwas an Steuern sparen alledings dann die Überraschung später.

Antwort
von Niklaus,

Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Es hängt von deinen persönlichen Umständen, Zielen und Vorgaben ab. Welche der Vorsorgeformen für dich optimal sind, kann nur mit einem Schichtenvergleich ermittelt werden.


Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.


Beispiel:

Mann, ledig, 34 Jahre alt, Versorgungslücke ab dem 67. Lebensjahr 540 € monatlich (=erforderliche Nettorente)

Um die Versorgungslücke von 540 €/Monat netto abzudecken, werden folgende Bruttorenten je Schicht benötigt:

  • Basisrente: 779 €
  • Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 1.050 €
  • Unterstützungskasse, Pensionszusage: 1.050 €
  • Riesterrente: 779 €
  • Private Leibrente: 568 €
  • Investmentfonds-Auszahlungsplan: 690 €

Der erforderliche Beitragsaufwand monatlich, um die Versorgungslücke abzudecken, beträgt:

  • Basisrente: 210 €
  • Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 302 €
  • Unterstützungskasse, Pensionszusage: 302 €
  • Riesterrente: 210 € (damit wird aber nicht die komplette Versorgungslücke gedeckt)
  • Private Leibrente: 110 €
  • Investmentfonds-Auszahlungsplan: 116 €

Die Differenz zwischen Bruttorente und Nettorente sind Steuern und Beiträge für die Krankenversicherung. Ausgehend von den unterschiedlichen Bruttorenten, ist die Höhe des monatlichen Aufwands natürlich auch unterschiedlich. Bei der Ermittlung des Nettoaufwandes müssen nämlich noch die unterschiedlichen staatlichen Förderungen und die unterschiedlichen Renditen der Vorsorgeformen eingerechnet werden.

Antwort
von Reknoz,

Die Frage kann man pauschal beantworten: Beides ist schlecht, weil Rententitel schlecht sind. Wer garantiert denn bei einer Riesterrente von 1000 € pro Monat, dass 1000 € in dreißig Jahren noch so viel Wert sind wie 1000 € heute?

Mein Tipp: Aktiensparen! Welchen Monatsbeitrag bei welcher Riesterrentenhöhe strebst du denn an? Selbst ein Banksparplan soll schon besser sein als Riester.

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