Frage von ManuelC, 265

betriebliche Rentenvorsorge, Abwälzung PSt. absetzbar?

Hallo miteinander,

ich besitze über meinen Arbeitgeber bei der BVK eine betriebliche Rentenversicherung. Nun bin ich bei der Steuererklärung darüber gestolpert, dass man Beiträge zu dieser absetzen kann. Soweit ich das System der betrieblichen Rentenversicherung verstehe, habe ich über meinen AG eine Direktversicherung abgeschlossen und er zahlt monatlich Beiträge in diese Kasse ein. Die dabei zu zahlende Pauschalsteuer für diese Zusatzversicherung (PSt. (ZV)) wird aber monatlich als Nettoabzug von meinem Gehalt als "Abwälzung" abgezogen.

Es kann sein, dass ich die Zahlungsvorgänge hier ein bisschen durcheinander bringe, aber kann ich diese auf mich abgewälzte Steuer irgendwie in meiner Steuererklärung angeben? Der geleistete Beitrag zur betrieblichen Rentenversicherung ist mir aus meiner Gehaltsabrechnung nicht ersichtlich.

Vielen Dank,

Manuel

Antwort
von billy, 244

DIESE STEUERN UND SOZIALABGABEN WERDEN FÄLLIG

Sie können im Rahmen der Gehaltsumwandlung pro Jahr bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuer- und sozialabgabenfrei für den Aufbau einer betrieblichen Zusatzrente nutzen. Das sind im Jahr 2015 bis zu 2.904 Euro (oder 242 Euro bei monatlicher Zahlung). Hinzu kommt bei Verträgen, die nach dem 31. Dezember 2004 geschlossen wurden, ein ebenfalls steuerfreier Festbetrag von 1.800 Euro, für den allerdings Sozialabgaben entrichtet werden müssen. Das macht für das Jahr 2015 insgesamt also maximal 4.704 Euro.

Für Altverträge, die bis zum 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden, werden die Beiträge vom Arbeitgeber mit einem Pauschalsteuersatz von 20 Prozent plus Solidaritätszuschlag versteuert. Dafür werden die Leistungen steuerbegünstigt ausgezahlt. Wird das angesparte Kapital in einem Betrag gezahlt, bleibt dieser steuerfrei. Wird es als Rente ausgezahlt, müssen Sie als Empfänger nur den Ertragsanteil nach § 22 Nr. 5 Einkommensteuergesetz versteuern.

Bei Abschluss der Versicherung nach dem 31. Dezember 2004 gilt gemäß Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) auch bei der Direktversicherung das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung. Das heißt: Die Beiträge für die Versicherung sind steuerfrei. Die ausgezahlten Leistungen müssen Sie aber voll versteuern, während bei Altverträgen nur der Ertragsanteil versteuert wird. Sie können sich das angesparte Kapital auch auf einen Schlag auszahlen lassen. Das hat - anders als bei Altverträgen - aber den Nachteil, dass sie es sofort bei Auszahlung versteuern müssen.

Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/direktversicherung/#ixzz3WRQB0cDr

Kommentar von ManuelC ,

Ok, also von der Beitragsbemessungsgrenze kann man bis zu 4% steuerfrei zur Rentenvorsorge verwenden. 

Die Beiträge die mein Arbeitgeber für mich entrichtet sind zum Zeitpunkt der Entrichtung steuerfrei ("Bei der Direktversicherung wird ein Teil Ihres Bruttolohns oder -gehalts nicht an Sie überwiesen, sondern in Beiträge für die Versicherung umgewandelt. Auf diese Beiträge brauchen Sie keine Steuern zu zahlen.") und werden erst bei Auszahlung versteuert. ("Das heißt: Die Beiträge für die Versicherung sind steuerfrei. Die ausgezahlten Leistungen müssen Sie aber voll versteuern")

Ich verstehe das jetzt so, dass die "Abwälzung PSt. (ZV)" in meiner Gehaltsabrechnung die Beiträge zur betrieblichen Rentenvorsorge darstellt, demnach steuerfrei und als Nettoabzug von meinem Gehalt aufgeführt sind.

Jetzt weiss ich aber immernoch nicht, ob ich diese Beiträge irgendwo in meiner Steuererklärung angeben soll oder nicht.

Kommentar von vulkanismus ,

In die Steuererklärung überträgt man die Beträge, die auf der Jahresbescheinigung stehen - logisch, oder?

Kommentar von barmer ,

das dürfte nicht Ihr Fall sein, denn sie schrieben anfangs von Pauschalversteuerung. Danach wäre es ein Altvertrag.

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