Frage von Tindra,

Betriebliche Altersvorsorge kündigen - Was ist mit dem Rückkaufswert?

Hallo,

ich habe vor zwei Jahren eine Direkt-Lebensversicherung abgeschlossen. Ich bin der Versicherte und mein Arbeitgeber ist der Versicherungsnehmer. Die Versicherung ist mischfinanziert, d.h. ich zahle monatlich 62% des Beitrages und mein AG 38% des Beitrages. Nun habe ich die Versicherung gekündigt (ich weiß, das hat ne Menge Nachteile, aber darum geht es jetzt nicht :)), mir steht laut der Versicherung auch ein Rückkaufswert zu. Nun ist mein AG der Meinung, ihm stünde von dem Rückkaufswert auch ein Anteil zu (38%).

Ist das korrekt?

Vielen Dank schon mal für Eure Meinungen!!!

Antwort von lifeforce64,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

wie die beantworter schon erwähnt haben, hängt es ab ob deine ansprüche schon unverfallbar sind. eine auszahlung hängt der derzeitigen höhe der bereits erzielten rente ab, liegt diese unter 1/7 der bezugsgrösse, kann eine auszahlung erfolgen, ansonsten wird die summe erst zum ablauf ausgezahlt.

Antwort von RGellermann,

Betriebliche Altersvorsorge ist ein sehr komplexes Thema. Grundsätzlich sind die Regelungen zur Unverfallbarkeit im betrAVG geregelt. Wie es bei jedem Gesetz ist, kann es aufgrund Vereibarungen auch verbessert werden. Daher gilt auch zu prüfen, wenn eine besteht, was in der betrieblichen Versorgungsordnung vereinbart ist.

Sicher sind gute Gründe vorhanden, dass die bAV vorzeitig beendet werden soll. Doch es gilt auch zu bedenken, dass der Arbeitgeber, der mit 38% Altervorsorge enorm unterstützt und eine sozialpolitische Entscheidung, für die gesamte Belegschaft getroffen hat. Die Kündigung nach zwei Jahren hat aus AG-Sicht sicher auch einen komischen Beigeschmack. Evtl. kann die bAV auch beliehen werden....

Antwort von wombard,

Ob ihr beiden überhaupt etwas ausgezahlt bekommt, würde ich eher bezweifeln.

Die Direktversicherung ist für die Altersvorsorge gedacht und bei Kündigung würde wohl kein Rückkaufswert zur Auszahlung kommen. Hier gibt es schon einige Urteile. Vor dem 60. Lebensjahr wird sich hier nichts in Sachen Auszahlung tun. Du hast eh schlechte Karten, wenn dein Arbeitgeber hier nicht mitspielt, da er ja auch einen Teil finanziert hat. Du hättest erst nach 5 Jahren ein Anrecht auf das Kapital.

Gut aber für ALG II, da dies nicht als Vermögen zählt.

http://betriebliche-alters-vorsorge.de/bav/direktversicherung-kuendigen-zwecklos...

Mein Rat:

dein Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer und nicht du. Du bist ja unwiderruflich Begünstigter. Hat er also gekündigt?

Daher solltest ihr euch beraten lassen. Möglichst von einem, der sich auf bAV spezialisiert hat. Ihr solltet eine bessere Lösung als die Kündigung suchen..denn sonst ist außer Spesen nicht viel gewesen!

greets..der wombard

Antwort von humoer,

1 … wenn Du 60 Jahre oder älter bist, kannst Du Dir ein evtl. bestehendes Vertragsguthaben auszahlen lassen

2 … wenn Dein Arbeitgeber einen Teil finanziert hat, so hat er in der von Dir geschilderten Konstellation Recht. Dein unverfallbarer Anspruch auf das Geld entsteht erst nach 5 Jahren.

3 … eine Betriebliche Altersvorsorge ist kein Sparbuch, auf das man mal eben einzahlt und dann wieder kündigt. Das ist ein Vertrag mit langer Laufzeit. Vor Abschluss sollte man sich kompetent beraten lassen. So einen Vertrag abzuschließen und dann nach 2 Jahren zu kündigen – das klingt ziemlich .. einfältig. Wenn Du Dir solche Fragen - wie oben geschrieben - stellst, dann solltest Du das tun bevor Du eine Entscheidung triffst.

Kündigen kann den Vertrag im Übrigen der Versicherungsnehmer, also Dein Arbeitgeber.

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