Frage von Smauk, 135

Betriebliche Altersvorsorge: Auszahlung "unterschlagen"?

Hallo liebe Mitglieder,

ich hoffe man kann mir hier helfen. Da ich mich was das Thema Betriebliche Altersvorsorge angeht wirklich überhaupt nicht auskenne und mich erst seit einigen Tagen damit beschäftigen muss hoffe ich auf Verständnis falls sich meine Fragen "seltsam" anhören sollten.

Ich habe von 2006 bis 2010 in einem großen Betrieb (öffentlicher Dienst) gearbeitet und BAV Beiträge bei einem Direktversicherer eingezahlt. Im Gegensatz zu meiner Arbeitskollegin habe ich nie irgendwelche Auflistungen o.Ä. der gezahlten Beiträge erhalten. Ich habe bei Austritt aus der Firma keine Auszahlung erhalten. (wohl da ich keine 5 Jahre eingezahlt habe wie ich mich nun erkundigt habe)

Da ich nun in einem anderen Betrieb eingestellt werde, ebenfalls öffentlicher Dienst, kam die Frage auf, ob ich schon einmal Beiträge gezahlt habe und wenn ja wo. Ich habe, um meine Versichertennummer rauszubekommen (ich habe ja nie Unterlagen erhalten) bei der DV angerufen um mich zu erkundigen.

Ich habe dann plötzlich erfahren, dass ein Betrag von fast 1000,-€ an meinen ehemaligen Arbeitgeber ausgezahlt wurde und somit mein "Konto" gekündigt und aufgelöst wurde.

Meine Frage sind nun:

  • ob die Auflösung und Auszahlung seitens des Arbeitsgebers rechtens ist?!?
  • Wie kommt dieser (für 4 Jahre recht kleine) Betrag zustande?
  • Was ist mit meinengezahlten Beiträgen passiert und habe ich da nicht Anspruch drauf, dies mit der neuen BAV weiterzuführen?
  • ist es folglich nun noch möglich auf meine bereits gezahlten Beitrage aufzubauen oder ist alles umsonst eingezahlt worden meinerseits?
  • wie soll ich nun vorgehen?

Ich freue mich sehr über Hilfe!!!

Vielen Dank

Smauk

Antwort
von barmer, 95

Hallo,

wenn es wirklich öffentlicher Dienst ist, kommt als Versicherungsträger doch nur die VBL in Frage. Ist das so ?

Deine Zahlungen müssen doch in Deinen Gehaltsabrechnungen sichtbar gewesen sein. Dass im öffentlichen Dienst ohne schritliche Abrechnungen ausgezahlt wird, glaube ich wirklich nicht.

Eine Auszahlung eigener Beiträge an den Arbeitgeber ist jedenfalls undenkbar, egal, ob VBL oder ein anderer Träger. Möglicherweise ist eine Auszahlung der Arbeitgeberbeiträge erfolgt, weil noch keine 5 Jahre Zugehörigkeit bestand. Und keine eigenen Beiträge geleistet wurden. Das wäre immerhin vorstellbar.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von Smauk ,

Danke für die Antwort. Nein es war die DBV und es wird jetzt die VBL. Auf meinen Abrechnungen hatte ich es auch ganz normal stehen. Aber ich meine Auflistungen per Post, welche meine Arbeitskollegin regelmäßig direkt von der DBV bekommen hat und ich nicht. Laut dem Sachbearbeiter ist alles komplett gekündigt. Und das kann ich einfach nicht nachvollziehen und hört sich rechtswidrig an. Er meinte zudem, dass sie gesetzlich Verpflichtet sind auf Aufforderung vom AG die Beträge auszuzahlen etc.

Antwort
von Juergen010, 78

Frag doch erst mal bei deinem ehemaligen Arbeitgeber nach was mit deiner Betriebsrente passiert ist?

Eine "Quasi-Auflösung" des Vertrages durch den Versicherer ist m.W. nach sogar ausgeschlossen.

Verträge können im Falle der Arbeitslosigkeit entweder selbst bespart werden oder nach Jobwechsel durch den neuen Arbeitgeber bedient werden.

Verträge, die nicht mehr bedient werden müssen "ruhend" gestellt werden.

Vielleicht meldet sich hier noch ein Betriebsrenten-Spezialist und kann dir ausführlicher Auskunft geben.

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