Frage von Piggeldy, 129

Betrieblich Riestern oder nicht?

Hallo.

Der Nachteil beim betrieblichen Riestern ist wohl, dass man Krankenkassenbeiträge ab Rentenbeginn auf die Rente entrichten muss?

Ein Vorteil ist z.B. bei der VBL-Extra, dass man eine Verzinsung von 8,8 % in den letzten Jahren (laut Broschüre) bekommen hat.

Welche Vor- und Nachteile gibt es noch?

Danke und Gruß

Antwort
von Kevin1905, 125
Der Nachteil beim betrieblichen Riestern ist wohl, dass man Krankenkassenbeiträge ab Rentenbeginn auf die Rente entrichten muss?

unter anderem.

Welche Vor- und Nachteile gibt es noch?

Man schießt sich beides kaputt. bAV kann zu einem viel höheren Betrag gefördert werden als Riester, warum also etwas miteinander verheiraten was nicht zusammen gehört.

Antwort
von barmer, 116

Hallo, für alle Versorgungen, die mit dem Beruf zusammenhängen, also alle Arten von bAV wie auch VBL Basis müssen nach derzeitigem Recht KV-Beiträge bezahlt werden. Was sagt die VBL zu VWL extra ?

Die Verzinsung auch der VBL-extra kann nicht höher sein als der Kapitalmarkt und daher sind die 8,8% extrem unrealistisch.

Antwort
von Niklaus, 113

Aus Gründen der Flexibilität rate ich davon ab BAV und Riester zu kombinieren. Beide Vorsorgearten kann man ruhig getrennt abschließen. Gefördert werden beide unabhängig voneinander. Riesterverträge kann man auch für Immobilienfinanzierung nutzen BAV-Verträge nicht. Es gibt noch mehr Gründe die für getrennte Verträge sprechen. Die angegeben Rendite würde ich nicht sehr ernst nehmen.


Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Antwort
von MadRampage, 101

8,8% Verzinsung klingen zwar gut & verlockend, das ist aber nur eine momentaufnahme und kann heute schon wieder deutlich niedriger sein. Auch könnte das die Brutto-Verzinsung vor Abzug der (Veraltungs)Kosten sein.

Ich halte nichs davon Riester und bAV (Entgeltumwandlung) zu kombinieren:

  • Riester-Einzahlungen vermindern das zu versteuernde Einkommen auch ohne Entgeltumwandlung: Man kann sowohl bAV als auch privat Riestern und bekommt beide separat steuerlich gefördert (in der Ansparphase)

  • Riester-Auszahlungen sind als pflichtversicherter Rentner NICHT KV-Pflichtig, das spart nach heutigen Beitragssatz 15,5% ein (in der Rentenphase), wenn man privat riestert und nicht per bAV riestert

  • eine private Riesterrente hat man selbst in der Hand: Man kann diese zum Hausbau/Immobilienkauf nutzen aber auch zum Entschulden und Umbauen einer Immobilie. Die Mitnahme bei Arbeitsplatzwechsel ist völlig problemlos, weil man das ja privat abgeschlossen und in der Hand hat. der AG ist außen vor

Also JA: Riestern wenn möglich, weil man privat Vorsorgen muss und förderung mitnehmen sollte.

Und zusätzlich betr.AV betreiben, wenn es für den Arbeitnehmer ein besonders guter+günstiger Vertrag ist und/oder der Arbeitgeber von sich auch was dazu gibt. Standard-Verträge ohne Zuschuss des Arbeitgebers lohnen sich nicht.

Kommentar von Piggeldy ,

Ich glaub bei der VBL kann man Riestern (ohne Entgeltumwandlung) und dann zusätzlich noch eine Entgeltumwandlung machen. Zwei Verträge sozusagen. Das muss ich aber erst noch nachfragen.

Antwort
von Rentenfrau, 87

Hallo Piggeldy, ein großer Vorteil dürften bei der VBL die geringen Kosten für die Riesteranlage sein, denn je mehr Leute ein Produkt nehmen (also Gemeinschaft sozusagen) desto güntiger wird es für den Einzelnen. Ich habe bei der VBL auch meine Riesterrente - heißt PlusPunktRente und bin ganz zufrieden.

Antwort
von mig112, 82

Wenn du die Worte "Verzinsung" und "Förderquote" gleichsetzt, machst du einen großen Denkfehler!

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