Frage von Majos, 428

Betreuungsgeld für eine Heim-Pflegebedürftige kann man beim Finanzamt stellen?

Meine Mutter lebt im Pflegeheim mit Pflegestufe II. Heimkosten werden von ihr selbst getragen, aber die Krankenkasse bezahlt die Pflegestufe dem Heim. Ich betreue meine Mutter mit sämtlichen Ausführungen (Einkäufe, Schriftverkehr + Telefonate zu Hause führen, usw... Jetzt hat man mir gesagt, ich könnte einen Betreuungsantrag beim Amtsgericht stellen und bekäme dann im Jahr 300,00 Euro so ungefähr für die Unkoste;, stimmt das?

Danke für eine Antwort.

Antwort
von Privatier59, 425

Aha, erst den Schmuck verschludern und dann auch noch an Muttern verdienen wollen!

Aber mal in der Sache selber: Ist die Mutter denn dement oder ansonsten nicht mehr in der Lage, ihre Angelegenheiten zu erledigen? Nur dann nämlich wird das AG die Betreuung anordnen, ansonsten nicht. Und das AG zahlt Dir aus der Justizkasse keine 300 Euro. Wenn die von jemand bezahlt werden, dann von Deiner Mutter selber oder vom Träger der Sozialhilfe. Allzu große Hoffnungen würde ich mir aber nicht machen. Ich kenne Personen in vergleichbarer Lage und keiner der Angehörigen bekommrt das Geld zugewiesen.

Im übrigen: Wieso fragst Du nicht Deine Mutter?

Und was das mit dem Finanzamt soll, mußt Du uns auch mal erklären.

Kommentar von Majos ,

Hallo Privatier59,

den Schmuck habe ich nicht verschleudert und verdienen wil ich auch nicht an meiner Mutter. Im Übrigen ist meine Mutter 85 Jahre alt, vom Kopf her noch klar, leider bettlägerig, weil sie ein Bein steif hat und ein Fuß amputiert bekommen hatte. Ich wünsche dies keinem. Auch hat man mir zwecks Betreuungsgeld den Vorschlag vom Heim gemacht, weil die wissen und sehen, was ich mit meinen 65. Jahren für meine Mutter alles tue und leiste, obwohl ich nie bei meinen Eltern aufgewachsen bin und sie kaum kenne. So sieht es aus, Privatier 59, deshalb habe ich Ihnen mit "Frechheit" geantwortet und hoffe, Sie können jetzt verstehen, wie wütend ich über Ihre Aussage bin.

Kommentar von Privatier59 ,

Ich habe nicht von verschleudern, sondern von verschludern geschrieben. Kennst Du das Wort nicht? Hier die Erklärung:

http://www.duden.de/suchen/dudenonline/verschludern

Und die Frage, wieso Dir die Mutter das Betreuungsgeld nicht unmittelbar bezahlt hast Du mir nicht beantwortet. Das wäre doch der direkte Weg.

Um es noch mal zu sagen: Betreuung wird das AG nicht vorschnell anordnen. Es wird eine Anhörung Deiner Mutter stattfinden, der Amtsrichter kommt dann in das Heim. Wenn die Mutter bei wachem Verstand ist wird nach meiner Einschätzung eher keine Betreuung angeordnet werden.

Antwort
von blnsteglitz, 352

du kannst selbstverständlich einen Antrag stellen - das Recht hast du. Aber: das Amtsgericht wird deine Begründung genauestens prüfen - es kommt ein Gutachter ins Heim, der muss dem AG eine Empfehlung geben und dann erscheint auch ein Richter/Rechtspfleger und überzeugt sich ob es wirklich notwendig ist - u.a. wird ein Gespräch mit deiner Mutter und der Heimleitung geführt.

WENN deinem Antrag wirklich stattgegeben werden sollte, hast du Rechte - aber mehr Pflichten. U.a. musst du einmal jährlich dem AG auf Euro und Cent die Ausgaben nachweisen, die du von Mutterns Geld gemacht hast. (Und da fällt kein Taschengeld für dich drunter) Und jetzt kommt es: Du kannst auch einmal im Jahr einen Antrag auf "Spesengeld" stellen - aber solanbge deine Mutter geld hat- muss sie es an dich bezahlen. Und nicht Vater Staat.

Von was für Unkosten redest du überhaupt? Telefon - es gibt Flatrates, Porto kann ja wohl nicht so viel sein - oder "rechnest du stundenweise" ab?

Eine persönliche Bemerkung über dein Ansinnen verkneife ich mir aus Höflichkeitsgründen - für mich ist es eine Selbstverständlichkeit meiner Mutter (Jhg. 1931) zu helfen - und zwar " kostenlos".

Kommentar von Majos ,

Vielen herzlichen Dank für die Nachricht, die sehr hilfreich ist. So etwas habe ich mir auch schon gedacht. Ich lasse mir alles noch einmal durch den Kopf gehen.

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