Frage von DocAaron, 42

Betrag aus Lebensversicherung reicht nicht aus, um Darlehen zu tilgen!

Meine Tante hat vor vielen Jahren ein Finanzierungsmodell mit Lebensversicherung für die Finanzierung einer Kapitalanlageimmobilie abgeschlossen. In Kürze ist die Lebensversicherung fällig, das Geld reicht allerdings nicht aus, um das Darlehen zu tilgen. Kann man hier Falschberatung geltend machen. Es wurde ihr so verkauft, dass mit der LV das Darlehen zurückbezahlt wird.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von althaus, 39

Es liegt keine Falschberatung zugrunde. Es ist allgemein bekannt, daß die Ablaufleistung die zu Beginn errechnet wird nicht stimmen muss und daß sie in der Regel viel niedriger ausfällt. Meine Frau hat auch eine Ablaufleistung berechnet bekommen über 48.000 Euro. Die Versicherung ist erst in 20 Jahre fällig, aber heute liegt die aktualisierte Abaufleistung schon bei 28.000 Euro. Es gehört zur Allgemeinbildung, daß wenn Zinsen fallen die Ablaufleistungen in der Regel niedriger ausfallen werden und Lebensversicherung dadurch auch niedrigere Renditen ausweisen. Das konnte man vor 10 Jahren oder länger nicht ahnen, daß die Zinsen so weit fallen werden. Nun muss man den Tatsachen ins Auge blicken und sich darauf einstellen. Daß nun die Lebensversicherung deutlich weniger auszahlt als zu Beginn prognostiziert darf nun keine Überraschung sein, den das hätte man auch aus den jährlichen Kontoauszügen lesen können. Die Werte sind auch deutlich niedriger und das schon seit Jahren. Man sollte die jährlichen Kontoauszügen auch kontrollieren, damit man bei Fälligkeit der Anlage kein Schrecken erwartet. Da hat Deine Tante ihre Hausaufgaben nicht gemacht.

Antwort
von gammoncrack, 33

Ich glaube kaum, dass an irgendeiner Stelle steht, dass mit Fälligkeit der LV das Darlehn getilgt ist. Ihr wird bei Abschluss vermutlich eine voraussichtliche Ablaufleistung incl. Überschussanteile vorgelegt worden sein, die zu dem Zeitpunkt der Tilgungsleistung entsprach.

Es fragt sich hier, wie Deine Tante reagiert hätte, wenn die Ablaufleistung heute höher wäre als die Resttilgung? Das wäre auch möglich gewesen. Sie wäre wohl nicht damit einverstanden gewesen, wenn dann nur die damald prognostizierte Ablaufleistung gezahlt worden wäre.

Ich kann die Verärgerung schon nachvollziehen, aber das war, wie es heute auch wäre, unverbindlich.

Antwort
von Privatier59, 30

Falschberatung wäre es nur, wenn die Garantie dafür gegeben worden wäre, dass die Auszahlsumme auf jeden Fall zur Darlehenstilgung reicht und so dumm ist kein Vermittler. Mit Sicherheit stehen da die üblichen Vorbehalte. Und im übrigen muß doch jedem Versicherungskunden bewußt sein, dass eine Lebensversicherung nicht mit einem festverzinslichen Sparvertrag vergleichbar ist.

Kommentar von gammoncrack ,
so dumm ist kein Vermittler

Das bezweifel ich einmal :-)))

Kommentar von Privatier59 ,

Und wenn, dann war er klug genug, keine Spuren seiner Dummheit zu hinterlassen.

Antwort
von mig112, 25

Nein, kann man nicht!

Außerdem wurden bereits vor ca. 10 Jahren Briefe versandt, mit der Warnung, dass eine Nachversicherung (Erhöhung) erforderlich sein könnte.

Kommentar von Privatier59 ,

Die haben Tantchen als Untersetzer für die Kaffeetasse gute Dienste geleistet!

Antwort
von WielfriedC, 27

meines Wissens gab es noch NIE den Fall, das die anfänglich prognostizierte Ablaufleistung jemals erreicht oder übertroffen wurde. Ich lasse mir auch gerne das Gegenteil beweisen ;-)

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