Frage von vincelaken2,

Besteuerung private Berufsunfähigkeitsrente

Hallo, habe ein kleines Problem bzw. eine Frage zu der Besteuerung meiner Berufsunfähigkeitsrente aus meiner privaten BUZ Versicherung.

Ich hatte hier schon einmal eine ähnliche Frage gestellt,würde mich aber freuen wenn ich von den Steuerexperten dieses Mal wieder hilfreiche Tipps erhalte.

Kurz zur Situation: Ich bin 29 Jahre alt und von Beruf Sportler. Ich habe nun nach einigem Hin und Her von meiner Versicherung bestätigt bekommen, dass auch Sie mich als berufsunfähig im Sinne der Bedingungen sehen und ich die BU Rente nun immer monatlich ausgezahlt bekomme. Das Ganze rückwirkend bis zu dem Zeitpunkt meiner Verletzung. DIe Versicherung teilte mir mit dass man dies weiterhin überprüfen würde und in einiger Zeit wieder auf mich zukommen würde.

In mehreren Schreiben informierte mich die Versicherung darüber, dass aus ihrer Sicht die Rente nur bis zum 35. Lebensjahr ausgezahlt werden kann, da ich als Berufssportler nicht länger in meinem Beruf arbeiten könne.

In den Versicherungsbedingungen ist allerdings ganz klar festgelegt, dass bei BU bis zum Renteneintrittsalter, sprich 2045 geleistet werden muss- ganz egal welcher Beruf ausgeübt wird,es ist immer der zuletzt ausgeübte Beruf versichert.

Die Versicherung machte mir auch vor einiger Zeit ein für mich absolut lächerliches Angebot einer Einmalzahlung, bei der etwa der Betrag bis 35 ausgeglichen wäre. Natürlich ohne jegliche Anerkennung einer Leistungspflicht und ohne Berücksichtigung der Rechtslage. Mein Anwalt hat mir eindeutig erklärt, dass die Versicherung wie immer alles versucht um dort irgendwie herauszukommen, aber ganz klar bis 2045 leisten muss.

Jetzt habe ich aber eine Frage zur Besteuerung. Wenn ich richtig informiert bin, muss ich diese Rente ja nach dem Ertragsanteil besteuern. Dieser richtet sich ja nach der verbleibenden Länge bzw Zeit für die ich die Rente erhalte und weicht in den beiden Versionen- der Versicherung (bis 2019) und unserer Version laut Vertrag (bis 2045) stark ab.

Würde die Rente bis 2045 gezahlt, wäre der Ertragsanteil etwa 32-35 % Würde sie nur bis 2019 gezahlt oder durch einen Gutachter gar eher beendet wäre der Ertragsanteil nur 5-7 %. Für mich ist es schon ein Unterschied ob ich 35 % oder 5% meiner Rente mit meinem persönlichen Steuersatz versteuern muss, deshalb meine Frage:

Wie verhalte ich mich hier,da ich weder weiß wer exakt Recht hat und die Rente ja auch jederzeit durch einen dubiosen Gutachter beendet werden könnte,was zwar sehr unwahrscheinlich ist aber sicher nicht das erste Mal wäre.

Sollte man das Finanzamt einfach ehrlich informieren und eine der Versionen wählen und dann im Fall der Fälle nachzahlen bzw. etwas zurück fordern?

Würde mich sehr über hilfreiche Infos freuen...

Vielen Dank,Vince

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Antwort
von Kevin1905,

Der Ertrag richtet sich nach deinem Alter bei Rentenbeginn.

Antwort
von alfalfa,

Du stellst zwei Fragen simultan:

  1. Rechtmäßigkeit der Lestungsverpflichtung und Höhe
  2. Besteuerung

Der erste Punkt ist ein Fall für einen Fachanwalt bzw. Im außergerichtlichen Verfahren für einen Versicherungsberater. Dass die Versicherung so argumentieren wird ist vorauszusehen. Nun kommt es genau auf die Formulierungen im Vertrag an. Ohne Akteneinsicht ist eine rechtssichere Aussage nicht möglich.

Grob vorab skizziert würde ich gegenüber der Versicherung natürlich auf eine Keistungspflicht bis zum Vertragsende argumentieren. Stellt sich jetzt die Frage, wie die soziale Lebensstellung definiert ist bzw in welchen Rastern eine Überprüfung der Leistungspflicht statt findet. Da kommt es jetzt genau auf die Vertragsformulierungen an.

Gerne können wir das außerhalb des Forums erörtern, denn hier darf keine Rechtsberatung statt finden.Solche Angelegenheiten zahlt auch die Rechtsschutzversicherung.

Die Besteuerung hebt auf das Erreichen der gesetzlichen Altersrente ab, also mutmaßlich auf das 67 te Lebensjahr, also in Deinem Fall wird der Ertragsanteil sich auf 32-35% belaufen.

Kommentar von vincelaken2 ,

Vielen Dank für die Antwort,

Die Frage bzgl der Länge wollte ich hier nicht stellen. Der Sachverhalt wurde von meinem Anwalt mehrfach geklärt und ist laut ihm eindeutig. Leider steht das im Zusammenhang mit der Besteuerung und ich würde gerne vermeiden, den hohen Ertragsanteil berechnet zu bekommen und doch nur eine Rente bis 2019 zu bekommen, da ich nicht wusste bzw weiß,wer diese Frage letztendlich endgültig entscheidet! Das Finanzamt könnte sich ja entweder an die Vertragsbedingungen oder an die Schreiben der Versicherung halten.

Kommentar von alfalfa ,

Es handelt sich um eine abgekürzte Leibrente und der Artragsanteil bemisst sich nach der Dauer des Bezugs der Rente. Also bei Rentenbezug bis 2019 nur mit dem geringeren Betrag.

Doch Achtung: Wenn dieses das Ergebnis eines Vergleichs ist und die Vertragslaufzeit der BU Versicherung bis zum Rentenalter gedauert hätte - und theoretisch bis dahin ein Anspruch bestanden hätte - kann durchaus auch der höhere Ertragsanteil herangezogen werden.

Kläre das bitte Rechtssicher im Deinem StB ab. Nun eine Verständnisfrage: Was ist denn die Aussage von Deinem RA? Wie lange hast Du denn Anspruch auf die BU Rente? Das wird entscheidend sein.

Kommentar von vincelaken2 ,

Nach eingehender Untersuchung aller Vertragsdetails ganz klar bis zu meinem Renteneintrittsalter 2045. Es ist eine ganz normale BUZ Versicherung die den zuletzt ausgeübten Beruf absichert,egal welche Branche. Auch alle anderen Dinge die sonst eine Rolle spielen könnten wie abstrakte Verweisung,Vergleich BU Rente zum letzten Bruttogehalt (nicht einmal 20 %) und medizinische Aussichten sprechen hier für eine "lebenslange" Laufzeit,nur leider sieht das die Versicherung anders und ich möchte wie gesagt nicht "falsche Angaben" beim Finanzamt machen. Könnte man das theoretisch nicht noch im nach hinein korrigieren,wenn man irgendwann die Zusage hat dass es ewig anhält bzw. dass die Rente vorzeitig beendet wurde,weshalb auch immer! An welche Fakten hält sich das Finanzamt da,ich kann dort ja auch nur das wieder geben was ich für derzeit wahrscheinlich halte

Kommentar von alfalfa ,

Jetzt geht es in den Bereich Rechtsberatung bzw Steuerwesen. Hier bitte einen Steuerberater ein Mandat erteilen. Das kann und darf das Forum nicht leisten. Bitte um Verständnis dafür.

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