Frage von Weirdoz,

Besteuerung in Deutschland, lebe seit Feb. 2012 in CH

Ich habe für 2012 meine Einkommensteuererklärung in Deutschland eingereicht, mit der Meinung, ich bekomme die bezahlte Steuer für 2012 wieder zurück. Ich lebe und arbeite seit Februar 2012 in der schweiz und habe auch keine Wohnsitz mehr in Deutschland. Nun habe ich heute ein Schreiben vom FA bekommen, ich müsse meine Einkünfte von 2012 in der Schweiz angeben (Bescheinigung EU/EWR) damit sie die Erklärung weiter bearbeiten können.

Ich kann dies jetzt aus meiner Sicht nicht ganz nachvollziehen, was das Einkommen das ich in der Schweiz verdiene und auch versteuere mit dem Einkommen von Januar in Deutschland zu tun haben soll. Eigentlich sollte ich doch mit dem Januargehalt in Deutschland unter die Bemessungsgrenze fallen.

Danke schon im Voraus für die Antworten.

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Antwort
von Ildiko,

Der Antwort von Sberater ist nichts hinzuzufügen. Ich bin zwar kein Experte, aber eine Freundin von mir ist es genaus ergangen, als sie unterjährig ihren Arbeitsplatz und Wohnort in die Schweiz verlagert hatte.

Antwort
von SBerater,

dem ist leider so. Du warst im Jan/Feb unbeschränkt steuerpflichtig in D, bist dann weggezogen und hast den Wohnsitz aufgegeben.

Hier greift die Wegzugsbesteuerung. In D wird betrachtet, was du in D verdient hast. Das was du in CH verdienst, unterliegt hier dem Progressionsvorbehalt. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Steuersatz, der dann auf dein Einkommen aus Jan/ Feb angewendet wird.

Weitere Regelungen ergeben sich aus dem DBA, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Wegziehen ist steuerlich kein Schnäppchen.

Als Gesetzestext sehe ich v.a. § 2 Abs. 7 Satz 3 EStG, wie auch § 32b Abs. 1 u. 2 EStG

(Enno, Fredl, Meandor melden sich sicher noch, die kennen sich viel besser aus als meiner einer)

Kommentar von Weirdoz ,

Danke erstmal für die schnelle Reaktion.

Februar habe ich schon in der Schweiz gelebt, also nur ein Monat. Das kann also jetzt für mich bedeuten, ich muss evtl. noch Steuern nachzahlen?

Kommentar von EnnoBecker ,

Das siehst du völlig richtig. Der Normengang passt auch, nur § 50 (2) Nr. 3 EStG muss noch dazwischen, damit es passt.

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