Frage von Mattes1980,

Besteuerung in Deutschland bei Wegzug ins Ausland

Hallo zusammen,

ich bin Ende letzten Jahres (2012) zum promovieren ins Ausland gegangen und habe noch ein paar Fragen zur Besteuerung in Deutschland. Teilweise gibt es sie schon in ähnlicher Form, es sind aber immer noch ein paar Fragen offen. Es wäre klasse, falls ihr mir (gerne auch teilweise) bei den Punkten unten weiterhelfen könntet.

Kurz zum Hintergrund:

Ich habe die letzten Jahre in Deutschland sozialversicherungspflichtig gearbeitet und bin Ende 2012 ins Ausland (nennen wir es Land A) gegangen, um zu promovieren. Dort erhalte ich ein geringes aber steuerfreies Promotionsstipendium.

Grober Verlauf von 2012:

Januar – September Aufenthalt und Einkommen in Deutschland

Oktober – Abreise Deutschland, Resturlaub im Ausland (nicht Deutschland, nicht Land A)

November – Ankunft und Aufenthalt in Land A, kein Einkommen

Dezember – Aufenthalt in Land A, Stipendium

Ab 2013 – Aufenthalt in Land A, Stipendium

Nun zu den Fragen:

1) Werbungskosten

Ich hatte a) im September und b) im November Ausgaben zur beruflichen Weiterbildung (Fernstudium) die ich bislang als Werbekosten angesetzt habe und auch normalerweise ansetzen würde. Kann ich a) und b) in meiner deutschen Steuererklärung für 2012 absetzen (Nach Zufluß/Abflußprinzip ja schon, oder? b) ggf nicht?

2) Wegzugsbesteuerung/Progressionsvorbehalt

a) Da ich ja in Land A lebe, muss ich für das Stipendium auch in Deutschland keine Steuern zahlen, ich muss es aber im Dezember als Progressionsvorbehalt angeben, oder? Wo und wie mache ich das denn genau? Wenn ich das als zusätzliches Einkommen angebe wird es doch automatisch versteuert, oder?

b) Land A hat das Steuerjahr vom Juli 2012 - Juni 2013. Muss ich in Land A Ende 2013 in meiner dortigen Steuererklärung dann meine Einkünfte aus Deutschland im Juli-Oktober 2012 ebenfalls für den dortigen Progressionsvorbehalt angeben?

3) Steuererklärung in den Folgejahren

Jetzt im Jahr 2013 lebe ich ja komplett in Land A. Muss ich dann nächstes Jahr trotzdem eine deutsche Steuererklärung abgeben bzw. wird mich das Finanzamt dazu auffordern (ich bin ja „im System“)? Kann ich, falls mich das Finanzamt auffordert, einfach so mitteilen, dass ich in Land A lebe und damit hat es sich erledigt?

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Mattes

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Antwort
von LittleArrow,

Fragen zur Besteuerung in Deutschland. Teilweise gibt es sie schon in ähnlicher Form

Hallo Mattes1980,

ich finde gut, dass Du schon Fragen in ähnlicher Form entdeckt hast. Aber Fragen mit ähnlichem Inhalt wäre sicherlich zielführender gewesen. Davon gibt es hier nämlich schon einige. Und dann hättest Du sicherlich auch entdeckt, dass Besteuerungsfragen im Kontext von Deutschland und A nur sinnvoll beantwortet werden können, wenn klar ist um welches A und um welche Einkunftsart es sich handelt.

Es gibt zwar ein OECD-Musterabkommen, aber das ist theoretisierend und nur exemplarisch (quasi als Produkt der OECD-Entwicklungshilfe;-) erstellt worden, lange nachdem D, A und CH mit diversen Ländern DBAs abgeschlossen hat.

Um Dir nun wirklich weiter zu helfen, kann ich Dir gerne diese Frage sicher beantworten:

Muss ich in Land A Ende 2013 in meiner dortigen Steuererklärung dann meine Einkünfte aus Deutschland im Juli-Oktober 2012 ebenfalls für den dortigen Progressionsvorbehalt angeben?

Der Steuerberater Deines Vertrauens im A-Land beantwortet Dir sowohl die Frage, ob es in A einen Progressionsvorbehalt gibt, als auch ob Deine Einkünfte aus D dort noch einmal besteuert werden. Üblicherweise ist dies in A-Land der Fall, nicht hingegen im DBA-Land.

Ich hoffe, dass ich Dir bei Deinen Promotionsbemühungen in A helfen konnte.

Kommentar von LittleArrow ,

Ach Mattes, gerade entdeckt:

Das Land ist Australien, will aber keinem zumuten sich da durch den DBA zu pflügen. Ich habs gemacht und nichts verstanden.

Na gut, wenn Du nichts davon verstehst, kann ich mir ja auch die Mühe sparen.

Aber spare Dir nicht die Beauftragung eines StB in D und A. Ich dachte ja, dass A für Austria reserviert ist, aber die Amis denken eben immer an die Aussies.

Vielleicht teilst Du uns nach der Konsultation kurz das Ergebnis Deiner Recherche mit?

Kommentar von EnnoBecker ,

Oje, diese Antwort ist sicherlich ebenfalls

schlicht und einfach unverschämt

Insbesondere dieser Teil hier:

ich finde gut, dass Du schon Fragen in ähnlicher Form entdeckt hast. Aber Fragen mit ähnlichem Inhalt wäre sicherlich zielführender gewesen. Davon gibt es hier nämlich schon einige. Und dann hättest Du sicherlich auch entdeckt, dass Besteuerungsfragen im Kontext von Deutschland und A nur sinnvoll beantwortet werden können, wenn klar ist um welches A und um welche Einkunftsart es sich handelt.

Inhaltlich muss ich dir aber dennoch teilweise widersprechen. Denn "ähnlich" ist "ähnlich" und nicht "gleich". Ich habe sicherlich ähnliche Schuhe wie du, so mit Sohle und Oberleder. Aber wahrscheinlich passen mir deine Schuhe trotzdem nicht.

Kommentar von LittleArrow ,

ähnliche Schuhe wie du

Das ist vollkommen richtig. Ich habe auch nicht "gleich" gemeint und DU solltest mir das auch nicht so andeutungsweise unterstellen! Aber aus diesen "ähnlichen Fällen" könnte jemand mit durchschnittlichem (und nicht so ausgeprägtem) Verstand erkennen, dass sich hinter "ähnlichen Schuhen" eben weder was für Deine Hände noch für Deine Ohren versteckt.

Aber wahrscheinlich passen mir deine Schuhe trotzdem nicht

Anders herum ist es mir auch lieber;-))

Antwort
von EnnoBecker,

Land "A" also, hm....

Und hier soll einer etwas aussagen beispielsweise über den Progressionsvorbehalt des Landes "A". oder darüber, in welchem Land was besteuert wird.

Am besten schaust du mal in das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und "A" hinein. Ich habe es nämlich leider im Moment nicht vorliegen, sonst hätte ich selbst hineingeguckt.

Oder bevorzugst du eine Antwort, in der alle DBA, die es gibt, durchgegrast werden? Und dann noch eine für die Länder ohne DBA?

und Einkommen in Deutschland

Auch hier ist es nicht notwendig, die Einkunftsart zu nennen. Es macht sicherlich jemandem Spaß, die 300 DBA mit den jhren jeweiligen Einkunftsarten durchzukämmen.

steuerfreies Promotionsstipendium

Es empfiehlt sich auch, die Steuerfreiheit (in welchem Land? Warum? Welche Steuerart?) und die Art des Stipendiums geheimzuhalten. Die Lösung wäre ja zu einfach, wenn man schon vorher wüsste, worauf man eigentlich antworten soll.

Eigentlich läuft die komplette Frage auf dies hier hinaus:

Ein ewig langer Text ohne jedwede Information, aber dafür mit nichtssagenden Andeutungen. Keine Chance, den Sachverhalt zu verstehen oder ihn zu beantworten.

Ich denke, für eine Doktorarbeit ist das der ideale Startpunkt.

Kommentar von Privatier59 ,

Doktorarbeiten müssen heute doch nebulös und nichtssagend sein: Ansonsten behauptet wieder irgendwer, es sei abgeschrieben worden!

Kommentar von EnnoBecker ,

Wobei das Abschreiben aber für den "Dr. strg-c" eher förderlich wäre.

Kommentar von Mattes1980 ,

Lieber Benno,

wenn ich ein solcher Steuerexperte wäre wie du, würde ich hier solche Fragen nicht stellen. Es ist für jeden ersichtlich, dass du Ahnung hast und viel und oft hilfst, aber diese Antwort ist schlicht und einfach unverschämt.

Keiner der von dir kritisierten Punkte ist mit Absicht so formuliert. Wenn ich wüßte, welche Infomationen genau ich spezifizieren muß, würde ich hier nicht fragen. Ich hätte z.B. gedacht, Progressionsvorbehalt ist eine grundsätzliche Regelung. Daher auch Land A, um es grundsätzlich zu halten, dass hilft ja auch vielen weiter, die in vergleichbarer Situation in anderen Ländern sind. Punkt 1) z.B. ist auch ein grundsätzlicher Punkt und hat selbst aus meiner Laiensicht nichts mit einem DBA zu tun. Gerade daher habe ich die Frage so aufgeteilt.

Vielleicht weiß noch der ein oder andere Rat und kann mir weiterhelfen. Das Land ist Australien, will aber keinem zumuten sich da durch den DBA zu pflügen. Ich habs gemacht und nichts verstanden.

Wenn du in Zukunft eine Frage für blöd hälst, dann antworte doch einfach nicht oder sag das kurz ohne persönlich verletzend zu werden. Spart allen Zeit. Danke für gar nichts.

Beste Grüße, Mattes

Kommentar von EnnoBecker ,

Wenn ich Benno sehe, richte ich es gern aus.

Mir ist schon klar, dass du auf deine Fragen eine ultimative Antwort erwartest. Deshalb...

dann antworte doch einfach nicht

...dürfte dich das nicht weiterbringen. Du siehst es ja an der Anzahl der übrigen Antworten.

Und dass du eine Antwort, deren Inhalt dir nicht gefällt und die aber unausweichlich ist, für ...

schlicht und einfach unverschämt

...hältst, soll mir eine Warnung für die Zukunft sein. Und du solltest deine Fragen explizit mit dem Hinweis versehen, dass du genehme Antworten wünschst.

Vielleicht weiß noch der ein oder andere Rat

Okay, ich zieh mich zurück, ich Unverschämter, der es wagt, keine endgültig richtige Antwort zu geben, weil keine beantwortbare Frage gestellt wurde. Von solchen Kinkerlitzchen sollte man sich wahrlich nicht von einer guten abhalten lassen.

Soweit ich das überblicke, ist das DBA mit Australien so ziemlich nah am Musterabkommen dran - da muss man für die meisten Antworten nicht mal groß suchen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich habe die Antwort beanstandet. Grund: Sie gefällt nicht.

Viel Glück bei den anderen Antworten. Australien und Wegzugsbesteuerung ist nicht sooooo schwer, ich denke, das wird jemand packen.

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