Frage von MichaelHor, 249

Wie funktioniert es mit der Besteuerung des schweizer Einkommens nach Zuzug Ende Juli?

Hallo zusammen ich habe bis 31.07.15 in der Schweiz gearbeitet und dort gelebt. Seit Anfang August arbeite ich in Deutschland. Meine Wohnung in D habe ich zum 24.07 übernommen und auf dem Amt und wohne seit 24.07 in Deutschland.

Habe ich das richtig verstanden:

  1. Mein Steuersatz wird inklusive des schweizer Einkommens berechnet? 1.1 darf ich dann aus dieser Zeit auch Steuervorteile geltend machen? (zb. Pendlerpauschle?)

  2. Mein schweizer Einkommen, habe ich in der Schweiz bereits versteuert, muss aber mögliche Differenzen im Steuersatz nicht in Deutschland versteuern?

= Ich muss in Deutschland nur mein deutsches Einkommen versteuern ( auch nciht das Juli einkommen aus der Schweiz) mit einem gesamtberechneten Jahressteuersatz(CH+D)?

Vielen Dank

Antwort
von EnnoWarMal, 196

Das Ganze nennt sich Zuzugsbesteuerung und ist geregelt in § 2 (7) Satz 3 EStG und weiteren Quellen. Ich habe vor der Riazeit hier mal einen Tip dazu geschrieben, der aber dem Löschwahn zum Opfer fiel. Nicht böse sein, wenn ich keine Lust habe, alles immer wieder zu tippen.

Im Prinzip hast du recht. Es werden die Einkünfte so ermittelt, als wären sie alle in Deutschland angefallen, also nach deutschem Muster. Die darauf entfallende Steuer wird in einen Prozentsatz umgerechnet. Dieser Prozentsatz wird dann auf das deutsche Einkommen angewendet.

"Nach deutschem Muster" bedeutet, du kannst dich auf deinen schweizer Steuerbescheid nicht verlassen. Ich weiß nicht, ob es in der Schweiz eine "Pendlerpauschale" gibt, in Deutschland gibt es sowas jedenfalls nicht. Für die deutsche Steuer kannst du keine schweizer Regeln anwenden.

Deine Frage zu 2. habe ich nicht verstanden.

Kommentar von wfwbinder ,

Kleine Ergänzung: Statt der von ihm gewünschten, aber in Deutschland nicht verfügbaren Pendlerpauschale, könnte er ja die hier angebotene Entfernungspauschale nutzen. Auch für das Einkommen aus der Schweiz und mit den dort gefahrenen Kilometern, um das Einkommen für den Progressionsvorbehalt zu berechnen.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Ja, das hätte man erwähnen können.

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