Frage von Peeet,

Besteht ein Kindergeld Anspruch wenn die Tochter als Au-Pair ins Ausland geht?

Bekommt man weiterhin Kindergeld wenn die eigene Tochter für ein Jahr ins Ausland geht um dort als Au-Pair tätig zu werden? Irgendwo kann man doch sagen, dass es eine Sprachausbildung ist, aber ich bin mir nicht sicher ob das Argument wirklich zieht.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Gaenseliesel,

Hallo, das klappt unter folgender Voraussetzung : "Sprachaufenthalte im Rahmen eines Au-Pair-Aufenthalts sind grundsätzlich nur dann als Berufsausbildung anzuerkennen, wenn sie von einem durchschnittlich mindestens zehn Wochenstunden umfassenden theoretisch-systematischen Sprachunterricht begleitet werden. " Gruß K.

http://www.haufe.de/steuern/rechtsprechung/kindergeld-bei-au-pair-aufenthalt-im-...

Kommentar von Gaenseliesel ,

Hallo Peeet, vielen Dank für die Bewertung ! :-) K.

Antwort
von Primus,

Ein Au-pair-Verhältnis dient regelmäßig nicht der Berufsausbildung. Es wird nur berücksichtigt, wenn es von einem durchschnittlich mindestens 10 Wochenstunden umfassenden theoretisch-systematischen Sprachunterricht begleitet wird. . Da der Durchschnitt entscheidend ist, kann ein Ferienmonat unschädlich sein. Bei weniger als durchschnittlich 10 Wochenstunden können einzelne Monate mit intensivem, 10 Wochenstunden überschreitendem Unterricht berücksichtigt werden.

Wird eine Universität/Fachschule besucht oder ein Praktikum abgeleistet, ist unschädlich, wenn zugleich ein Au-pair-Verhältnis besteht.

Weniger als 10 Wochenstunden Unterricht können ausreichen, wenn die übliche Vor- und Nacharbeitung einen erheblichen zusätzlichen Zeitaufwand erfordert. Ebenso kann bei weniger als 10 Unterrichtswochenstunden eine Berufsausbildung vorliegen, wenn der Unterricht der Vorbereitung für einen Fremdsprachentest dient, der für die Zulassung zur Ausbildung/zum Studium erforderlich ist, oder wenn der Auslandsaufenthalt in einer Ausbildungs-/Prüfungsordnung zwingend vorgeschrieben ist.

Antwort
von jowaku,

KG nur in Zeiten, in denen sie mit mindestens 10 h Aufwand (Fahrzeit und häusliche Vor-/Nachbereitung zählen mit - und man sollte sich das Ganze bescheinigen lassen!);

außerdem Zeiten, in denen sie Bewerbungen um einen Ausbildungs-/Studienplatz nachweisen kann (Bewerbungen und Zu-/Absagen ausdrucken und aufbewahren.

Außerdem die Zeit ab einer festen Anmeldung/Zusage/Immatrikulation zu einer Ausbildung/Studium.

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