Frage von atelier, 21

Besteht die Chance drauf,durch höheres Bußgeld Führerscheinentzug zu vermeiden?

Wie groß ist die Chance, dass man bei Angebot,mehr zu zahlen an Bußgeld, den Schein nicht abgeben muß? Hab Radarkasten übersehen und war echt in Eile

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von freelance, 21

diese Geschichten und Erklärungen kennen die Ordnungshüter und sie gehen darauf nicht ein. Du wirst den Fall vor Gericht bringen müssen und dann mit dem Richter "verhandeln". Wenn du nicht nachweisen kannst, dass du den Schein wirklich brauchst, dann wird das nichts.

Ich kenne einige Fälle aus dem Bekanntenkreise. Und in wenigen Fällen wurde das Strafmass reduziert, die Strafe stieg deutlich. Und es wurde auch angeboten, den Zeitpunkt der Abgabe des Führerscheines zu gestalten. Aber alle stritten vor Gericht mit Anwalt.

Antwort
von Juergen010, 12

Diese Frage wurde erst vor ein paar Tagen von mir beantwortet: http://www.finanzfrage.net/frage/geldbusse-und-fahrverbot---fuehrerschein-zum-le...

Antwort
von benny203, 6

Ist hier eigentlich vom Fahrverbot oder vom Fahrerlaubnisentzug die Rede?

Soweit ich weiß kann man ein Fahrverbot durchaus umgehen. Und man benötigt nicht mal zwingend einen guten Grund. Nur ohne Anwalt geht es wirklich nicht. Es gibt da auch sowas wie Augenblicksversagen oder Mitzieheffekt, wo auch vom Fahrverbot abgesehen werden kann.

Der klassische Grund ist aber, dass es ein Härtefall ist, also die Existenz am Lappen hängt. Und das muss wohl auch schon ziemlich gravierend sein und nicht nur so "konstuiert". Ich muss jeden Tag auf Arbeit und der Bus fährt nicht regelmäßig, reicht da sicher nicht aus, den Richter umzustimmen.

Hier mal eine Sammlung von Gründen, um ein Fahrverbot zu umgehen:

  • Der Betroffene ist aus beruflichen Gründen auf seinen Führerschein angewiesen
  • Der dem Fahrverbot zugrunde liegende Bußgeldbescheid war fehlerhaft, beispielsweise aufgrund eines Messfehlers bei einer Geschwindigkeitskontrolle
  • Der Verstoß gegen die StVO ist mit dem sogenannten „Augenblicksversagen“ zu erklären, auch dann kann unter bestimmten Voraussetzungen von einem Fahrverbot abgesehen werden. Dies kann der Fall sein bei einem Fahrverbot wegen des Passierens einer roten Ampel. (zitiert von http://bussgeld.org/fahrverbot/)
Antwort
von Privatier59, 16

Ohne Anwalt bist Du auf verlorenem Posten. Die Bußgeldstellen lassen nämlich nur äußerst selten in solchen Fällen mit sich reden. Chancen hat man allenfalls vor Gericht und auch da kommt es auf alle Umstände des Einzelfalles an.

Kommentar von gammoncrack ,

Die Bußgeldstellen lassen nämlich nur äußerst selten in solchen Fällen mit sich reden

Bist Du sicher, dass die zu diesem Thema überhaupt reden dürfen? Ich dachte immer, dass das nur im Wege des Einspruchs zum Fahrverbot und dann per Urteil eines Amtsgerichtes aufgehoben werden kann.

Kommentar von Privatier59 ,

Wenn keine Straftat vorliegt, ist die Verwaltungsbehörde Herr des Verfahrens und kann Entscheidungen im Rahmen der geltenden Gesetze treffen:

http://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__35.html

Dazu würde auch die Entscheidung über das Fahrverbot gehören.

Antwort
von UIrlii, 20

Die Chance besteht schon. ABER:

"Wer gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einlegen möchte, sollte sich jedoch nicht alleine der Bußgeldbehörde stellen, sondern die Hilfe eines Anwalts in Anspruch nehmen. Mittlerweile gibt es ausreichend Anwälte, welche sich auf das Verkehrsrecht spezialisiert haben." (Quelle: http://zu-schnell-gefahren.de/ )

Außerdem brauchst du schon einen triftigen Grund, warum du kein Fahrverbot kriegen darfst, z.B.: du musst dein behindertes Kind jeden Tag mit dem Auto fahren. Das muss natürlich alles der Wahrheit entsprechen. Am besten ists einfach, man hält sich an die Verkehrsregeln ;)

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