Frage von briangriffin17, 10

Beschäftigungsart für Job nach der Schule vor der Ausbildung

Ich habe vor kurzem meine schulische Karriere beendet, aber bevor ich meine Ausbildung beginne, werde ich noch 1-2 Monate in der Landwirtschaft arbeiten. Nun stellt sich für mich die Frage auf welche Weise ich da am wenigsten Steuern/Sozialabgaben zahlen muss. Es gibt eine Sonderregelung in der "kurzfristigen Beschäftigung", nach der man als in der Landwirtschaft Angestellter nur 5% Pauschalsteuern ohne Lohnsteuerkarte zahlen muss. Jedoch sagt mein Arbeitgeber mir, dass das zwischen Schule und Ausbildung nicht möglich ist, und ich daher "fest" angestellt werden müsste. Da muss ich dann ja aber wahrscheinlich deutlich mehr Steuern/Sozialabgaben zahlen oder?

Kennt sich da jemand aus oder hat Erfahrungen mit diesem Thema gemacht?

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von angelikamueller, 6

Das mit der kurzfristigen Beschäftigung stimmt grundsätzlich. Allerdings wirst Du bei einer Beschäftigung dieser Art zwischen Schulabschluss und Lehrausbildung als berufsmäßig angesehen und somit ist diese Beschäftigung sozialversicherungspflichtig. Wenn Du allerdings die Minijob-Regeln beachtest (unter 450,00 Euro je Monat) bist Du ohne Befreiungsantrag nur in der Rentenversicherung pflichtig. Von dieser kannst Du Dich vor der Beschäftigungsaufnahme befreien lassen lassen. Die Arbeitgeber haben in der Regel diese Formulare vorliegen.

Kommentar von briangriffin17 ,

Vielen Dank, das macht das ganze etwas klarer. Mit dem 450-Euro-Verhältnis bin ich vertraut, das ist aber eher keine Alternative, da da deutlich mehr als 450 Euro zusammenkommen werden. Dann bin ich mal gespannt, wie das mit der Festanstellung so läuft, bzw. wieviel ich dann an Steuern und Sozialabgaben loswerde. Eigentlich sollte das ja aber noch gehen, da nur die letzten 3 Monate mein Ausbildungsgehalt beziehe, und mein Jahreseinkommen insgesamt ja noch relativ gering sein wird...

Antwort
von MaierC, 4

Hallo, ja das ist korrekt, da diese Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und darum nicht versicherungsfrei. Personen, die unter keine berufsmäßige Ausübung fallen sind z.B. Schüler, Studenten, Hausfrauen,Rentner.Eine kurzfristige Beschäftigung von mehr als 400 Euro wird berufsmäßig ausgeübt, wenn die Beschäftigung für Sie nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist (Urteil des Bundessozialgerichts vom 28.10.1960, Aktenzeichen: 3 RK 31/56). Sofern Berufsmäßigkeit anzunehmen ist, besteht Versicherungspflicht in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Die Beiträge sind vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte zu tragen. In der Arbeitslosenversicherung bleibt die Beschäftigung versicherungsfrei, sofern die wöchentliche Arbeitszeit weniger als 15 Stunden beträgt.Eine kurzfristige Beschäftigung von mehr als 400 Euro wird berufsmäßig ausgeübt, wenn die Beschäftigung für Sie nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist (Urteil des Bundessozialgerichts vom 28.10.1960, Aktenzeichen: 3 RK 31/56). Sofern Berufsmäßigkeit anzunehmen ist, besteht Versicherungspflicht in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Wichtig für die Sozialversicherungsfreiheit einer kurzfristigen Beschäftigung ist, dass sie "nicht berufsmäßig" ausgeübt wird. Diese Frage der Berufsmäßigkeit spielt nur dann keine Rolle, wenn der Monatsverdienst weniger als 450 Euro beträgt. Dann liegt ein Mini-Job vor.

Kommentar von MaierC ,

Oh, sorry, hat sich ein Abschnitt zweimal eingefügt. Und anstatt 400,--€ muss es natürlich 450,- € heißen.

Kommentar von briangriffin17 ,

Ganz schön kompliziert... Aber danke!

Antwort
von Rentenfrau, 2

Hallo briangriffin17, meines Wissens wäre bei Dir eine kurzfristige Beschäftigung schon möglich, es dürfen eben nur 50 Arbeitstage oder 2 Monate am Stück sein, die Du arbeitest. Dein Arbeitgeber kann sich bei der Knappschaft erkundigen, die werden ihm das bestätigen.

Kommentar von briangriffin17 ,

Ich glaub da jetzt eher ANGELIKAMUELLER, da mein Arbeitgeber sich da eigentlich auch ganz gut mit auskennt. Wollte mir das nur nochmal bestätigen lassen. Aber Danke für deine Mühen.

Antwort
von Tina34, 2

http://www.parta.de/downloads/parta-protected/Sonderheft_Schulung_SaisonAK.pdf

vielleicht sollte er noch mal seinen STB fragen.

Kommentar von briangriffin17 ,

Danke schonmal! Aber als was "gelte" ich denn jetzt? Schüler bin ich ja eigentlich nicht mehr... Und wie kommt er denn darauf, dass er mich nicht "kurzfristig" beschäftigen kann, wenn er das bei anderen Saisonkräften auch so macht? :(

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community