Frage von Solita, 450

Berufsunfähigkeitsversicherung mit 55 Jahren?

Ich habe Rückenprobleme und Arthrose, arbeite in Schichten. Sollte ich mich jetzt noch versichern lassen? Was wird mit dem eingezahlten Geld, wenn ich die BU nicht in Anspruch nehme? Ist das Geld dann weg? Oder ist dann eine kombinierte BU mit Altersvorsorge besser?

Antwort
von Kevin1905, 442
Sollte ich mich jetzt noch versichern lassen?

Dich wird kaum ein Versicherer nehmen und falls sich doch einer findet gehe von gewaltigsten Risikozuschlägen aus oder einem Leistungsauschluss mind. für alle von dir oben aufgezählten Krankheiten.

Was wird mit dem eingezahlten Geld, wenn ich die BU nicht in Anspruch nehme?

Weg natürlich. Als Gegenleistung bekommst du Versicherungsschutz. Wovon sonst soll denn die Versicherung leben außer davon, dass sie mehr an Beiträgen einnimmt als an Leistungen zahlt?

Oder ist dann eine kombinierte BU mit Altersvorsorge besser?

Nein. Mogelpackung. Die Beiträge für den Risikoschutz sind dann auch weg. Ausgezahlt wird der (Mehr-)beitrag der in den Spartopf wandert. Bei der kurzen Laufzeit sind Fonds nicht zu empfehlen und eine klassische Anlage aufgrund der Minizinsen auch nicht. Verlustgeschäft auf ganzer Linie wäre unausweichlich.


Wende dich an einen Versicherungsmakler mit Schwerpunkt BUV, aber mach dir keine zu großen Hoffnungen. Der Zug ist zu mind 95% abgefahren.

Antwort
von Primus, 322

Für die allerallermeisten Personen wird es aus gesundheitlichen Gründen ganz nüchtern betrachtet ab Alter 55 kaum noch möglich sein, sinnvollen Versicherungsschutz (ohne allzuviele Leistungsausschlüsse) im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen.

Bei Deinen Vorerkranken hast Du wohl gar keine Chance mehr und eine BU, die nicht in Anspruch genommen wurde, wird nicht ausgezahlt.

Antwort
von treuconsults, 319

da sieht es schlecht aus, bei Vorerkrankungen wirst Du keine Versicherung für BU mehr finden-leider. Oder es wird die BU für die vorhandenen Krankheiten ausgeschlossen-die Prämie wäre dann aber vermutlich sehr hoch. Fürchte, das ist nun zu spät.

Antwort
von Candlejack, 253

Sorry, aber das kannst Du vergessen ! Mal abgesehen vom hohen Preis mit 55:

Versicherungen sind abzuschließen, wenn man noch KEINE Probleme hat, denn rauchende Häuser werden nicht mehr gegen Feuer versichert und bei Dir raucht es gewaltig. Das werden leider alle Anbieter so sehen, wenn Du die Gesundheitsfragen beantwortet hast und Dir einen Schutz verweigern. Eine BU schließt man möglichst jung und möglichst gesund ab, dann sind die Preise bezahlbar.

Mit 55 fällst Du noch in die Altregelung für alle vorm 02.01.1961, dann gibts zumindest halbwegs ne Leistung und zur Not noch Aufstockung.

Eine kombinierte BU mit Altersvorsorge ist nicht der richtige Weg. Das sind zwei verschiedene Risiken, die man verschieden regelt.

Antwort
von Privatier59, 202

Deinen Optimismus möchte ich haben! Schon das Lebensalter alleine dürfte genügen um eine Absage für einen BU-Versicherungsantrag zu bekommen. Und mit Vorerkrankungen ist die Sache so aussichtslos, dass Du Dir jegliche Mühen sparen kannst. Wieso hast Du nicht vor 30 Jahren an so was gedacht?

Antwort
von Awando, 172

Also Sie haben Vorerkrankungen, stehen ca. 10 Jahre vor der Rente und machen sich Gedanken darüber, dass das Geld weg sein könnte, wenn Sie die Versicherung nicht in Anspruch nehmen.

Wie funktioniert eine Versicherung ?

Einige Menschen zahlen ein. Ein Teil davon wird berufsunfähig und bekommt Geld. Wenn jemand 2000 Euro abgesichert hat und für 5 Jahre eine Berufsunfähigkeitsrente bezieht, dann sind das in dem Beispiel 120.000 Euro.

Sind Sie gesund und kaufmännisch tätig, so liegt die Wahrscheinlichkeit vielleicht bei 10%, dass Sie berufsunfähig werden. Also unter 10 Menschen ist einer, der berufsunfähig wird.

Diese 10 Menschen müssen also 120.000 Euro ersparen. Wenn diese mit 55 einsteigen. Also wie Sie, dann müsste jeder 12000 Euro in 10 Jahren zusammenbringen. Also von 55 bis 65. Lebensjahr. Sagen wir mal.

Das macht dann 100 Euro im Monat (zzgl. den Kosten für die netten Anträge, die Bearbeitung im Leistungsfall usw. . - Die arbeiten nämlich, wie Sie auch, nicht ehrenamtlich).

Jetzt sind Sie aber im Schichtdienst. Womöglich sind Sie handwerklich tätig. Jetzt beträgt Ihr Risiko - wenn Sie gesund sind - auf einmal mind. 20%. Sie müssten also 200 Euro im Monat zahlen. Zzgl. den genannten Kosten.

Nu aber haben Sie Rückenprobleme und Arthrose. Also deutliche Verschleißerscheinungen. Übrigens damit, neben Psychogeschichten, die Hauptursache einer Berufsunfähigkeit.

Ihr Risiko liegt dann also vielleicht - nett gerechnet - bei 40%. Sie müssten also 400 Euro im Monat aufbringen. Zzgl. genannten Kosten.

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Kurzum, eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist dafür da, Sie ein Berufsleben lang zu begleiten. Man steigt jung und gesund ein und sichert sich die Zukunft ab.

Mit 55 ist das kaum noch möglich. Mit Rückenproblemen nur sehr schwer - kommt auf die Probleme an. Mit Rückenproblemen und Arthrose ist es überhaupt nicht möglich.

:::: Evtl. geht noch eine Versicherung, welche bestimmte Krankheiten absichert.

Meiner Meinung nach sollten Sie sich aber eher über eine Pflegeergänzung Gedanken machen. Denn das ist ein Thema für IHRE Zukunft. Und da auch hier Gesundheitsfragen anfallen, wäre da wohl fast die geförderte Pflege Bahr Rente eine Lösung.

Eventuell.

Aber das müsste man individuell betrachten....

Antwort
von althaus, 225

In der Regel versichert man sich, wenn noch keine Erkrankungen vorliegen, denn dann hast Du den günstigsten Beitrag. In Deinem Fall macht das keinen Sinn mehr. Entweder die Schließen Deine Krankheiten aus oder Du bekommst gar keine Versicherung mehr. Zudem würde der Beitrag sehr hoch sein. Die Beiträge gehen verloren. Daher kannst Du eine Versicherung mittlerweile vergessen. Dafür bist Du zu spät dran. Die Beiträge kannst Du Dir sparen.

Antwort
von billy, 164

Das musst Du Dir leider abschminken.

Antwort
von mig112, 161

Gegenfrage: Wie kommst du auf die Idee, mit den Vorerkrankungen überhaupt eine BU-Police zu bekommen!?

Da du keine Chance auf vollen Versicherungsumfang hast und dich zudem über die monatlichen Kosten erschrecken würdest, erübrigen sich die weiteren Fragen nach dem Verbleib deiner Prämien.

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