Frage von atmmm 19.05.2010

Berücksichten private Altersvorsorgen die Inflation?

  • Hilfreichste Antwort von wfwbinder 19.05.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wieder die übliche Gegenfrage "eine Inflation" also eine Hyperinflation, dann wäre die Altersversorgung weg.

    Die normalen Inflationsraten von 1-3 % nagen daran, aber man versucht es ja mit dynamisierungen, also mit steiegenden Beiträgen im Verhältnis zu Teuerungsrate am laufen zu halten.

  • Antwort von wombard 20.05.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Inflation wird gerade jetzt wie Tsunami, Pest oder Cholera verwandt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation
    

    Sie kommt im Übrigen nicht, sondern begleitet uns schon seit Jahrzehnten. Sie wird in Deutschland z.B. über die Messung des Verbraucherpreisindex ermittelt (Warenkorb). Die gefühlte Inflation ist ein anderes Thema... In den letzten 30 Jahren hatten wir im Schnitt eine Inflation, die bei ca. 3 % lag.

    Volkswirtschaftlich spricht man ab 5 % Inflationsrate von einer schweren Inflation. Diese hatten wir z.B. in Zeiten der Ölkrise - also 70er Jahre. Es besteht in der Tat eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass wir in den nächsten Jahren wieder eine schwere Inflation erleben. Aber genau, weiss es niemand. Es gibt einige Parameter, die auf so etwas hindeuten, wie z.B. steigende Rohstoffpreise.

    Deflation ist auch nicht ganz so lustig. Japan hat dies seit den 90er Jahren. Preise fallen aber kaum jemand kauft/konsumiert..

    http://de.wikipedia.org/wiki/Deflation
    

    Deutschland ist ein Land der Geldwertanlagen und wie hier schon treffend erwähnt..die Inflation nagt an Geldwerten und du solltest deine Altersvorsorge nicht auf Geldwerte, sondern eher auf Sach- und Substanzwerte aufbauen. Geldwerte wären: alle klassischen Versicherungen wie Kapital- und Rentenversicherungen, Bausparer, klassische Riesterverträge usw. .

    Bei Versicherungsverträgen gibt es die Möglichkeit eine Dynamik abzuschließen. Diese wird gern als Inflationsausgleich verkauft. Hierdurch steigt aber auch der Beitrag und von diesem werden wieder Kosten abgezogen. Der Vermittler bekommt seine Dynamikprovision und die Versicherung ihren Anteil. Was für den Inflationsausgleich bleibt?

    Diese Kosten der Dynamik werden gern bei Abschluss verschwiegen. Ich würde eher auf eine Dynamik verzichten bzw. eh keine klassischen Versicherungen abschließen, da diese für en Kapitalaufbau ungeeignet sind und nur Geld verbrennen aber kein Vermögen aufbauen.

    Wichtig ist, dass du deinen persönlichen Kuchen (Vermögen) auf mehrere Pferde verteilst also streust (diversifizierst). So minderst du auch dein Risiko. Hierbei hilft dir gern ein unabhängiger Profi, der sich insbesondere mit Sach- und Substanzwerten auskennt.

  • Antwort von Shakotai 19.05.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Um die private Altersvorsorge (und nicht nur die) vor der Inflation zu schützen, wird normalerweise von den Versicherungen die 'Dynamik' angeboten. Sollten sie in ihren Verträgen diese vereinbart haben, bekommen sie jährlich ein Dynamikangebot in vereinbarter Höhe um ihre Beiträge und Leistungen an die Inflation anpassen zu können. Diese Angebote sind nicht verpflichtend, sie können sie ablehnen. Lehnen sie diese jedoch mehr als drei Mal ab, werden sie völlig ausgeschaltet, sie bekommen keine Angebote mehr.

    Diese Dynamik deckt jedoch nur die 'normale' Inflation ab. Eine Hyperinflation, wie momentan im Gerede ist, kann sie nicht puffern. Würde eine solche eintreten, wären sämtliche Geldwertanlagen (klassische Anlagen) nicht mehr das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurden. Hier kann eine grundsätzliche Investition bei langfristigen Anlagen in Sachwerten (Aktien, Immobilien, etc.) abhelfen. Sachwerte unterliegen üblicherweise nicht einem inflationären Wertverlust.

  • Antwort von mig112 19.05.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn deine Altersvorsorge in Sachwerten angelegt ist (beispielsweise fondgebunden), dann schon...

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