Frage von MiaCara,

Beratungsprotokoll betriebliche Altersvorsorge verbindlich?

Ich hatte heute ein Gespräch mit einem Berater über eine vertriebliche Altersvorsorge. Da ich mich noch nicht festlegen wollte, habe ich gesagt, dass ich Bedenkzeit brauche. In den Beratungsprotokoll habe ich jetzt aber unterschrieben, dass ich einen Antrag beifüge (also einen Antrag stelle) und daneben hat der Berater geschrieben, 'Feedback in ca. einer Woche bzgl. Entscheidung'. Bin ich jetzt an das 'Ja' gebunden, also dass ich einen Vertrag schließen werde ? ist dieses Protokoll also verbindlich ?

Antwort
von Beachgirl,

Verbindlich ist nur der Teil den du unterschrieben hast. Du hast keinen Vertrag abgeschlossen, wenn du jetzt also noch raus willst, dann kannst du das machen. Der Zusatz von dem Berater besagt ja, dass diese Unterschrift (für den Vertrag) noch nicht endgültig war.

Antwort
von Kevin1905,

Dir steht immer noch ein Widerrufsrecht zu.

Das Beratungsprotokoll ist gesetzlich vorgeschrieben und sichert Kunden, sowie Berater ab.

Antwort
von gammoncrack,

Der Berater hat sich von Dir einen Antrag unterschreiben lassen. Der Grund könnte natürlich sein, dass er bei einem von Dir gewünschten Abschluss nicht noch einmal vorbeikommen möchte. Das Problem, was Du hast, ist, dass er ja jederzeit sagen kann, dass Du ihm ein positives Feedback (also Abschluss) mitgeteilt hast. Das kann ich aber kaum glauben, da er natürlich weiß, dass Du nach Zugang der Police noch ein Widerrufsrecht hast.

Wenn Du nicht mehr interessiert bist, rufe ihn einfach an. Kommt trotzdem eine Police, dann schnellstens widerufen.

Antwort
von Underfrange,

Das Beratungsprotokoll ist gesetzlich vorgeschrieben und muss mit dem Antrag erstellt werden. Es dien der Sicherheit des Kunden und des Verkäufers um ggf. im Nachhinein noch zu belegen was besprochen wurde oder was eben nicht.

Eine Absichtserklärung in einem vorgezogenen Beratungsprotokoll hat bestenfalls eine moralische Verpflichtung, keinesfalls aber eine juristische. Also kein Problem wenn sich der Interessent nach dem Beratungsprotokoll doch dagegen entscheidet.

Außerdem kommt hinzu, dass die Versicherte Person nicht Vertragspartner ist sondern der Arbeitgeber. Nur wenn beide den Antrag (nicht vorgezogenes Beratungsprotokoll) unterschreiben kommt ein Vertrag zustande.

Richtig ist auch, dass selbst nach Zustandekommen eines Vertrages eine Widerrufsfrist von inzwischen 4 Wochen gilt. Das inzwischen angefertigte Protokoll ist bestenfalls vom Arbeitgeber nutzbar der damit nachweisen kann dir den Weg der baV ermöglicht und angeboten zu haben.

Je nach Einkommenssituation muss die betriebliche Altersvorsorge (je nach Durchführungsweg) nicht immer die erste Wahl sein. Bitte lasst euch da unabhängig nochmal beraten. Unabhängig heißt nicht vom Vertreter einer Gesellschaft oder noch schlimmer einem Bankmenschen sondern von einem unabhängigen Versicherungsberater gegen Honorar oder einem Versicherungsmakler. Möglicherweise (Einkommen und Anzahl der Kinder) ist z.B. die Riesterrente der einfachere Weg fürs Alter vorzusorgen. Das kann aber niemand pauschal sagen.

Es gibt zum klassischen Weg der Altersvorsorge über den Weg der Rentenversicherung noch Alternativen mit weit mehr Rendite und das zum halben Beitrag. Auf Anfrage gerne mehr.

Antwort
von alfalfa,

Verbindlich ist der Antrag. Punkt. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Mitarbeitern eine baV (mindestens Direktversicherung) zu ermöglichen und muss sie auch darüber informieren. Versäumt er dieses, so kann er ggfs in Regress genommen werden. Schlaue Arbeitgeber lassen ihre Mitarbeiter beraten, sich dieses im Beratungsprotokoll gegenzeichnen und legen dieses in den Safe, falls der MA eine baV ablehnt, aber ggfs später Ansprüche geltend machen will. Insoweit relativiert das ein wenig die Funktion des Beratungsprotokolls.

Antwort
von barmer,

Hallo,

hast Du einen Antrag unterschrieben oder nicht ? Alles andere ist nicht verbindich.

(Und selbst beim Antrag gibt es noch ein Widerrufsrecht.)

Kommentar von MiaCara ,

Nee ich habe ein Beratungsprotokoll unterschrieben, in dem steht ' ja ich mache meine ansprüche geltend und füge einen entsprechenden Antrag bei'

Kommentar von barmer ,

Warum unterschreibst Du etwas, was offensichtlich nicht stimmt ? Und um welche Ansprüche soll es gehen ?

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