Frage von SelbstUndFrei, 15

Bemessungsgrundlage von Kassenbeiträgen bei Selbständigkeit

Ich bin schon Jahre freiberuflich tätig und habe im Juni 2013 zusätzlich einen Gewerbebetrieb angemeldet. Meine Krankenkasse (IKK) berechnet die monatlichen Beiträge, indem sie meine Jahres-Einkünfte durch zwölf teilt. Normalerweise! Da mein Gewerbebetrieb aber erst für sieben Monate (Juni- Dezember) angemeldet ist, werden die Einkünfte aus diesem Betrieb separat durch sieben geteilt. Daraus errechnet die Kasse einen Beitrag, dem ein theoretisches (!) Einkommen von über 30t € zugrunde liegt. Mein reales Einkommen aus beiden Betrieben liegt bei 20t €. Jetzt soll ich absurd hohe Beiträge zahlen. Ist das rechtens?

Antwort
von Konrad92, 9

Hallo, leider gibt es für Selbständige eine vom Gesetzgeber festgesetzte Bemessungsgrundlage, die 2015 genau 2126,25 Euro im Monat beträgt. Im Jahr 2014 lag diese etwa 2% niedriger. Das ergibt 25.515 Euro im Jahr für 2015. Darauf werden die Beiträge der Krankenkassen angerechnet, was inklusive Pflegeversicherung und Zusatzbeitrag 372,10 Euro im Monat bei mir ergibt.

Ich habe auch schon weniger Einnahmen im Jahr gehabt und musste trotzdem Beiträge in Höhe der Bemessungsgrundlage zahlen. Finde das auch ungerecht, denn ein Angestellter, der nur 1500 Euro im Monat verdient zahlt ja auch nur auf dieses Bruttogehalt die Beiträge.

Lässt sich aber leider nicht gegen machen. Es gibt zwar Härtefallregelungen, die aber nur in ganz seltenen Fällen angewendet werden. Hat man kaum eine Chance!

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