Bekommen wir wieder eine Hyperinflation mit Geldentwertung und Währungsreform?

gefragt von althaus am 03.07.2009 um 17:06 Uhr

Die Staatsverschuldung der Eu-Länder ist besorgniserregend. Ich glaube auch nicht daran, dass die Regierungen das Problem in den nächsten Jahren in den Griff bekommen werden sondern, daß die Verschuldung durch zunehmende Arbeitslosigkeit weiter steigen wird. Die Geldmenge ist auch gigantisch gestiegen. Wie wahrscheinlich ist es, daß sich die Staaten durch eine Hyperinflation und Währungsreform entschulden werden? Soll ich mein Geldvermögen irgendwie davor absichern? Halte derzeit nur Anleihen, Sparverträge und 5% in einem Aktienfond und 5% in einem offenen Immobilienfond. Mehr möchte ich in Aktien nicht investieren, da ich von den Erträgen leben muss.

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wfwbinder
beantwortet von wfwbinder am 3. Juli 2009 17:35
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Eine Hyperinlaton wie Anfang der zwanziger Jahre mit Sicherheit nicht.

Auch wenn ich mich aus dem Fenster lehne, aber ich rechne am Ende der Krise und danach mit 5-8 % p.a. nicht pro Monat.


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 3. Juli 2009 18:07
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Ich glaube nicht, dass es zu einer Inflation kommt, weil die Bundesbank, die Zentralbanken der anderen EU-Mitglieder und die EZB das verhindern werden. Das hat jedenfalls der Bundesbankpräsident Weber bei der IFO Jahrestagung (23.6.2009 in München) gesagt. Eine Hyperinflation würde nicht nur Deutschland und Europa sondern die ganze Welt wirtschaftlich um Jahrzehnte zurückwerfen. Daran kann niemand gelegen sein.

Nur zur Information solltest du wissen.

Sparverträge und Anleihen gehören zu den Geldwerten und diese verlieren bei einer Inflation an Wert. Im Gegensatz zu Sachwerten wie Immobilien, Immobilienfonds, Aktien und Aktienfonds ebenso geschlossene Beteiligungen.


Spezi
beantwortet von Spezi am 3. Juli 2009 17:43
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Mit Anleihen und Sparverträgen sitzt Du in der Inflationsfalle. Alle Vorbereitungen für eine kräftige Inflation sind schon getroffen: Deflation, gigantische Staatsverschuldung in fast allen Staaten, Pleite gefährdete EU Länder,massive Arbeitslosigkeit in den meisten West-Staaten, Banken mit Bad - Papieren in geheim gehaltenen Volumen, Geldproduktion durch EBZ und FED in ungeahnter Masslosigkeit. Allein die BRD hat soviel Verpflichtungen (ca. 7,5 Billionen, incl. nicht rückgedeckter Beamtenpensionen) das es nicht mehr rückzahlbar ist. Dann erfolgt die Entschuldung zum grossenTeil über die programmierte Währungsreform - global. Bezweifeln tun das nur noch Regierungs-Lobbyisten, Realitätsverweigerer und Hirnfreie... Zur Absicherung taugen Sachwerte: Immobilien, Gold, Unternehmensbeteiligungen, Aktien. Schulden machen ist auch ok., was dem Staat nützt kann Dir nicht schaden.


qtbasket
beantwortet von qtbasket am 3. Juli 2009 17:35
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In der Frage steckt viel Angst. Aber niemand, wirklich niemand, der sich seriös mit Finanzwirtschaft beschäftigt, glaubt an Währungsrefom etc.

Was kommen kann - in ein bis zwei Jahren: eine heftige Inflation, aber auch das weiß keiner.

Kommentar von guensing am 3. Juli 2009 18:17

Mark Twain: Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen!


anonym
beantwortet von guensing am 3. Juli 2009 17:16
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Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen! Mit einer inflationären Tendenz muss in absehbarer Zeit gerechnet werden, mit Währungsreform in Deutschland eher nicht.


Kommentar von 146e5ee11faa42061266f4bdd2cb3cdesmallLittleArrow am 3. Juli 2009 17:58

Könnte Deutschland überhaupt autonom die Währung reformieren, also den Euro abschaffen und die "Infla-Mark" einführen?

Kommentar von guensing am 3. Juli 2009 18:08

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Deutschland wieder eine separate Währung einführen kann. Nicht völlig auszuschließen wäre, dass die EU in extremer Krise und bei sehr gegenläufigen Entwicklungen in den Mitgliedstaaten zerbrechen oder sich in Teile umfunktionieren könnte, eventuell mit neuen Teilwährungen statt Euro. So etwas ist denkbar, aber aus heutiger Sicht wenig wahrscheinlich.

Kommentar von guensing am 3. Juli 2009 18:36

Dazu noch ein Zitat aus der F.A.Z. vom heutigen 3.7.2009: "Die Hoffnung bleibt, dass der Euro Opfer der jetzigen Krise werden könnte." (so M.A. Gotthelf: "Was starrt ihr alle auf 1929?!" auf Seite 33). Meine Hoffnung wäre das nicht. Aber wer weiß...?


anonym
beantwortet von detlef32 am 3. Juli 2009 22:43
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Ich erwarte eine Inflation von 5% und mehr.
Mehr als 10% sind möglich aber unwahrscheinlich, jedenfalls in der Eurozone. Irgendjemand muß den ganzen Schuldenberg ja bezahlen und soviel ist durch neue Steuern nicht zu bekommen.


anonym
beantwortet von billy am 3. Juli 2009 20:19
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nun mal nicht zu schwarz sehen meine Herren, ich glaube nicht das das von dir gezeichnete Horrorszenario eintrifft. Es ist alles noch beherrschbar.


LittleArrow
beantwortet von LittleArrow am 3. Juli 2009 17:58
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Jedenfalls könnte man sich als Finanzminister schon darüber Gedanken machen, bisher geschonte Einkommens- und Vermögensquellen zunächst als "Subventionen" zu brandmarken und dann kräftig zu besteuern. Paradebeispiel ist die Subvention "Steuerfreiheit für 10 Jahre gehaltene Immobilien"; die Steuerfreiheit gibt es nicht mal für vergleichsweise hochriskante Aktienanlagen. Warum also sollten Immobilien einen Sonderstatus behalten?

Beim Goldhandel könnte man ihn über die Banken monopolisieren und besteuern. Wer kauft privat €10.000 Gold ohne Echtheitszertifikat?


humoer
beantwortet von humoer am 3. Juli 2009 17:28
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Hallo,

man soll ja nicht mit einer Gegenfrage antworten, aber was vestehst Du denn unter Hyperinflation? Ein Brot für 2Milliarden Euro, oder jährliche Steigerung um wieviel Prozent?

Kommentar von althaus am 3. Juli 2009 17:34

Eine Inflation von 8%-12% in 3 - 4 Jahren wäre schon immens hoch, womit ich noch keine Probleme sehe und auch nicht ausschließen möchteAber was ist wenn wir weit höhere Inflationsraten sehen werden, über 20% oder 30% p.a. oder mehr? Anleihen die mit einem Zinssatz über dieser Inflationsrate begeben werden, kann ich mir nicht vorstellen.

Kommentar von 1928372d696aac89e5ef95eea076f957smallwfwbinder am 3. Juli 2009 17:35

8-12 % pro Jahr ist keine Hyperinflation. Unter Hyperinflaton versteht man 10 % und mehr pro Monat.


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