Frage von MagdalenaEbert, 62

Bekomme ich Sozialgeld/Wohngeld bei zu niedriger Rente, wenn ich eine Eigentumswohnung in einer anderen Stadt habe, in der meine Tochter lebt?

Ich habe eine Wohnung in Berlin, in der meine Tochter lebt, die alleinerziehend und selbständig ist. Sie schafft es nun kaum mehr die Miete zu zahlen. Wenn sie jetzt aufhört die Miete zu zahlen, habe ich dann Anspruch auf Sozialgeld? Soll ich meiner Tochter die Wohnung schenken (Schenkung) oder verlangt dann das Sozialamt, dass ich die Schenkung rückgängig mache? Ich habe 580 € Rente, bin zu 100% körperlich behindert und wohne selbst zur Miete. Danke für Ihre Hilfe

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Gaenseliesel, 28

Hallo,

Vorschlag 1.......falls machbar, wäre ein Wohnungstausch evtl. eine Alternative ?

denn eine Eigentumswohnung die du angenommen selbst bewohnst, zählt zum Schonvermögen, muss also in der Regel nicht verkauft werden, bevor man Grundsicherung beziehen kann.
Allerdings darf die Eigentumswohnung für einen Einpersonenhaushalt aber 80 qm nicht überschreiten, bis dahin ist sie gerade noch angemessen (Aktenzeichen: B 7b AS 2/05R und B 11b AS 37/06 R). 

Die Urteile beziehen sich zwar auf Hartz IV, sind aber ähnlich auch bei der Grundsicherung im Alter eine Bezugsgröße.

Vorschlag 2...... ist vielleicht für deine Tochter mit Kind eine vorübergehende Option, Hartz4 oder Wohngeld beantragen:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/536596982f074a601.php

Antwort
von Daniel5966, 40

Nein, ich glaube nicht, dass du Anspruch auf Sozialgelb hast, denn du hast ein Vermögen (die Wohnung). Aber deine Tochter, sie kann Anspruch haben, wenn sie so wenig verdient und kein Vermögen hat. Aber dort soll ein Mietvertrag zwischen du und deine Tochter.

Aber du und deine Tochter müssen ein Mietvertrag haben. Denn sie müssen beweisen, dass sie diese Kosten hat.

Kommentar von MagdalenaEbert ,

danke, meine Tochter hat einen Mietvertrag mit mir.

Antwort
von blackleather, 37

Die Antwort auf deine Frage findest du, wenn du mal - losgelöst von allen verwandtschaftlichen Rücksichten - versuchst, den Fall objektiv zu beurteilen, d.h. anhand der Vorstellung, wie ein nüchtern denkender Fremder an deiner Stelle handeln würde.

Er würde zur Verbesserung seiner finanziellen Situation:

  1. Auf der pünktlichen Zahlung der Miete bestehen.
  2. So bald wie möglich die Miete anheben.
  3. Wenn der Mieter unzuverlässig zahlt, das Mietverhältnis zu beenden versuchen.
  4. Wenn das alles immer noch nichts hilft, die vermietete Wohnung verkaufen (nicht verschenken!)

Spätestens nach Maßnahme 4 wäre genug Geld da, um wieder eine Zeitlang über die Runden zu kommen. Genau das und nix anderes ist es auch, was das Sozialamt von dir mit Fug und Recht verlangen könnte.

Antwort
von Privatier59, 40

"Sozialgeld" wird in dem Falle Grundsicherung sein und die gibt es nicht, wenn verwertbares Vermögen vorhanden ist. Das mit der Schenkung ist eine ganz schlechte Idee. In der Tat kann bei Verarmung des Schenkers das Geschenk zurück verlangt werden und diesen Anspruch wird das Grundsicherungsamt stellvertretend für Dich geltend machen.

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