Frage von MrMoe, 107

Beitragsberechnung der Familienversicherung aus Witwengeld?

Halle ich hätte eine Frage zur Familienversicherung meiner Mutter und mir als Sohn(Student).

Vor kurzem ist mein Vater verstorben. Er war Alleinverdiener bei uns in der Familie und die Einnahmen kamen aus seiner Pension als Beamter. Nun geht es um die Neuberechnung des Krankenversicherungsbeitrages. Heute kam ein Brief ins Haus und wir mussten feststellen, dass sich unserer KV Beitrag nach der Neuberechnung aus dem Witwengeld meiner Mutter um mehr als 100€ erhöht hat.

Wie kann das sein???

Mir ist aufgefallen, dass sich dieser rechnerisch wie folgt zusammensetzen muss:

Witwengeld 16,1% (KV-Beitrag) + Witwengeld2,35% (Pflege-Beitrag)= Gesamter Krankenversicherungsbeitrag

Aus den Unterlagen meines Vater erkenne ich wie zuvor der Betrag errechnet worden ist und zwar wie folgt:

Brutto Pension - Kinderfreibetrag= "Netto" /2=Berechnungssatz

Berechnungssatz16,1% (KV-Beitrag) + Berechnungssatz2,35% (Pflege-Beitrag)= Gesamter Krankenversicherungsbeitrag

Noch zur Information, meine Mutter ist zurzeit Hausfrau, hat zuvor aber eine Beschäftigung ausgeübt und somit in die gesetzlich Rentenkasse eingezahlt. Jedoch ist Sie zurzeit nicht im rentenfähigen Alter und bekommt somit keinen teil des KV-Beitrags von der Rentenversicherung gezahlt

Meine Frage jetzt wieso fällt der Kinderfreibetrag und Halbierung wegen der Aufteilung zwischen Arbeit-geber und nehmer weg?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RHWWW, 62

Hallo,

die Ehefrau hat bisher Beiträge nach der sog. Ehegatteneinstufung bezahlt (es waren ja nicht ihre Einnahmen, sondern die Einnahmen des Ehegatten): § 240 SGB V (letzter Absatz) Bei der Ehegatteneinstufung werden für Kinder Freibeträge abgezogen.

Das Witwengeld ist jetzt eine eigene Einnahme. Hierbei werden keine Kinderfreibeträge abgezogen.

Die Witwenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird unabhängig vom Alter für mindestens 3 Monate gezahlt.  

Gruß

RHW

Kommentar von RHWWW ,

Korrektur: eine Witwenrente der gesetzlichen Rentenversicherung wird nur gezahlt, wenn der Verstorbene mindestens 5 Beitragsjahre in der RV hatte.

Kommentar von RHWWW ,

Danke für den Stern!

Antwort
von barmer, 65

Hallo,

verstehe ich das richtig, dass der Vater zuvor als Beihilfeberechtigter privat versichert war und die Mutter gesetzlich versichert (obwohl nicht berufstätig ?)

Nur so ist die Beitragsberechnung "vorher" zu erklären.

Nun, jetzt ist offenbar die Mutter selbst Empfängerin der Witwenpension und ihre eigenen Einkünfte werden zur Beitragsberechnung herangezogen. Da die Witwenpension 60% der vorherigen Pension beträgt und bei dieser Berechnung es auch keinen Kinderfreibetrag gibt, kann der Beitrag durchaus höher sein als vorher.

Es könnte noch dicker kommen: Bekommst Du eventuell noch Waisengeld ? Dann bist Du ebenfalls selbst versichert und zahlst einen eigenen Beitrag.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von barmer ,

mit Familienversicherung hat das Ganze überhaupt nichts zu tun...

Kommentar von MrMoe ,

du hast alles richtig verstanden ;). Nur ich verstehe nicht warum der Kinderfreibetrag wegfallen sollen da ich ja noch keinen eigenes Einkommen habe müsste ich doch weiterhin bei meiner Mutter mitversichert bleiben.

Ich bekomme zusätzlich noch Halbwaisengeld jedoch übersteigt dieses nicht die gesetzliche Sozialversicherungsgrenze.

Kommentar von barmer ,

der Abzug des Kinderfreibetrags erfolgt nur bei der hilfsweisen Berechnung über das Einkommen des privat Versicherten Gatten. Beim eigenen Einkommen nicht. Dafür gibts ja jetzt doch noch die beitragsfreie Familienversicherung für Dich.

Antwort
von MrMoe, 38

du hast alles richtig verstanden ;). Nur ich verstehe nicht warum der Kinderfreibetrag wegfallen sollen da ich ja noch keinen eigenes Einkommen habe müsste ich doch weiterhin bei meiner Mutter mitversichert bleiben.

Ich bekomme zusätzlich noch Halbwaisengeld jedoch übersteigt dieses nicht die gesetzliche Sozialversicherungsgrenze.

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