Frage von Troja71, 34

Beitrag zur Rentenversicherung bei geringfügiger Beschäftigung

Mich interessiert Ihre/Eure Meinung zur RV bei geringf. Beschäftigung. Lohnt sich der freiw. Beitrag von rd. 15-20 € / Monat ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MadRampage, 27

Ja, um Beitragsjahre zu bekommen und Anspruch auf alle Leistungen der deutschen Rentenversicherung (DRV) zu haben wie z.B. Reha

Nein, weil man durch gute private bzw. eigene Vorsorge mehr Rendite rausholen kann.

Es kommt also auf Deine Umstände drauf an:

  • Ist es der einzige Job und der einzige Beitrag zur deutschen Rentenversicherung (DRV), dann sind 17,55€ im Monat (=3,9% von 450€) nicht viel für die vollen DRV-Leistungen und Anrechnung als vollwertige Beitragsjahre

  • Ist es nur ein Nebenjob parallel zur SV-Pflichtigen Anstellung KÖNNTE eigen Vorsorge effektiver sein (mehr Rendite bringen)

Antwort
von Kevin1905, 25

Er beträgt maximal 17,55 € im Monat bei 450,- € Verdienst und er lohnt sich, wenn der Minijob die einzige Einnahmequelle ist, weil

  • dadurch ein Anspruch auf berufliche Reha entsteht
  • nach 36 Monaten ein prinzipieller Anspruch auf Erwerbsminderungsrente entsteht, wenn die allgemeine Wartezeit von 60 Beitragsmonaten erfüllt ist.
  • der Minijobber unmittelbar förderfähig zur Riesterrente wird (ca. 6,- € im Monat für vollen Zulagenanspruch).
  • es die Einrichtung einer sog. Minijob-bAV möglich macht.
  • die Zeiten als vollwertige Beitragszeiten gerechnet werden im Bezug auf die Rente für langjährig Versicherte und besonders langjährig Versicherte, womit man evtl. früher als mit 67 mit geringeren oder gar keinen Abschlägen Altersrente beziehen kann.
  • Sich der Anspruch auf Altersrente um ca. 4,70 € erhöht. ;-)

Wenn der Minijob neben einer versicherungsplfichtigen Hauptbeschäftigung ausgeübt wird, rate ich allerdings darauf zu verzichten, da o.g. Vorteile schon über die Haupttätigkeit erfüllt sind. In dem Fall sollten die 17,55 € privat angelegt werden. Das ist bei einer Laufzeit von 15 Jahren und mehr eigentlich immer renditetechnisch die sinnvollere Alternative.

Antwort
von Primus, 22

Ja, das lohnt sich, denn Pflichtbeitragszeiten sind Voraussetzung für: einen früheren Rentenbeginn, Ansprüche auf Leistungen zur Rehabilitation (sowohl im medizinischen Bereich als auch im Arbeitsleben),

den Anspruch auf Übergangsgeld bei Rehabilitationsmaßnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung,

die Begründung oder Aufrechterhaltung des Anspruchs auf eine Rente wegen Erwerbsminderung

den Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung für eine betriebliche Altersversorgung und die Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen für eine private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung (zum Beispiel die sogenannte Riester-Rente) für den Minijobber und gegebenenfalls sogar den Ehepartner.

Darüber hinaus wird das Arbeitsentgelt in voller Höhe bei der Berechnung der Rente berücksichtigt. Der Minijobber erhält dadurch eine höhere Rente.

Antwort
von Rentenfrau, 20

Hallo Troja71, wenn Du die geringfügige Tätigkeit im Jahr 2013 aufgenommen hast, dann ist das kein freiwilliger Beitrag, weil sich die Vorschriften geändert haben, seit 1.1.13 sind die geringfügigen Beschäftigungen in der Rentenversicherung versicherungspflichtig. Man kann sich aber auf Antrag davon befreien lassen. Wenn Du nur den Nebenjob hast, würde ich das keinesfalls machen, hast Du dazu einen versicherungspflichtigen Hauptjob, würdest Du schon Rentenbeiträge zahlen, aber ein paar Euro Beitrag mehr, tun Dir später in der Rentenversicherung sicherlich gut.

Antwort
von Laurin, 20

jegliche Vorsorge für später lohnt-die gesetzl. Rentenkasse wird nicht alles ausgleichen können, auf jeden Fall beantworte ich diese Frage mit JA!!!

Antwort
von billy, 19

Ja lohnt auf jeden Fall.

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