Frage von Nelleps, 113

Beim Tennisspielen traf ein Ball meine Brille und zerstörte diese. muss die Haftpl. zahlen?

Die Antwort der Versicherung war: "Teilnehmer die an einem sportlichem Wettkampf teilnehmen,müssen grundsätzlich Beschädigungen und/oder Verletzungen in Kauf nehmen sofern sie bei regelrechtem Spiel nicht zu vermeiden sind." Der Verursacher könne nicht haftbar gemacht werden, weswegen wir uns mit den gestellten Ansprüchen nicht befassen können. (Schreiben der Mecklenburgische Versicherung)

Antwort
von skn1991, 113

Soweit ich weiß, haftet der Verursacher bzw. seine Versicherung dann nicht, wenn ein Schaden billigend in Kauf genommen wurde, was beim Sport durchaus der Fall ist. Evtl. bekommst du aber eine Teilzahlung, da dieser Fall hier sicher nicht eindeutig ist. Vielleicht fragst du mal beim Versicherungsombudsmann nach.

Kommentar von wfwbinder ,

Was mich immer wundert ist, dass auf die Versicherung abgestellt wird.

Anspruchsgrundlage ist erstmal § 823 BGB.

Eine Versicherung wird nur zahlen, wenn es überhaupt einen Schadenersatzanspruch gibt. Der ergibt sich aus dem BGB.

Wenn man auf einen Sprtplatz geht, dann nimmt man die üblichen Sportrisiken in Kauf, womit ein Schadenersatzanspruch schon mal vermindert, oder ausgeschlossen ist. Je nach Situation.

Erst wenn es einen Schadenersatzanspruch gibt, wird die Versicherung prüfen, ob sie diesen nach den Versicherungsbedingungen dem Versicherungsnehmer erstatten muss (oder direkt an den Geschädigten zahlt).

Das ist z. B. das in meiner Antwort genannte absichtliche Foul. Wer einen Sportkameraden aus welchem Grund auch immer, absichtlich foult und dabei eine schwere Verletzung des anderen in Kauf nimmt, der handelt schuldhaft. Hier hat der andere dann einen Schadenersatzanspruch. Aber das wiederum ist dann wegen Absicht, nicht durch die Versicherung gedeckt.

Kommentar von skn1991 ,

Dennoch würde ich mich mit einer solchen Antwort der Versicherung nicht unbedingt abspeisen lassen, selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass man nichts bekommt. Aber ich habe einen ähnlichen Fall im Bekanntenkreis erlebt, bei dem, nach einschalten des Versicherungsombudsmannes, zumindest ein Teil des Schadens übernommen wurde. Ich möchte also nichts auf die Versicherung "abstellen", sondern den Fragesteller lediglich dazu aufmuntern, nichts unversucht zu lassen.

Antwort
von gammoncrack, 96

Ich finde diese Formulierung richtig gut:

sofern sie bei regelrechtem Spiel nicht zu vermeiden sind

Hat Dein Tennispartner bei seinem Schlag nicht regelwidrig über das Netz gegriffen oder dieses berührt?

Nach der Formulierung müsste nun die Versicherung zahlen.

So ganz ernst ist mein Vorschlag aber nicht gemeint!!

Antwort
von wfwbinder, 86

Sehe ich auch so.

Ein normales Foul ist ja auch keine Körperverletzung bei Hand- oder Fußball.

Nur ein absichtliches Foul wäre das.

Antwort
von mig112, 83

Du hättest besser als Zuschauer hinter einem Spieler gestanden, der dann beim Ausholen mit dem Schläger... naja... du warst ehrlich und das finde ich SPITZE!

Antwort
von Privatier59, 73

Was beschränkst Du Dich denn nicht auf Schach! Obwohl, Schach spielen mit mir wäre auch nicht ohne Risiko. Ich bin Weltmeister im Bauernweitwurf!

Kommentar von Zitterbacke ,

Und ich im Turmfangen !!

Kommentar von gammoncrack ,

Und ich im Turmspringen.

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