Frage von schlaubi76,

Beim Hauskauf: Maklerprovision und Notargebühren auf Inventar? Sparmöglichkeit?

Hallo zusammen, muß denn der Verkauf von Inventar (z.B. eine EBK, eine Sauna Markise, etc.) beim Hauskauf zwingend in den Notarvertrag? Kann man mit dem EIgentümer der Immobilie einen separaten. privatwirtschaftlichen Vertrag schliessen? Bsp: Man einigt sich mit dem Makler zunächst auf einen Kaufpreis von 300 T€. Käufer und Verkäufer beschliessen dann untereinander dass z.B. EBK, Markise, Gartenhäusle etc. für 10 T€ verkauft werden. Sie schliessen einen Vertrag, das Geld wird bar bezahlt. Ergo beläuft sich der Kaufpreis dann auf 290 T€. So würde man sich nähmlich Grunderwerbssteuer, Notar und Maklergebühren sparen, wären dann 1000€ Ersparnis. Frage: Geht das oder sind das Nebenabreden?

Bin sehr gespannt auf Antworten.

Antwort
von Meandor,

Man spart sich höchstens Notar und Makler, denn die gehen nach dem beurkundeten Kaufpreis bzw. dem vereinbarten Kaufpreis.

Grunderwerbsteuer fällt nur auf den Grunderwerb und nicht auf den Erwerb von Inventar an,

Antwort
von Privatier59,

Wesentliche Bestandteile einer Sache können nicht Gegenstand gesonderter Rechte sein. Genau so wenig wie man Grundstück und Haus separat verkaufen kann ist das bei wesentlichen Bestandteilen des Hauses möglich. Der Vertrag wäre formnichtig wenn er privatschriftlich geschlossen würde. Natürlich kann man sich bei bestimmten Dingen darüber streiten ob die wesentliche Bestandteile sind und ebenso wird die Formnichtigkeit der Zusatzabrede durch Eigentumsumschreibung im Grundbuch geheilt. Allerdings weise ich darauf hin, dass dieser Trick bei der Maklercourtage schon garnicht greifen kann weil ja auch der Zusatzvertrag vom Makler vermittelt wurde. Und was die dann verbleibenden Kosten für Notar und Grunderwerbsteuer betrifft, so bezweifele ich, dass da eine Ersparnis von 10% herauskommen. Und die Folge des schlauen Plans könnte ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung sein. Soll man das wirklich für diese minimale Einsparung riskieren?

Kommentar von HilfeHilfe ,

Hallo

er spricht von 10k , bei Kaufpreis von 300k wäre das mE im Rahmen.

Es ist auch nicht unüblich das man das Inventar seperat bewertet und im Kaufvertrag aufführt um die Grunderwerbssteuer zu sparen. Ob da der Makler mitspielt bzw. für diesen Anteil auf seine Courtage verzichtet kann ich nicht beurteilen.

Ich sehe ein anderes Problem. Sollte ein KV aufgesetzt werden und der Kaufpreis um 10k reduziert werden könnte die finanzierende Bank die Beliehungswerte neu rechnen. Da könnte man sich nachträglich durchaus schöechter stellen ( Zinsanpassung). Ich nehme an bei der KReditprüfung wurde immer von 300k gesprochen.

Viele Erfolg !

Kommentar von Privatier59 ,

Bei beweglichem Inventar würde das ja auch gehen. Einbauten aber können doch nicht separat übereignet werden und das ist der Punkt. Und sagen wir es doch auch mal offen: Wer unbedingt sparen will beim Immobilienkauf dem stehen doch ganz andere Möglichkeiten zur Verfügung und ich denke da an das beliebte BAT-Geschäft wo vor dem Notartermin ein dicker Umschlag den Besitzer wechselt. Dann gibt es wenigstens keine Spuren.

Kommentar von HilfeHilfe ,

Hallo,

stimmt jetzt erst gelesen das es sich nicht um Mobiliar handelt....

Ja da hast du Recht !

Kommentar von Maxieu ,

BAT? Erklär's bitte einem Ahnungslosen. Könnte demnächst für mich von Interesse sein.

Kommentar von Privatier59 ,

BAT = Bar auf Tatze

Kommentar von Mikkey ,

Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung

Bei der Grunderwerbssteuer kann man auch ohne Vertragsmauschelei sparen, eine EBK kann man z.B. ganz regulär aus dem Kaufpreis herausrechnen. Das Finanzamt erwartet dann eine Reihe von Bildern und erkennt das i.A. problemlos an.

Da kommen aber allenfalls ein paar hundert Euro heraus.

Antwort
von robinek,

Wir haben uns vor dem Kaufvertrag mit dem Verkäufer darüber geeinigt, dass die EBK, Deckenleuchten, Einbauschränke usw. vom Verküufer privat und gegen Barzahlung übernommen werden. Somit erscheinen /erschienen diese zum Teil erheblichen Beträge nicht im Kaufvertrag. Somit weniger Notarkosten und auch keine Maklercourtage. War zwischen Verkäufer und uns als Käufer abgesprochen und abgewickelt worden

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