Frage von Butterbaer, 444

Bei Verkehrsunfall immer unterschriebenes Schuldeingeständnis verlangen?

Hat man bessere Chancen nachher Recht und Geld zu bekommen, wenn man vom Unfallverursacher ein unterschriebenes Schuldeingeständnis verlangt?

Antwort
von Kevin1905, 444

Finde mal einen dummen der so etwas unterschreibt. Ich als dein Unfallgegner würde mich nicht drauf einlassen, weil es nur meinem Anwalt in einem etwaigen Verfahren die Arbeit erschwert.

Unfall genau dokumentieren halte ich für sinnvoller. Polizei hinzuziehen und auch gerne selbst Fotos machen.

Antwort
von Mikkey, 384

Nein, und zwar

  • Verlangen kann man viel, man muss es auch bekommen
  • Wenn Du Beerdigungskosten von der Versicherung erstattet haben willst, wird selbst das Verlangen Dir schwerfallen
  • Jeder Dummbatz weiß, dass man nach einem Unfall ein solches Papier nicht unterschreibt.
Kommentar von blnsteglitz ,

Wenn Du Beerdigungskosten von der Versicherung erstattet haben willst, wird selbst das Verlangen Dir schwerfallen

;-)))))))

Kommentar von Butterbaer ,

Aber es könnte ja sein, dass diese Klausel in einem Unfallbericht-Vordruck versteckt ist, und weder Unfallverursacher noch Geschädigter darüber Kenntnis haben und es erst im Nachhinein auffällt.

Zudem könnte es auch passieren, dass der Unfallverursacher im Schock ein Schuldeingeständnis doch unterschreibt und auch in der Kenntnis ist, dass es sich um ein solches handelt, aber nicht in Kenntnis der Folgen des Unterschreibens ist.

Antwort
von imager761, 335

Denkbar, nur wird das den Sachbearbeiter der Versicherung nicht beeindrucken. Und der Schädiger sollte sich hüten, der Regulierung seines Versicheres derart vorzugreifen (Vertragspflicht).

Und in Unkenntnis oder gar unter Drohung abgepresst, wäre es ohnehin widerrufbar.

Der Unfallgegner muss - außer zu Angaben seiner Person und der Polizei gegenüber - im Übrigen überhaupt nicht äußern oder irgendetwas unterschreiben :-O

G imager761

Antwort
von gammoncrack, 270

Nein, das sicherlich nicht.

Der Versicherer wird nach eigenem Ermessen, unabhängig vom Schuldeingeständnis, regulieren oder ablehnen. Du hättest nach einem Schuldeingeständnis möglicherweise bei einer Privatklage ein Problem, allerdings führt selbst ein schriftlich abgegebenes Schuldeingeständnis nicht unbedingt zu einer Verurteilung. Es gilt ist sicherlich beeinflussend, aber ein Gericht wird dann auch nach der tatsächlichen Beweislage urteilen.

Trotzdem sollte man es nicht machen, sondern die Ablehnung oder Anerkennung dem Versicherer überlassen.

Antwort
von wfwbinder, 238

Da kommt der gegnerische Anwalt sofort damit, dass man die Schocksituation ausgenutzt hätte um diese Erklärung zu verlangen und hebelt das Ding damit aus.

Lieber die Zeit darauf verwenden den Unfall möglichst genau zu dokumentieren. Fotos vom Schauplatz, von den Beschädigungen, eventuell Passanten nach Name und Adresse fragen, wenn sie was gesehen haben. Skizze machen, Position der Wagen eventuell mit Kreide kennzeichnen.

Wenn es Streitigkeiten gibt, können Unfallsachverständige aus den Schäden, den Positionen, den Bremsspuren usw. den Unfall sehr genau nachstellen, bzw. erklären.

Dann den Unfall sofort der Versicherung melden.

Im Fall von nur geringsten Personenschäden auf jeden Fall Polizei.

P.S. Eventuell immer einen Flachmann mit Cognac dabei haben und dem Unfallgegner auf den Schreck einen Schluck anbieten und dann die Polizei holen. ;-) :-)

Kommentar von Gaenseliesel ,

und dem Unfallgegner auf den Schreck einen Schluck anbieten und dann die Polizei holen. ;-) :-)

ach du meinst, dann braucht man kein schriftl. Schuldeingeständnis mehr ....clever aber sehr fies und unsportlich ;-)) K.

Kommentar von wfwbinder ,

Natürlich würde ich das im wirklichen Leben nicht machen. Nur in der Liebe und im Krieg sind alle Mittel erlaubt und wer liebt schon seinen Unfallgegner? ;-) :-) Oder denkst Du, ich meine den Krieg auf den Straßen?

Kommentar von Gaenseliesel ,

ich hab dich schon richtig verstanden aber du siehst, nicht jeder kann solche Späße richtig zuordnen....lach ! K.

Kommentar von Butterbaer ,

Aber letzteres würde doch bewirken, dass die Versicherung nicht bezahlt, weil diese bei Alkoholfahrten leistungsfrei ist.

Kommentar von gammoncrack ,

Aber letzteres würde doch bewirken, dass die Versicherung nicht bezahlt, weil diese bei Alkoholfahrten leistungsfrei ist.

Wie kommst Du denn darauf?

Kommentar von wfwbinder ,

Also erstens war das wirklich ein Scherz.

Zweitens wird die Versicherung nicht leistungsfrei. Sie zahlt auf jeden Fall, darf sich aber Geld vom Trunkenheitsfahrer zurück holen.

Kommentar von gammoncrack ,

Sry, aber auch das ist falsch.

Kommentar von wfwbinder ,

Ich denke nicht. Bis zu 5.000,- Euro muss der Trunkenheitsfahrer zahlen: http://www.kfzversicherungen.org/ratgeber/20111216/trunkenheitsfahrt.html

Kommentar von gammoncrack ,

Ich denke nicht. Bis zu 5.000,- Euro muss der Trunkenheitsfahrer zahlen:

Das war der Punkt, auf den ich hinaus wollte. Der Versicherer kann also nur maximal 5.000.- regressieren. Der darüber liegende Teil geht zu dessen Lasten.

Kommentar von wfwbinder ,

ich schrieb ja auch "darf sich Geld" und nicht "darf sich das Geld" zurück holen.

Ich machte nur den Fehler nicht gleich den Betrag zu nennen.

Kommentar von gammoncrack ,

Sehr gut! Dem habe ich nichts entgegen zu setzen. :-))

Antwort
von hildefeuer, 192

Sie können das Verlangen. Vielleicht finden Sie ja einen Dummen der Unterschreibt. Der verliert möglicherweise deshalb seinen Versicherungsschutz.

Antwort
von Privatier59, 176

ein unterschriebenes Schuldeingeständnis verlangt?

Wenn ich von Dir eine Million Schmerzensgeld für Deine Frage verlange, bekomme ich die dann? Erst mal bekommen ist entscheidend und auch dann ist der Wert je nach Unfallsituation nicht gerade groß.

Antwort
von Meandor, 192

Verlangen kann man das sicher, aber wer gibt sowas ab?

Antwort
von Logan, 175

Richtig so wtf! Außerdem wird die Versicherung des Unfallverursachers sich durch ein Schuldeingeständnis aus der Affäre ziehen! Das darfst Du (meines Wissens) nämlich gar nicht und die Versicherung wird den Schaden dann nicht übernehmen. akso wäre es für Dich kontraproduktiv, da Du dann auf die Solva des Unfallgegners abgewiesen bist!

LG L

Kommentar von gammoncrack ,

Das ist leider nicht richtig, weil längst überholt.

Kommentar von Sobeyda ,

So einfach kann sich die Versicherung nicht aus der Affäre ziehen. Die muss bei Vorliegen der Schuld ihres Versicherten zahlen. Wer ein Schuldeingeständnis unterschreibt macht sich aber unter Umständen schadenersatzpflichtig.

Antwort
von Patrizia425, 146

Bist du echt bei einem Unfall in der Lage so etwas einzufordern...die Polizei bestimmt vorerst einen Verursacher meist wird dass dann vor Gericht geklärt. Komische Frage finde ich

Antwort
von mig112, 134

Die Mehrzahl deiner Fragen spiegeln eine erfrischende, kindliche Naivität wieder, wie man sie heute bereits bei NRW-Gesamtschülern ab Klasse 7 nicht mehr vorfindet. Mach' nur gern weiter so.

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