Frage von Kathi4, 64

Bei Grundsicherung wegen zu kleiner Rente, zahlt meine Mutter 490€ PKV + 600€ Selbsterhalt.

Ist das normal, dass einer alten Dame (87) nur ca. 150€ monatlich zum Leben bleiben? Sie ist seit mehr als 50 Jahren privat versichert und kann sich nun die teuren Tarife auch im Basistarif nicht mehr leisten, besonders der jährliche Selbsterhalt belastet sie sehr Welche Lösung wäre für sie das beste?

Antwort
von manu46, 57

ich habe einen ähnlichen Fall gehabt. Das Amt hat immer wieder auf den Basis Tarif bestanden. Als es wieder eine neue Erhöhung gab habe mit der KV telefoniert wie es Aussieht wegen des Tarifwechsels. Da ... schon über 20 Jahre bei der DKV versichert ist habe ich wie aus dem Auszug der schriftlichen Antwort zu ersehen ist .... in dem Basistarif halten können.

Auszug der Antwort:

<<>>>

Auch .... hat einen Selbstbehalt allerdings nicht ganz so hoch den muß er leider von der Grundsicherung das Jahr über ansparen.

Hier ist es die DKV als Versicherer ich habe inzwischen erfahren das diese Regelung auch für die anderen Versicherungsgesellschaften gilt.

Ich wünsche viel erfolg mfg

Kommentar von manu46 ,

leider ist der Auszug nicht zu lesen deshalb noch hier der Hilfeträger ist berechtigt, seinen Zuschuss auf den Betrag zu begrenzen, den er bei einer Versicherung im Basistarif zu zahlen hätte die dadurch entstehende Beitragsdifferenz würden wir nicht geltend machen, da bei ... gemäß §193 Abs. 4 VVG kein Mahnverfahren durchgeführt werden darf und ein Beitragsrückstand demnach keine Auswirkungen auf seinen Leistungsanspruch hat. Wie wir nun erfahren haben, hat der Hilfeträger seinen Zuschuss zwar wie besprochen begrenzt, die Differenz aber vom Hilfebedarf des Versicherten einbehalten und an uns weitergeleitet. Dies war natürlich nicht Inhalt unserer Vereinbarung. Der Hilfeträger sollte seinen Zuschuss begrenzen, die Beitragsdifferenz sollte auf dem Beitragskonto verbleiben, sie hätte wie erwähnt keine Auswirkungen auf den Leistungsanspruch. Es ist ausdrücklich nicht von uns gewünscht, dass die Beitragsdifferenz zu Lasten des Hilfeanspruchs von ... geht. Wir werden den Versicherungsschutz von ... wie besprochen nach dem DKV-Tarif BS1 fortführen. Wir sind einverstanden, wenn der Hilfeträger seinen Zuschuss auf die Höhe begrenzt, die im Basistarif zu zahlen wäre. Dies ist ein Betrag von 305,16 Euro zur Krankenversicherung und 22,90 Euro zur Pflegeversicherung. Die Beitragshalbierung nach §12 Abs. 1c VAG ist bereits berücksichtigt. Die Beitragsdifferenz läuft wie erwähnt auf dem Beitragskonto auf. Diese dürfen wir nicht geltend machen, solange der Kunde hilfebedürftig im Sinne des SGB XII ist.

Antwort
von Primus, 50

Von diesem Schicksal werden viele ältere Leute ereilt, die in jüngeren Jahren die Vorteile der privaten Versicherung in Anspruch genommen und nicht genug für das Alter vorgesorgt haben.

Daher der Spruch: Spare in der Zeit, so hast Du in der Not ;-))

In wieweit das Deine Mutter betrifft, vermag ich nicht zu sagen, aber eine Lösung dieses Problems wird sich nicht finden lassen.

Antwort
von barmer, 45

Hallo,

wenn sie solange versichert ist, kann sie in den Standardtarif wechseln (nicht Basistarif). Der Beitrag sollte auf 150-200 EUR fallen.

Falls der Versicherer beim Standardtarif einen Zuschlag verlangt: alternativ Umstellung auf Basistarif, der Beitrag wird bei Hilfebedürftigkeit auf gut 300 EUR incl. Pflege halbiert, ohne SB.

Von wem wird sie in KV beraten ? Es könnte auch noch andere Tarifalternativen geben (vgl. alfalfa)

Viel Glück

Barmer

Antwort
von TopJob, 37

Mal knall hart gesagt: Wenn sie sich bereits hat beraten lasen und es keinen günstigeren Tarif gibt, gibt es hier keine gute Lösung. Mit der Reduzierung des Selbstbehalts würde der Beitrag vermutlich in gleichem Maße steigen. Sie hat aufgrund des Alters auch keine Möglichkeit in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen zu werden, auch wenn sie einen versicherungspflichtigen Job annehmen würde. Das ist halt (das harte) Schicksal, wenn man sich für die private Krankenversicherung entschieden hat und sich die Beiträge irgendwann nicht mehr leisten kann.

Kommentar von TopJob ,

Ich habe noch einmal geschaut. Vielleicht hilft dieser Link noch einmal weiter. http://www.pkv.de/positionen/basistarif/hoechstbeitrag/

Kommentar von alfalfa ,

Bei einem Tarifwechsel nach § 204 VVG bietet sich folgende Vorgehensweise an:

  1. Anschreiben PKV mit der Bitte alle (!) Optionen zum Wechsel darzulegen
  2. Bei langjährigen PKV Versicherten bitte zuerst der Standardtarifi, da AR angerechnet werden
  3. Zuletzt Basistarif und ggfs wegen besonderer Bedürftigkeit Reduzierung des Betrags auf 50 %
Antwort
von alfalfa, 30

Also. Lösung liegt in einem Tarifwechsel nach § 204 VVG.

Die Dame soll bitte schriftlich anfragen, in welche Tarife (auch verkaufsgeschlossene!) sie ohne Gesundheitsprüfung wechseln kann.

Bitte auch den Standardtarif anfragen, denn da werden auch die AR mit berücksichtigt.

Auch den Basistarif anfragen und wegen besonderer Bedürftigkeit auf eine Reduktion des Basistarifs um 50% Prozent.

Sollte Sie diese Anfrage nicht selbst hinbekommen bzw. die PKV mauert, dann kann sie einen Versicherungsberater engagieren.

Frage: Welche Gesellschaft, welcher Tarif und seid wann?

Antwort
von Larkolas, 28

Nö das SOLLTE nicht normal sein, da man privat für das Alter vorsorgen SOLLTE! Da man wie schon gesagt wurde, in jungen Jahren sehr günstig versichert war, sollte man das eigentlich auch hinkriegen!

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